Du brauchst keine Recruiter-Lizenz, um auf LinkedIn Mitarbeiter:innen zu finden. Für die meisten reicht das kostenlose Profil – wenn du weißt, was es kann. Hier ganz einfach der Überblick, was Recruiter Lite, Premium und Job Slots kosten und wann sich das überhaupt auszahlt.
LinkedIn Recruiter Lite
Kosten
1 Monat gratis testen (Kreditkarte nötig), danach ab 152,70 Euro pro Monat ohne MwSt., monatlich kündbar.
Geeignet für
Unternehmen, die laufend zusätzlich oder ausschließlich via LinkedIn rekrutieren möchten und im Schnitt einen Job pro Monat über diesen Weg veröffentlichen wollen.
Zweck
Gezielt die richtigen Kandidat:innen finden und persönlich ansprechen durch
Kontaktaufnahme mit Personen außerhalb des eigenen Netzwerks, also außerhalb der eigenen direkten Kontakte, mit 30 Direktnachrichten („InMails“) pro Monat
Vorlagen speichern für die persönliche Kontaktaufnahme
Zugriff auf Kontakte außerhalb des eigenen Netzwerkes
Suchfilter und intelligente Suchvorschläge
Suchbenachrichtigungen bei passenden Kandidat:innen
Täglich automatische Empfehlungen von Kandidat:innen
Recruiter Lite-Plattform für Verwaltung und Tracking von Ausschreibungen („Projekten“) samt eingegangener Bewerbungen
Uneingeschränkte Personensuche
Kostenlose LinkedIn-Stellenanzeige schalten. Ohne extra Bewerbung als Anzeige außerhalb des eigenen Netzwerks. Diese wäre kostenpflichtig.
Anzeigenanalysen
Gehaltsvergleich
Kurse von LinkedIn Learning gratis nutzen
Mein Tipp
Wenn du innerhalb des Probemonats kündigst, bietet dir LinkedIn im Kündigungsprozess unter Umständen einen Retention-Rabatt von 50 % auf die Folgemonate an. Voraussetzung ist meist die Auswahl eines entsprechenden Kündigungsgrundes wie „zu teuer“. Dadurch könnte dann auch der Monatspreis gesenkt werden. Am besten leitest du die Kündigung direkt nach Abschluss des Testabos ein. Sämtliche Premium-Funktionen bleiben dir trotz sofortiger Kündigung bis zum Ablauf des kostenlosen Probemonats in voller Höhe erhalten. (Stand Oktober 2026)
LinkedIn-Recruiter-Lizenz als Upgrade
Ein Upgrade auf den größeren Bruder des Lite, den Recruiter, bringt vor allem 100 statt 30 InMails pro Monat und mehr automatische Benachrichtigungen bei einem Match mit Profilen potenzieller Kandidat:innen. Darüber hinaus bietet der LinkedIn Recruiter die Möglichkeit, im Team gemeinsam via Dashboard auf das Tool zuzugreifen. Für die konkreten Kosten und Rahmenbedingungen eines Upgrades auf diese oder auf die noch größere, die „Corporate“ Variante, verlangt LinkedIn mittlerweile, sich an das Verkaufsteam zu wenden. Das gilt ebenso für den Kauf eines sogenannten „Job Slots“ (siehe weiter unten) und auch für das Schalten kostenpflichtiger Anzeigen.
Mit welchem LinkedIn-Profil kannst du den LinkedIn Recruiter nutzen?
Du kannst den RecruiterLite über deinen persönlichen Account buchen. Dadurch scheinst du als Absender:in aller Direktnachrichten auf und hast Zugriff auf Personen außerhalb deines eigenen Netzwerkes.
Das Unternehmensprofil
Bevor du startest, prüfe und aktualisiere unbedingt dein Unternehmensprofil. Es muss mit möglichst treffenden Worten beschreiben, warum es aus Sicht von Bewerber:innen interessant wäre, bei deinem Unternehmen zu arbeiten. Verwende dafür zusätzlich bis zu drei passende Hashtags. Am besten lässt du dich dabei von Fragen inspirieren, die Bewerber:innen in Kennenlerngesprächen immer wieder stellen. Das ist die beste Quelle, um herauszufinden, was unbedingt in dein Profil gehört und wofür du die Hashtags einsetzen solltest.
Weitere Möglichkeiten zur Nutzung von LinkedIn im Recruiting
Eine (auch kostenlos mögliche) LinkedIn-Stellenanzeige und Job Slots sind weitere Recruiting-Angebote von LinkedIn.
Die LinkedIn-Stellenanzeige
Du bezahlst dabei für die Anzahl der Kandidat:innen, die sich die Stellenanzeige ansehen. LinkedIn sagt dir bei der Anlage im Vorfeld, mit wie vielen Bewerber:innen und mit welchen Kosten du ungefähr rechnen kannst. Deine Anzeige landet dann in personalisierten E-Mails und via Push-Benachrichtigungen bei relevanten Kandidat:innen.
Eine LinkedIn-Stellenanzeige kostenlos für maximal 14 Tage und ohne Premium-Profil oder Recruiter-Paket bei LinkedIn schalten? Das geht immer noch! Schau dir dazu mein Video auf Recruiting TV an. Du benötigst dafür ebenfalls ein Unternehmens- und ein persönliches Profil.
Einer der wesentlichsten Vorteile von LinkedIn Stellenanzeigen, im Gegensatz zu anderen Jobplattformen, ist die Möglichkeit, das Budget variabel zu gestalten. Du kannst also selbst bestimmen, wieviel dir eine Anzeige „wert“ ist. Hier wird das Preismodell sehr übersichtlich dargestellt.
Job Slots
Job Slots sind Stellplätze für deine Jobinserate. Du kaufst zum Beispiel fünf Slots für ein Jahr und hast dadurch die Möglichkeit, zeitgleich maximal 5 Stellenanzeigen zu veröffentlichen.
LinkedIn-Job-Slots bringen Möglichkeiten zur Verwaltung von Stellenanzeigen. Zusätzlich erhältst du Empfehlungen für Kandidat:innen und es können Bulk-E-Mails zu Absage verschickt werden. Darüber hinaus bieten Job Slots weitere Funktionen für eine Zusammenarbeit im Recruiting-Team, zum Filtern und Sortieren von Bewerber:innen sowie Automatisierungen für die Veröffentlichung von Anzeigen. InMails an potenziell passende Personen können aber trotzdem nur mit dem LinkedIn Recruiter (Lite) verschickt werden, sofern einer gebucht wurde.
LinkedIn Premium
Premium Modelle sind bei LinkedIn alle, die nicht kostenfrei sind. Derzeit gibt es vier unterschiedliche:
Career
Business
Sales Navigator
Recruiter Lite
Recruiter (nur über das Sales-Team buchbar)
Du kannst die Premium-Funktion kostenfrei für einen Monat testen. Hier findest du einen guten Überblick über die unterschiedlichen Funktionen der LinkedIn Konten.
Der größte Unterschied besteht in der Anzahl der sogenannten InMails, also Dirketnachrichten, die du über LinkedIn versenden kannst. Mit einem Premium-Account kannst du diese auch an Menschen senden, mit denen du (noch) nicht vernetzt bist.
Die Business-Lizenz kostet derzeit 52,49 EUR pro Monat, inklusive Mehrwertsteuer bei jährlicher Zahlung. (Stand Oktober 2026)
LinkedIn-Lizenzen und Preismodelle – mein Fazit
LinkedIn ist als Social Business Network fürs Recruiting nicht mehr wegzudenken. Nicht immer ist es notwendig und sinnvoll, für Profile und Lizenzen zu bezahlen. Ich habe dazu vor einiger Zeit auch schon ein Video auf YouTube erstellt in dem ich beschreibe, warum es nicht zwingend nötig ist, eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft zu erwerben um LinkedIn im Recruiting erfolgreich zu nutzen.
Das hängt vor allem davon ab, wie viele potenzielle Mitarbeiter:innen du auf LinkedIn finden kannst und lässt sich einfach über die Suchfunktion erforschen.
Herzliche Grüße
Claudia
Häufige Fragen
Kann ich LinkedIn fürs Recruiting kostenlos nutzen?
Ja. Suche, Vernetzung, Unternehmensseite und ein Jobinserat mit begrenzter Laufzeit funktionieren ohne Lizenz. Bezahlt wird erst, wenn du InMails an Menschen außerhalb deines Netzwerks schicken oder mehrere Jobinserate gleichzeitig schalten willst.
Was ist der Unterschied zwischen Recruiter Lite und Recruiter?
Recruiter Lite läuft über dein persönliches Profil und bietet eine begrenzte Zahl an InMails pro Monat. Recruiter ist die Unternehmenslösung mit mehr InMails, Teamfunktionen und erweiterter Suche – und nur über den LinkedIn-Vertrieb erhältlich.
Lohnt sich Recruiter Lite für ein kleines Unternehmen?
Nur, wenn deine Zielgruppe tatsächlich auf LinkedIn ist und du regelmäßig aktiv suchst. Für eine Stelle alle paar Monate reicht das kostenlose Profil plus ein gutes Jobinserat.

