Was bringt Employee Experience?

Wie antwortest du, wenn auf kununu eine Mitarbeiterin schreibt, dass ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist und dein Unternehmen sei schuld daran? Wie ich jetzt auf so eine absurde Idee komme? Mein Gespräch mit Max Lammer auf Recruiting TV ist schuld daran.

Warum ich mich der Meinung von Max anschließe, dass das Thema Employee Experience mehr Aufmerksamkeit verdient und gestaltet werden soll, ist ganz einfach: Weil es die absolut beste und wichtigste Recruitingmaßnahme ist, um eine gute Arbeitgeberin zu sein.

Versteh mich richtig, eine ordentliche und funktionstüchtige Karrierewebsite ersparst du dir dadurch nicht, „nur“ weil du künftig darauf achtest, wie deine Mitarbeiterinnen ihren Job – im wahrsten Sinne des Wortes – erleben.

Ich habe mir die neusten Umfragen und Studien zum Thema „was zeichnet gute Arbeitgeberinnen aus“ angesehen. Ich empfehle dir, ebenso die Kommentare zu den entsprechenden Online-Artikeln und Social Media Beiträgen zu lesen. Darüber hinaus achte auf die Rückmeldungen deiner Bewerberinnen – speziell derer, die dein Jobangebot nicht annehmen. Und schon weißt du selbst ganz genau, was zu tun ist.

Um dir Zeit zu sparen habe ich meine ganz persönlichen vier Top Tipps zusammen getragen:

 

Zahle faire Gehälter

„If you pay peanuts you get monkeys.” James Goldsmith

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.“ Robert Bosch

 

Diese beiden Zitate bringen es schon auf den Punkt – da muss ich wirklich nichts mehr ergänzen

 

Perspektiven bieten

Wechsel von der Buchhaltung in die Kreativabteilung? Vom Bankschalter in das Social Media Team?

Wäre das in deinem Unternehmen denkbar? Gibt es schon Kolleginnen, für die ein Wechsel in eine andere Funktion, die vielleicht so gar nichts mit ihrer ursprünglichen Ausbildung zu tun hat, möglich war? Es muss nicht immer die klassische Führungsverantwortung sein, die als Perspektive dient. Wenn du auf Qualifikation UND Kompetenzen achtest, ist Recruiting aus deinem internen Talentepool ganz einfach möglich. (Ach ja, das sind reale Beispiele, die ich hier erwähnt habe.)

 

Flexibilität

Hand aufs Herz – findet sich in deinem Jobinserat auch der Punkt Flexibilität bei den Anforderungen? Abgesehen davon, dass ich in meinen Workshops immer wieder und wieder predige, dass dieser Begriff (genau wie viele andere) absolut nicht aussagekräftig ist, stelle ich hier stellvertretend für deine Bewerberinnen die Frage: wie flexibel bist du denn als Arbeitgeberin? Bietest du

  • Qualifizierte Jobs in Teilzeit?
  • Arbeitszeitmodelle, die gut mit Betreuungspflichten, Weiterbildung aber auch Hobbies vereinbar sind?
  • Möglichkeit zu bezahlten und unbezahlten Auszeiten?

Das sind nur drei Beispiele mit denen du dich als flexible Arbeitgeberin positionieren kannst.

 

Vertrauen

„Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital.“ Prangt der Satz auch fett auf deiner Karrierewebsite? Was tust du denn, um dieses Kapital zu vermehren?

Vertraust du deinen Mitarbeiterinnen? Vertrauen die Führungskräfte in deinem Unternehmen ihren Teammitgliedern? Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Funktion der Unternehmensleitung, Vorbildwirkung für alle Führungskräfte und damit die wichtigste Basis, um als gute Arbeitgeberin wahrgenommen zu werden.

Warum das so wichtig ist und ich absolut überzeugt davon bin, dass dies die wichtigste Recruitingmaßnahme ist? Wenn du schon mit mir gearbeitet hast, weißt du, dass ich nicht auf ein Arbeitgeberin-Siegel oder ähnliches abziele. Je mehr Menschen sich in deinem Unternehmen wohlfühlen, fair bezahlt werden und die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln, desto

  • weniger werden es verlassen und du musst weniger neue Kolleginnen suchen (Tschüss Fluktuation)
  • mehr werden es empfehlen und du hast Verbündete im Recruiting (Hallo Mitarbeiterinnenempfehlungsprogramm)
  • mehr werden sich von selbst bei dir melden, weil sie gerne bei euch arbeiten möchten (Danke Initiativbewerbungen).

 

Huch, dann habe ich als Recruiting-Strategin ja gar nichts mehr zu tun. Muss mir jetzt gut überlegen, ob ich diesen Blogbeitrag wirklich veröffentliche 😉

 

Sei eine gute Arbeitgeberin – damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Wir sprechen auf Recruiting TV nicht nur darüber, dass ein schlechtes Arbeitsumfeld Beziehungen zerstören kann, sondern geben auch Tipps, was du konkret tun kannst und wie du mit dem Thema Employee Experience startest.

Recruitingtrends 2021

Recruitingtrends dauern üblicherweise länger an, als zum Beispiel die Trendfarbe des Jahres (2021 sind das gleich zwei, gelb und grau nämlich – falls es dich interessiert). Kann man den Begriff Trend im Zusammenhang mit Recruiting eigentlich verwenden? Vermutlich gibt es Begriffe, die besser passen. Trotzdem habe ich mir Gedanken zu den Recruitingtrends 2021 gemacht.

Im Playbook Recruiting haben Herwig Kummer und ich zum Beispiel über Programmatic Job Advertising, Video-Recruiting, Voice Search und Virtual und Augmented Reality geschrieben. Video-Recruiting hat – von uns zum Zeitpunkt des Schreibens natürlich nicht ahnend, wie schnell dieser Trend Realität wird – 2020 sicher einen Höhenflug erlebt. Aber hält dieser auch an?

Ein Trend bedeutet laut Duden „eine über einen gewissen Zeitraum bereits zu beobachtende, statistisch erfassbare Entwicklung[stendenz].“

Gemeinsam mit Sabine, meiner HR Matchmaking Kollegin habe ich Anfang 2020 überlegt, welche Recruitingtrends wohl auf uns zukommen. Kurze Rückschau gefällig?

Data Driven Recruiting

Wenn ich den Status – bezogen auf Österreich – zusammenfassen sollte, dann würde ich sagen: keine merkbare Veränderung. HR hatte 2020 genügend andere Aufgaben auf der To-do-Liste. Ich wage daher die Prognose, dass sich die meisten Recruitingverantwortlichen frühestens 2022 mit diesem Trend beschäftigen.

Nachhaltigkeit

Dieser Trend hat wohl unfreiwillig an Fahrt aufgenommen. Nicht nur, dass Video-Recruiting und Home-Office für Nachhaltigkeit sorgen. Zudem gibt es Mitarbeiterinnen, die bereits dem Dienstfahrrad den Vorzug vor dem Dienstwagen geben.

Recruiting wird noch aktiver

JEIN. Für die offenen Positionen, für die wir schon 2019 kaum oder keine Bewerbungen erhalten haben, geht der Trend unaufhörlich weiter – Stichwort Digitalisierung. IT-Expertinnen sind gefragt wie eh und je. Im Gegensatz dazu gibt es derzeit erstmals seit Jahren mehr Bewerbungen als Jobs in der Gastronomie. Sobald es aber wieder ein Leben ohne Einschränkungen im Tourismus und bei Restaurant- und  Veranstaltungsbesuchen gibt, wird sich das schlagartig wieder ändern. Dann gibt es wohl noch weniger verfügbare Mitarbeiterinnen am Arbeitsmarkt, da viele, die bisher in der Gastro tätig waren jetzt in andere Tätigkeitsbereiche wie zum Beispiel Handel oder Pflege abwandern. Darum ist es jetzt wichtiger als je zuvor, endlich einen

Talentepool aufzubauen

Da kann ich meinen Worten von Anfang 2020 nicht neues hinzufügen, außer: JETZT ist der richtige Zeitpunkt.

Freelance-Portale

Gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Es scheint, dass die meisten Freelancer auch 2021 nicht in ein Angestellten-Verhältnis wechseln wollen (oder müssen). Hier einen guten Überblick zu haben und Kontakte zu knüpfen schadet sicher auch weiterhin nicht.

Social Media Recruiting auf dem Vormarsch

Definitiv. Ob Clubhouse, Instagram oder LinkedIn, Social Media hält Einzug in die Recruiting-Strategien. Das erkenne ich nicht nur an den zahlreichen Anfragen für Workshops und Beratungen, sondern vor allem auch daran, wie viele Job-Ads mir selbst bereits eingeblendet werden.

 

Alle Recruitingtrends aus dem Jahr 2020 kann man also getrost auch heuer noch als Schwerpunkte bezeichnen.

 

Welche drei Trends ich für 2021 zusätzlich berücksichtigen würde:

  • Inklusion und Diversität

#BlackLivesMatter und Diskriminierung im Recruiting – damit habe ich mich unter anderem 2020 beschäftigt und werde dies auf jeden Fall 2021 fortsetzen.

 

  • Candidate Experience

Immer noch herrscht ein Mindset, dass Bewerberinnen sich „schon anstrengen“ müssen, wenn sie einen Job haben wollen. Ich habe zwar den Eindruck, dass das Thema schon seit Jahren auf der „Trendliste“ steht, aber offenbar ist es noch immer Recruiting-Alltag geworden, das diese Einstellung einfach nicht mehr funktioniert.

 

  • Internes Recruiting mittels Kompetenzerweiterung

In Zeiten von Fachkräftemangel eine Recruiting-Strategie, die du keinesfalls außer Acht lassen solltest.

 

Jedem dieser drei „Trends“ werde ich in den nächsten Wochen einen eigenen Blogbeitrag widmen.

Welchem Recruiting-Trend widmest du dich 2021, damit Recruiting wieder einfach wird?

 

Herzliche Grüße

 

Claudia

P.S.: In meiner Facebook-Gruppe gibt es die schnellsten Infos zu Social Media Recruiting in Österreich.

Fünf Bücher, die mich 2020 begleitet, inspiriert und motiviert haben

Vielleicht geht es dir wie mir und du gönnst dir rund um die Feiertage ein paar bildschirmfreie Tage. Als Kind habe ich es geliebt, wenn ich Bücher unter dem Weihnachtsbaum gefunden habe und dann die Nacht lesend verbracht habe. So in etwa stelle ich mir das in den nächsten Tagen auch vor. Deshalb kommt hier meine ganz persönliche Empfehlung für Bücher, die zumindest auf den ersten Blick, gar nichts mit Recuiting zu tun haben.


The big five for live – John Strelecky

Glaub es oder nicht, ich habe dieses Buch vor Jahren von einer Bewerberin geschenkt bekommen. Als Weihnachtsgeschenk. „Wie wäre es, wenn Sie jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gehen könnten?“ so der Text auf dem Buchrücken. Damals habe ich nicht geahnt, dass mich genau diese Frage im Jahr 2020 beschäftigen wird.

Warum wir uns Gefühle kaufen – Christian Mikunda

Die Vorlesungen von Christian Mikunda an der Uni Wien waren mit Sicherheit die absoluten Highlights meines Studiums. Ich erinnere mich sogar noch gerne an die Prüfungen zurück. Mein Idol als Vortragende, seine Vorlesungen hatten nicht nur Event-Charakter, sie haben viele spannende Themen verknüpft und für Aha-Momente gesorgt.

Besser fix als fertig – Bernd Hufnagl

Das Thema Hirnforschung so aufbereitet, dass es wirklich gut verständlich und einleuchtend ist. Ich hatte heuer das Vergnügen mit Bernd Hufnagl zu kommunizieren und hoffe sehr, dass es 2021 auch ein Live-Treffen geben wird.

Pu der Bär, Ferkel und die Tugend des Nichtstuns – Benjamin Hoff

Auch dieses Buch habe ich vor vielen Jahren zu Weihnachten bekommen. Den Hinweis hat mir mein ehemaliger Chef geliefert, der mich nicht nur in meinem ersten Job unterstützt, gefordert und vor allem gefördert hat, sondern der immer noch ein Vorbild als Unternehmer und Mensch für mich ist. Danke Hans!

Klarheit. Der Schlüssel zur besseren Kommunikation – René Borbonus

Ich habe bei René 2019 gleich zwei Weiterbildungen besucht, 2020 war eine für März geplant – tja das hat nicht sein sollen. Gottseidank habe ich gleich mehrere seiner Werke in meiner Bücherregal stehen, dieses habe ich ausgewählt, weil es vielleicht für mein Jahresmotto 2021 stehen kann.

Welches Buch steht auf deiner Empfehlungsliste ganz oben?

Ich habe in diesem Beitrag nicht direkt zu einer Bezugsquelle verlinkt. Ich bin sicher, deine lokale Buchhandlung kann dir alle Bücher in kürzester Zeit besorgen. Viel Vergnügen beim Lesen, inspirieren lassen und abtauchen.

Herzliche Grüße und frohe Feiertage
Claudia 

P.S.: Falls du dir doch Recruiting-Stoff reinziehen möchtest, dann empfehle ich dir – total überraschend – das Playbook Recruiting. Aber das hast du sicher schon längst. 😉

Wie du dein Ikigai im HR-Job findest

Human Resources, People Management oder Personalmanagement – wenn nicht die Bezeichnung an erster Stelle steht, sondern du. Ja, in diesem Blogbeitrag geht es neben einem Tipp für deinen Recruiting-Job vor allem um dich! Deine Vorlieben und Talente entsprechen deinem Job? Wunderbar, du hast dein Ikigai offenbar schon gefunden! Du hast keine Ahnung, was das bedeutet und was Ikigai mit Recruiting zu tun hat? Hier kommt Abhilfe.

Ikigai ist eine Methode bzw. ein Modell aus Japan und wird oft mit „Sinn des Lebens“ übersetzt. Dabei ist allerdings mehr gemeint als „purpose“ – der Motivationsfaktor Sinn. Ikigai setzt sich aus zwei Worten zusammen nämlich: Iki = Leben und Gai = Wert.

  • Was du liebst
  • Was die Welt braucht
  • Was du gut kannst
  • Wofür du bezahlt werden kannst

sind die vier Themenbereiche auf die du – zunächst nur für dich – eine Antwort finden solltest. Dabei kann dir zum Beispiel das Buch „Ikigai oder das gute Leben“ helfen oder der Ted Talk von Tim Tamashiro „How to Ikigai“.

Wie du Ikigai in deinem Recruiting-Job einsetzen kannst? Recruiting ist zu einem großen Teil Matching. Wir matchen Personen mit für sie passenden Jobs bzw. Jobs mit passenden Personen.

Frag doch auch mal deine Bewerberinnen nach ihrem Ikigai, also nach ihrer Motivation jeden Morgen aufzustehen. Was lieben sie, was können sie am besten? Matche das mit dem, was deine Firma anbietet (was die Welt braucht) und du bist auf einem guten Weg Mitarbeiterinnen zu finden, die ihren Job lieben. Und alles was man gerne macht, macht man bekanntlich auch gut. Dass sich das positiv auf deine Fluktuationsrate auswirkt, langfristig Kosten einspart etc. brauche ich hier wohl nicht extra zu erwähnen.

Und jetzt kommen wir zu dir!

Die Feiertage sind nahe, du hast vielleicht ein paar Tage Urlaub und das Jahr 2020 hat sicher dazu beigetragen, dass du dir folgende Fragen stellst:

  • Was ist dein perfekter Job im HR-Bereich?
  • Was ist die Aufgabenstellung, die deinem Talent und Potenzial entsprechen?
  • Wer ist die Arbeitgeberin, mit deren Werten du dich identifizieren kannst?
  • Wer sind die Kolleginnen, mit denen du dich im Team wirklich wohl fühlst?
  • Wie sehen die Rahmenbedingungen aus, die zu deiner Lebenssituation passen?

Sabine und ich haben festgestellt, dass genau diese Fragen auch viele Menschen in HR-Funktionen bewegen. Für uns ist ein Teil unseres persönlichen Ikigai, dass wir den perfekten Match für dich finden: die HR-Funktion in genau dem Unternehmen und mit den Rahmenbedingungen, die dir entsprechen.

Ob Arbeitsrecht, Compensation & Benefits, Employer Branding, Head of HR, HR Assistenz, HR Business Partner, HR Controller, HR Manager, Personalentwicklung, Personalverrechnung, Recruiting, Active Sourcing – ob in Wien, Niederösterreich, Kärnten oder Vorarlberg – registriere dich ab sofort und unverbindlich in unserem Portal exklusiv für HR-Jobs und lass dich von deinem perfekten HR Job finden.

Wir sind überzeugt davon, dass Menschen in den für sie perfekt passenden HR-Jobs für eine großartige Candidate und Employee Experience sorgen und so die Welt im Sinne von Ikigai ein Stückchen besser machen.

Probier es aus und registriere dich jetzt, damit dein HR-Job wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia & Sabine

Nächste Woche gibt es meinen ganz persönlichen Jahresrückblick. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Zehn Möglichkeiten, dich im Recruiting zu blamieren

Die goldene Runkelrübe für die schlechteste Personal­marketing­kampagne des Jahres wird mittlerweile nicht mehr verliehen. So etwas in der Art wie die Goldene Himbeere für schlechtesten Filme möchtest du auch nicht erhalten. Falls doch, habe ich hier 10 Möglichkeiten aufgelistet, dich im Recruiting so richtig zu blamieren. 😉

Bewerberinnen machen unzählige Fehler im Bewerbungsprozess: kein Motivationsschreiben, die falsche Schrift, die falsche Uhrzeit, die falsche was auch immer. Was für sie gilt, sollte eigentlich auch für uns gelten, oder wie war das gleich noch mal mit „auf Augenhöhe„? Damit du nicht Gefahr läufst, einen der weniger begehrten Awards zu erhalten, habe ich hier etwas für dich. Diese 10 Dinge führen dazu, dass Bewerbungen gar nicht erst verschickt oder abgebrochen werden bzw. das du dein Unternehmen als Arbeitgeberin nicht den besten Ruf hat.

  1. Du stellst nur Forderungen in deinen Jobinseraten „Wir erwarten, Sie bieten, Sie bringen mit“. Wie sieht das Angebot aus?
  2. Das Jobinserat ist noch auf diversen Jobplattformen zu finden, aber nicht mehr auf deiner Karriere-Website.
  3. Du hast keine Karrierewebsite.
  4. Du hast eine Karrierewebsite, die ist allerdings nicht responsive bzw. mobiloptimiert.
  5. Du schreibst etwas von einer 1 Click oder 1 Minuten Bewerbung aber dann müssen Interessierte doch ein Formular ausfüllen.
  6. Du lässt deine Bewerberinnen im Regen stehen – sie wissen nicht, ob die Bewerbung überhaupt angekommen ist, bis wann mit einer Rückmeldung zu rechnen ist oder schickst keine Absage.
  7. Du hast kein Bewerbungsmanagementsystem.
  8. Du bist zu spät im Kennenlerngespräch.
  9. Du kannst auf fachliche Fragen keine Antwort geben.
  10. Du kannst das Gehaltsmodell nicht erklären.

Vermeide diese 10 Fehler, damit Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße

Claudia

 

Nächste Woche geht es um Ikigai im Recruiting. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Agiles Recruiting

Agiles Recruiting – meine Antwort auf die Frage, wie die Zukunft im Recruiting aussehen wird. Das habe ich schon in einem Blogbeitrag 2017 geschrieben. Bei unserem Online-Event XING Puls haben drei HR-Verantwortliche Einblicke gegeben, wie es ist in einem agilen Unternehmen zu arbeiten und was das für HR Teams bedeutet.

 

Buzzwords in Zusammenhang mit agiler Arbeitsweise gibt es ausreichend, nicht alle sind in HR-Kreisen schon bekannt, wie unsere Abstimmung unter den Teilnehmerinnen zeigt:

Bei Niceshops, dem steirischen Amazon, ist Vertrauen einer der wichtigsten Eckpfeiler. So gibt es zum Beispiel keine Zielvorgaben oder der Dienstvertrag ist nur zwei Seiten kurz.

Christian Moser empfiehlt HR-Verantwortlichen die Ausbildung als Scrum-Master – und offenbar ist diese bzw. die Funktion bereits recht bekannt. So haben zumindest unsere Teilnehmerinnen abgestimmt.

 

Zach Woods Startup GIF by Silicon Valley

 

Andreas Siquans berichtet von HR Circles in der Raiffeisen Software und davon, dass man sich von dem Gedanken verabschieden muss, immer alles unter Kontrolle zu haben. So wird zum Beispiel nicht mehr evaluiert, ob und wie viele Mitarbeiterinnengespräche stattgefunden haben.

Run HR & change HR war das Motto bei ING in Österreich als die agile Arbeitsweise eingeführt wurde. Gabriele Bachowsky berichtete von den Learnings und hat einen wichtigen Hinweis an die Teilnehmerinnen: HR wird ernster genommen, wenn auch das HR-Team agil arbeitet.

Für Recruiting bedeutet dies unter anderem:

Menschen zu finden, die sich auf eine agile Arbeitsweise einlassen, und zwar in allen Funktionen und nicht nur im Softwareentwicklungs-Team. Du musst also deine Auswahlprozesse überdenken, aber auch deine Anforderungen und natürlich die Texte in deinen Job-Inseraten.

Kontinuierlich Feedback erhalten – von Kolleginnen, aber auch von Bewerberinnen und in Formaten wie Retro oder Sprint permanent an einer Verbesserung zu arbeiten. Im Idealfall kannst du so die Candidate Experience kontinuierlich verbessern.

Jobbörsen und agiles Recruiting passt nicht so wirklich zusammen, hier gilt es Lösungen zu finden, die für einen kürzeren Zeitraum als sechs Wochen umsetzbar sind – Social Media Recruiting oder Programmatic Advertising zum Beispiel.

Arbeite und denke agil – damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße,
Claudia 

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