CV Parsing: Definition, Vorteile und Tipps

Was bedeutet CV Parsing, was ist der Vorteil für Recruitingverantwortliche, aber auch für Bewerberinnen und welche Tipps gibt es, damit das Matching gut funktioniert? Für diesen Blogbeitrag habe ich mir Unterstützung geholt und bei Bojan Bozic, CEO eRecruiter, und Wolfgang Gastager, Co-Founder & Managing Director Joinvision, nachgefragt. Ich habe beiden vier Fragen gestellt, auf die du vermutlich auch gerne Antworten hättest. 😉

Was du bei der Auswahl eines Bewerbungsmanagementsystems beachten solltest, habe ich hier schon für dich aufgelistet. Die meisten Systeme verfügen über die Option CV Parsing bzw. CV Matching. Allerdings höre ich von vielen Teilnehmerinnen in meinen Workshops, dass einerseits nicht ganz klar ist, was das genau bedeutet und auch, dass das in der Realität nicht so recht klappt. Hier kommt Hilfestellung.

 

Was ist CV Matching? 

Bojan Bozic: Kurz gesagt bedeutet CV Matching das Abgleichen von Daten, die aus Lebensläufen ausgelesen werden, mit den Anforderungen für eine Position, die besetzt werden soll. Eine erste Auswahl der passendsten Kandidaten wird so deutlich erleichtert und sehr schnell möglich. Umgekehrt kann natürlich auf Basis eines Lebenslaufes nach passenden Stellen in einer Datenbank gesucht werden.

Wolfgang Gastager: Bauer sucht Frau! Also, umgelegt auf das Recruiting: Stellenanzeige sucht passende BewerberInnen. Das CV Matching garantiert dabei eine schnellere und vereinfachte Vorauswahl von passenden KandidatInnen durch KI-unterstützte Abgleichung der gesuchten Skills aus dem Jobinserat mit den angegebenen Fähigkeiten der einlangenden Bewerbungen. Grundvoraussetzung dafür ist ein qualifiziertes Parsing von Beidem im Vorfeld. Jedes Matching ist nur so gut, wie die Daten, die dafür zur Verfügung stehen.

 

Season 2 Episode 3 GIF by Twin Peaks on Showtime

 

Was ist der Vorteil für Recruiterinnen?

Bojan Bozic: Da ein erstes Ranking von Bewerbern für einen Job direkt automatisch erstellt werden kann, hilft CV Matching Recruiterinnen zunächst vor allem, Zeit bei der Vorselektion zu sparen. Außerdem erfolgt das erste Ranking datenbasiert – d.h. völlig neutral und vorurteilsfrei. Die Ergebnisse werden übersichtlich dargestellt und erleichtern die nächsten Schritte im Recruiting Prozess.

Wolfgang Gastager: Adieu langweiliges und zeitintensives Erfassen und Sichten („Durchackern!“) von einlangenden Bewerbungen. Durch das Parsing von Lebensläufen und Stellenanzeigen und dem nachfolgenden Matching sparen Recruiterinnen extrem viel Zeit, um eine erste Vorauswahl zur Verfügung zu haben. Stattdessen können Sie umgehend auf das Wesentliche ihres Jobs fokussieren: Bewerbungsgespräche führen und/oder Assessment-Termine vereinbaren.

 

Was ist der Vorteil für Bewerberinnen?

Bojan Bozic: Bewerberinnen finden durch das CV Matching sehr schnell passende Stellen, die genau zum eigenen Profil passen. Durch das automatische Auslesen von Daten aus dem Lebenslauf wird der Bewerbungsprozess insgesamt für sie bequemer. Im besten Fall ist eine One-Klick-Bewerbung möglich.

Und wie bereits erwähnt können Bewerberinnen bei einem datenbasierten Matching davon ausgehen, dass die Vorselektion absolut fair und unvoreingenommen abläuft.

Wolfgang Gastager: Ein smarter Bewerbungsprozess. Welche Bewerberinnen sind heutzutage noch bereit, sich endlos lang durch Online-Bewerbungsformulare zu klicken. Die Abbruchraten sprechen in diesen Fällen eine deutliche Sprache. Mobil, rasch und einfach muss es gehen. Das erwarten sich die Bewerberinnen in der Zwischenzeit. Stichwort: One-Klick-Bewerbung. Lebenslauf hochladen, klick und die Bewerbung ist auch schon am Weg.

 

Was sollte ich als Recruitingverantwortliche beachten – gibt es Tipps, damit das Matching gut funktioniert?

Bojan Bozic: Neue Technologien können die Vorselektion enorm erleichtern und so den Recruitern mehr Zeit schenken für das, was danach kommt: die persönliche Interaktion. CV Matching basiert auf Daten und Keywords. Aber natürlich ist für eine ideale Besetzung noch mehr wichtig. Passt eine Person ins Team? Wie wirkt sie im Gespräch? Sind neben den fachlichen auch die sozialen Skills vorhanden und spürbar? Aus unserer Sicht werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn Technik und Mensch hier optimal zusammenarbeiten und sich ergänzen.

Wolfgang Gastager: Das Digitalisieren einzelner Prozesse im Recruiting spart enorm viel Zeit und Geld. So lässt sich durch den Einsatz von Parsing und Matching im Bewerbungsprozess deutlich effizienter Recruitieren.  Wesentliche Voraussetzung dafür sind klar formulierte Stellenanzeigen ohne stereotype Formulierungen und Plattitüden, ergänzt um einen smarten Bewerbungsprozess, der mit wenigen Klicks abgeschlossen ist. Klar ist dabei eines: Das Matching ist immer nur so gut, wie die Daten, die dafür zur Verfügung stehen. Soll heißen, auch KI und Algorithmen können aus einem Frosch keinen Prinzen entstehen lassen.

 

Vielen Dank Bojan und Wolfgang für die Infos und Tipps.

Wenn du eine gute Grundlage schaffst, kann dir CV Parsing im Recruiting viel Zeit sparen – damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße 
Claudia 

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5 Faktoren für die Auswahl des idealen Bewerbungsmanagementsystems

Ein Bewerbungsmanagementsystem erleichtert dir deinen Job im Recruiting und sorgt für eine bessere Candidate Experience. Dafür ist es notwendig, die ideale Recruiting Software für dein Unternehmen auszuwählen und dabei solltest du nicht nur auf die Kosten achten. Welche 5 Faktoren du in jedem Fall berücksichtigen solltest, habe ich für dich zusammengeschrieben. 

 

Was ist ein Bewerbungsmanagementsystem? 

ATS (Application Tracking System), Recruiting Software, Talent Aquisition Tool – es gibt verschiedene Begriffe, doch die Aufgabe ist immer gleich: das Bewerbungsmanagementsystem hilft dir, den gesamten Recruitingprozess digital abzubilden. Das kann – systemabhängig:

  • der Freigabeprozess im Recruiting sein,
  • die Erstellung eines Jobinserates,
  • die Verteilung auf verschiedene Suchkanäle,
  • die Kommunikation mit Bewerberinnen,
  • der Austausch mit Hiring Managern,
  • die Dokumentation,
  • die Evaluierung deiner Suchstrategie sein.

Einige Systeme am Markt bieten noch weitere Funktionen wie zum Beispiel: Programmatic Recruiting oder einen Talentepool.

 

Welche Vorteile hat ein Bewerbungsmanagementsystem?

  • Du kannst ein Bewerbungsmanagementsystem auch mit Excel und Outlook abbilden, das ist allerdings nicht so einfach datenschutzkonform abzubilden.
  • Die Möglichkeit mit Vorlagen zu arbeiten, sorgt für eine enorme Zeitersparnis. Einmal gut getextet, kommunizierst du schnell und im Idealfall auch deiner Unternehmenstonalität entsprechend.
  • Personalisierung der Vorlagen und die schnelle Reaktion sorgen für eine bessere Candidate Experience.
  • Kennzahlen, die dir im Recruiting wertvolle Erkenntnisse liefern, hast du auf Knopfdruck.
  • Du behältst immer den Überblick.

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5 Faktoren, die du bei der Auswahl berücksichtigen solltest 

Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Verschaffe dir darüber im Vorfeld Klarheit, indem du die Anforderungen speziell für dein Unternehmen definierst. Auf diese fünf Faktoren solltest du in jedem Fall achten:

  1. Benötigst du eine reine Recruiting Software oder eine HR-Lösung mit anderen Modulen wie zum Beispiel Learning und Development?
  2. Ist in deinem Unternehmen eine SaaS (Software as a Service) oder On-Premise Variante möglich? Diese Frage solltest du unbedingt mit deiner (HR-)IT klären. Persönlich bevorzuge ich SaaS, da die Implementierung und spätere Wartung des Systems meist einfacher ist.
  3. Sind die Recruitingprozesse individuell, pro Funktion adaptierbar?
  4. Hast du die Möglichkeit kleine Änderungen selbst durchzuführen?
  5. In wie vielen Sprachen soll das E-Recruiting Tool sowohl unternehmensintern, als auch für Bewerberinnen bedienbar sein?

Es gibt noch zahlreiche Faktoren, die bei deiner Entscheidung eine Rolle spielen werden. Überlege dir, welche Anforderungen du für die unterschiedlichen Funktionen benötigst. Ist Videorecruiting zum Beispiel ein Thema? Für eine erste Vorauswahl von Recruiting Systemen kannst du aber auf meine fünf Fragen zurückgreifen.

Wenn du wissen möchtest, welche E-Recruiting Tools andere Recruitingverantwortliche in Österreich einsetzen, dann schau auf Recruiting Insider vorbei. Du bekommst schon bald alle Infos, die du brauchst.

Setze auf das richtige Bewerbungsmanagementsystem damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße 
Claudia 

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Motivationsfaktor Geld – oder doch Sinn?

Geld oder Sinn? Was sind wirklich die Motivationsfaktoren, wenn Menschen nach neuen Jobs suchen? Je nachdem welche Studie/Umfrage dir gerade in deinen E-Mail-Posteingang geflattert ist, heißt es mal so, mal so. Was es mit diesen unterschiedlichen Aussagen auf sich hat und wie du das Wissen im Recruiting gezielt einsetzen kannst, verrate ich dir in diesem Blogbeitrag. 

 

„Geld ist kein ausreichender Motivationsfaktor mehr“

Um die eigenen Mitarbeiterinnen für Empfehlungen zu begeistern, glauben 78% der Unternehmen, dass Bargeldprämien die effektivste Vergütung für eine erfolgreiche Empfehlung sind. Die Mehrheit vergibt einen Betrag von 1.001-2.000 EUR. Es zeigt sich, dass die Prämienhöhe jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Empfehlungs- und Bewerber-Rate hat. Geld ist eben nicht alles. In nicht-monetären Prämien schlummert daher ein großes Potential. 21% der Unternehmen vergeben bereits zusätzliche Urlaubstage oder Gutscheine.  

So heißt es in der Umfrage von Firstbird aus dem Sommer 2020, wohl bezogen auf das Thema Prämie für Mitarbeiterinnen-Empfehlung, daraus kann man aber sicher auch grundlegende Infos ableiten. 

 

„Geld ist nicht alles“
Heißt es auch in den Ergebnissen der Umfrage von karriere.at – ebenfalls aus dem Sommer 2020 

Allerdings geben mehr als 50 % der Befragten an, dass ein höheres Gehalt, an der Spitze der Gründe für die Wechselbereitschaft steht. 

Money Talks GIF by memecandy 

Eindeutig auf Sinn setzt Nicole in ihrem Beitrag Mensch in der Krise: Was wollt ihr wirklich, wirklich?
So schreibt sie unter anderem:
 

Das sehe ich auch in meinen „Arbeit mal anders“-Workshops: hier setzen sich Menschen oft erstmals nach vielen Jahren in mehr oder minder frustrierenden Jobs damit auseinander, was sie – frei nach New Work Begründer Frithjof Bergmann – „wirklich, wirklich wollen“, was sie antreibt, wann sie Flow im Tun erleben und wie sie ihre Stärken, Interessen und ihre Motivation mit Arbeit im weitesten Sinne in Einklang bringen.  

Also was jetzt? Geld oder Sinn? Wonach suchen die Menschen denn wirklich? 

Die Antwort lautet – Trommelwirbel – beides!
Nicht unbedingt zur selben Zeit und das kann sich auch ändern, aber im Großen und Ganzen gibt es genau zwei Motivationsfaktoren, wenn es um die Jobsuche geht 

  1. Ich will (viel) Geld verdienen
  2. Ich will einen sinnvollen Job

Je nachdem, in welcher Lebensphase, in welchen Umständen, in welcher privaten Situation ich mich gerade befinde, wird Geld mehr oder weniger in meine Entscheidungsfindung für oder gegen einen Job einfließen. 

Je nachdem für welche Funktion jemand gesucht wird, kann Geld der wichtigste Motivationsfaktor sein (im Sales zum Beispiel), oder auch der Beitrag, den ich zur Gesellschaft leiste (als Lehrende zum Beispiel). 

Möglicherweise bin ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen, wo ich es mir schlicht und einfach „leisten kann“ weniger auf das Gehalt und mehr auf eine sinnerfüllende Tätigkeit zu achten. 

Je weniger Gehalt ich verdiene, desto eher spielt es eine Rolle, wenn ich in einem anderen Unternehmen mehr für meine Leistung bekommen kann. 

Je mehr Gehalt ich verdiene, desto eher kann ich es mir leisten, mir auch die Sinnfrage zu stellen. Klick um zu Tweeten

Je weniger gut bezahlt ein Job ist, desto wichtiger sind zum Beispiel die Benefits, die es in deinem Unternehmen gibt. Stell dir einmal vor, du bietest das gleiche Gehalt wie das Nachbarunternehmen, zahlst aber zusätzlich noch für Kinderbetreuung, das Jobticket oder auch eine private Pensionsvorsorge. 

Genau diese Überlegungen sollten in den Text für dein Jobinserat einfließen und je nachdem welche Zielgruppe du ansprichst, bringst du entweder das Gehalt oder den Sinn in den Vordergrund. Das kann in deinem Unternehmen, je nach Funktion, auch einmal so und einmal so sein. 

Wie siehst du das eigentlich mit deinem Job im Recruiting? Steht da das Gehalt oder die Tätigkeit im Vordergrund?

Denke an die Motivationsfaktoren damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße
Claudia 

 

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Außergewöhnliche Benefits

Die Möglichkeit zu Home-Office, das neueste Mobiltelefon oder gratis Kaffee sind Benefits, mit denen Unternehmen in ihren Stelleninseraten oder auf der Karrierewebsite um neue Mitarbeiterinnen werben. Vielen Jobsuchenden entlockt das längst kein müdes Lächeln mehr, denn diese Benefits zählen bereits zum Standard. Das Jobticket der Wiener Linien, ein Betriebskindergarten oder die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro zu bringen, sind Benefits, die nicht mehr überall zu finden sind.

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Nur sehr wenige Unternehmen in Österreich bieten ihren Mitarbeiterinnen 6 Wochen Urlaub, die 30 Stunden Woche bei vollem Gehalt oder wirklich völlige flexible Einteilung der Arbeitszeit – dabei wären gerade das Maßnahmen, die sofort für mehr Bewerbungen sorgen könnten (lassen wir das Thema Arbeitszeitgesetz einmal kurz außen vor). 

Ich bin innerhalb weniger Tage auf zwei Artikel bzw. Podcasts gestoßen, die eher ungewöhnliche Benefits von Unternehmen für Mitarbeiterinnen präsentiert haben. Dadurch angeregt, habe ich recherchiert und einige sehr spannende Ideen gefunden. 

Die zwei erwähnten Beispiele, zählen auch zu meinen persönlichen Highlights. Ich kann und will sie dir also keinesfalls vorenthalten: 

  1. Hundekarenz (pawternity leave) – eine schottische Brauerei schenkt frischgebackenen Hundeeltern eine Woche Hundekarenz (kein Scherz – hier der Beweis):


    Quelle: Twitter
    Warum du die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu bringen in deinen Recruitingprozess involvieren   solltest, habe ich in diesem Blogbeitrag schon für dich zusammengefasst.
  2. Das zweite Beispiel ist von einem mittelständischen Unternehmen in den USA. Hier wurden die Mitarbeiterinnen gefragt: „Was würde dir dein Leben so wirklich erleichtern?“. Als Antwort erhielten sie von den meisten: „Jemand, der mir verschiedene Erledigungen abnimmt, eine persönliche Assistenz“. Genau das wurde eingeführt. 4 Stunden pro Woche gibt es die Möglichkeit, diverse Aufgaben wie zum Beispiel die Vereinbarung von Arztterminen oder die Abholung von Einkäufen, das Besorgen von Geschenken oder völlig andere Dinge einfach auszulagern. Alternativ dazu, gibt es auch die Möglichkeit einen Reinigungsservice für die Wohnung oder das Haus zu buchen.

Welche coolen und teilweise außergewöhnlichen Benefits gibt es noch? 

  • Babysitter Pool 
  • Coaching oder Beratung auch für persönliche Anliegen 
  • Höhenverstellbare Schreibtische (im Büro oder auch im Home-Office) 
  • Laufband, das während der Arbeit genützt werden kann – Walkolution* zum Beispiel
    Da es in diesem Blogbeitrag über das Thema Benefits geht, habe ich hier einen Benefit für dich: Mit diesem Gutscheincode 7OT2QE7UMQQFQ erhältst du 10% Rabatt auf ein Walkolution Produkt deiner Wahl. Da werden deine Meetings künftig sicher dynamischer. 😉 
  • Beratung bei der persönlichen Finanzplanung 
  • Stundenkontingent für ehrenamtliche Tätigkeit
  • Firmenfahrrad oder E-Bike 
  • Friseur, Barber Shop oder Kosmetikbehandlungen 
  • Gesundes Essen oder Snacks 
  • Lieferung und Kühlmöglichkeit von Lebensmitteln an den Arbeitsplatz 
  • Massage 
  • Napping Rooms 
  • Private Krankenversicherung 
  • Paketannahme und die Möglichkeit zur Rücksendung 
  • Putzerei Service 
  • Weiterbildungsmaßnahmen, die frei wählbar sind und vielleicht gar nichts mit dem Job oder dem Fachgebiet zu tun haben, sondern eher den persönlichen Interessen entsprechen 

Update: 

Kurz nachdem ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, hat ein Mitglied unserer Facebook Gruppe HR Austria gefragt, welche außergewöhnlichen Wünsche man gerne für Mitarbeiterinnen verwirklichen würde. Es wurden noch zwei genannt, die ich unbedingt auf die Liste mit aufnehmen muss: 

  • Einen eigenen Barista anstellen, der mit mobilem Kaffeewagen von Büro zu Büro fährt 
  • Kennenlernen mit einem Idol zum Beispiel Musikerin oder Sportlerin 

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll dir lediglich als Inspiration dienen. Das eine oder andere kann man sicherlich auch in deinem Unternehmen anbieten. 

Fragst du deine Mitarbeiterinnen, welche Maßnahmen ihnen das Leben wirklich erleichtern würden? Welche Benefits würdest du dir denn ganz persönlich wünschen?

Richtig gute Benefits helfen nicht nur im Recruiting und Employer Branding, sie unterstützen auch dabei, Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu halten und sorgen für eine positive Employee Experience

Benefits müssen nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein, aber die eine oder andere Maßnahme sollte es in deinem Unternehmen geben damit Recruiting wieder einfach wird. 

 

Herzliche Grüße
Claudia 

 

Nächste Woche geht es um den Motivationsfaktor Geld. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider  und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

*Der Link zu Walkolution ist ein Affiliate Link. Das bedeutet, wenn du ein Produkt kaufst, dann zahlst du den Preis wie angegeben (vergiss nicht auf meinen Gutscheincode) und ich erhalte eine Provision. Diese wird von mir an gemeinnützige Vereine meiner Wahl gespendet. 

 

5 TedTalks, die du als Recruiterin kennen solltest

Recruiting mittels TedTalk? Ja das kann funktionieren, dafür müssen wir allerdings gemeinsam eine richtig gute Kampagne aufsetzen, das dauert ein wenig. Jetzt gleich habe ich hier fünf kurze Ted Talks, die deinen Recruiting-Job bereichern werden und dir jedenfalls wieder neue Inspiration und Erkenntnisse liefern.

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How do our brains process speech
Garteh Gaskell, Dauer 3:54, Juli 2020

Sprachsuche (Voice Search) ist ein Thema, mit dem wir uns im Recruiting schon sehr bald auseinandersetzen müssen. Dazu sollten wir verstehen, wie unser Gehirn Sprache versteht. Genau darum geht es in diesem TedTalk. Die Erkenntnisse kannst du allerdings auch gut für Print- oder Online-Inserate nützen.

Zum TEDx-Talk von Gareth Gaskell

 

How to make faster decisions
Patrick McGinnis, Dauer 4:53, Dezember 2019

Recruiting bedeutet immer weniger auszuwählen, sondern vielmehr eine Entscheidung zu treffen. Beginnend bei der Wahl deiner Recruitingkanäle bis hin zur künftigen Mitarbeiterin. Patrick McGinnis zeigt Techniken, wie man die Angst vor der falschen Entscheidung reduziert. Seine Anleitung für das Treffen von Entscheidungen mit hoher Relevanz kannst du perfekt an deine Führungskräfte weitergeben.

Zum TEDx-Talk von Patrick McGinnis

 

5 ways to create stronger connections
Robert Reffkin, Dauer 2:53, Februar 2020

Technologisch sind wir besser in der Lage zu kommunizieren als je zuvor. Allerdings wird die Art der Kommunikation immer unpersönlicher. Robert Reffkin verrät uns fünf Möglichkeiten, dies schnell umzusetzen. Besonders Nummer zwei gefällt mir sehr gut (Stichwort Onboarding). Alle anderen kannst du sowohl im Recruiting als auch im Active Sourcing einsetzen und für eine tolle Candidate Experience sorgen.

Zum TEDx-Talk von Robert Reffkin

 

What I learned from 32 grueling interviews
Ashwini Mrinal Bhagat, Dauer: 8:01, November 2014

Perspektivenwechsel hilft immer. Ashwini Mrinal Bhagat, heute selbst in HR tätig, erzählt von ihrer Erfahrung als Bewerberin. Dieser TedTalk ist aus dem Jahr 2014 aber ich fürchte, wir finden auch heute noch genügend Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Zum TEDx-Talk von Ashwini Mrinal Bhagat

 

The secret to giving great feedback
LeeAnn Renninger, Dauer: 4:48, Jänner 2020

Absagen erteilen ist für viele Recruitingverantwortliche der Part des Jobs, der nicht gerade heiß begehrt ist. LeeAnn Renninger gibt hier eine 4 Schritte Formel weiter, mit der das künftig vielleicht nicht mehr so schwer fällt.

Zum TEDx-Talk von LeeAnn Renninger

 

Welcher TedTalk hat dich am meisten inspiriert?

Meine Erfahrungen als Bewerberin haben dazu geführt, dass ich heute als Recruiting-Strategin arbeite, damit Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia

P.S.: Wenn du noch ein paar Minuten Zeit hast, dann sieh dir am besten meinen Online-Vortrag „Recruiting mit TikTok“ an.

 

 

Diskriminierung im Recruiting

Bisher waren meine Beiträge in den Sommermonaten vor allem als Inspiration gedacht und eher leicht zu lesen (auch mal am Strand oder auf der Terrasse) – Diskriminierung im Recruiting ist im Vergleich dazu vielleicht nicht die leichteste Sommerlektüre. In diesem Blogbeitrag möchte ich aber ein Versprechen einlösen: Nämlich mich mehr dem Thema Diskriminierung zu widmen und dir zu helfen, künftig möglichst diskriminierungsfrei im Recruiting zu agieren.

Möglichst diskriminierungsfrei, weil ich überzeugt bin, dass es selbst mit den besten Absichten eigentlich nicht möglich ist, komplett vorurteilsfrei – ohne Bias – zu agieren. Eva Stock hat das in ihrem Blogbeitrag „Sind wir nicht alle ein bisschen rassistisch?“ wunderbar formuliert.

Bei meinen Vorträgen und Workshops zu Social Media Recruiting und Active Sourcing kommen die Worst Practise Beispiele besonders gut an, mir ist es aber wichtig zu zeigen, wie man Recruiting besser und origineller machen kann. Dazu gehört es auch, die weniger lustigen Themen konkret anzusprechen. Mir wurden nach der Veröffentlichung des Blogbeitrags zu Rassismus im Recruiting unzählige Beispiele geschickt von – keine große Überraschung – ausschließlich Frauen, die entweder als Bewerberin, aber auch als Recruitingverantwortliche diskriminierende Erfahrungen gemacht haben. Ein paar davon habe ich hier für dich zum Nachlesen:

  • In einem Modeunternehmen wurden Bewerbungen nach „hübsch“ und „hässlich“ gefolgt von „dick“ und „schlank“ selektiert. Man wollte im Unternehmen ausschließlich schöne Menschen (eigentlich schöne Frauen) haben. Auch wenn jemand die passende Erfahrung mitgebracht hat aus der gleichen Branche, wurde dieser Person abgesagt.
  • Eine weibliche Führungskraft hat nach den Kennenlerngesprächen zu mir gesagt: „Also die erste Kandidatin ist so dünn, die ist vermutlich magersüchtig. Somit nicht stressresistent, das geht nicht. Die zweite ist dick also undiszipliniert, das geht auch nicht.“
  • Ein ehemaliger Chef hat hübscheren Frauen den Vorzug gegeben. Er wollte nur schöne Frauen um sich haben. Er hat sogar extra einen Schuhschrank bauen lassen für High Heels, damit alle um ihn herumstöckeln.
  • Ein Geschäftsführer eines bekannten Unternehmens hat mich im Bewerbungsgespräch gefragt, wie ich so zu meiner großen, privaten Veränderung stehe. Die Frage zielte auf meinen anstehenden 30. Geburtstag ab und die dazu gehörende „biologische Uhr“. Er meinte, dass er mich zwar toll findet, aber er möchte jemand langfristig haben, und nicht jemanden, der beginnt um dann nur mehr Teilzeit zu arbeiten.
  • Ich werde sehr oft nach meiner Herkunft gefragt. Woher ich denn „ursprünglich“ kommen würde. Klar, man kann meinen Nachnamen nicht direkt zuordnen, aber manchmal ist es schon ein bisschen irritierend, wenn man das im Bewerbungsgespräch vom Bewerber gefragt wird… auf die Frage, ob es noch Fragen gibt. 😉 Wenn ich antworte, dass ich aus Graz, Steiermark komme, werde ich zum Teil gefragt, wo meine Wurzeln liegen und woher meine Eltern kommen. Der Grat zwischen Interesse und damit verbundenen Vorurteilen ist irgendwie sehr schmal, und manchmal ist das einfach eine unangenehme Situation. Aber dennoch kommen solche Dinge im Alltag häufig vor, wahrscheinlich ohne dass man sie direkt wahrnimmt.
  • In Bewerbungssituationen hab ich gemerkt, wie sehr Frauen eigentlich diskriminiert werden – und zwar systematisch. Immer wieder fiel mir auf, wie dennoch eine Frage zu meiner Familienplanung unausgesprochen im Raum stand, die die Recruiter nicht stellten, obwohl sie es eigentlich unbedingt wissen wollten. Und dann hab ich es ausprobiert und einfach gesagt: „Ich bin übrigens mit einer Frau zusammen.“ Wumm!!! Die Erleichterung konnten die gut trainierten und erfahrenen Recruiter nicht verbergen. Es war offensichtlich, dass die Recruiter glaubten, dass über einer kinderlosen Frau Ende 30 die Störche wohl schon kreisen müssten. Im Übrigen kenne ich viele lesbische Paare mit Kindern, aber das scheint ja so manchen Horizont zu übersteigen. Mir war klar, dass ein ungewöhnlich frühes Outing mich vor dieser Art von Diskriminierungen schützt, aber ich finde es trotzdem traurig, womit wir Frauen uns ständig herumschlagen müssen.
  • Der Eigentümer einer Personalberatungsfirma fragte mich, ob ich wohl einen gut verdienenden Mann hätte, weil mein Job (in seiner Firma) am Anfang kaum was abwerfen würde.

Hast du diskriminierende Situationen auch schon erlebt? Als Bewerberin oder auch als Recruitingverantwortliche? Wie gehst du damit um? Klick um zu Tweeten

Bitte schreib mir, ich möchte diese Erfahrungen gerne regelmäßig veröffentlichen (natürlich anonym). Nicht, um jemanden an den Pranger zu stellen, sondern damit wir voneinander lernen können. Meine Hoffnung ist, dass wir dadurch alle aufmerksamer werden – damit Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Du möchtest meinen nächsten Blogbeitrag nicht verpassen?  Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.