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Claudia Lorber
Claudia Lorber, Recruiting Strategin aus Wien

„Wie würden Sie mir diesen Kugelschreiber verkaufen?“

Erstes Bewerbungsgespräch meines Lebens. Eine Bank. Die Recruiterin schaut mich an und stellt diese Frage.

Ich hatte mich nicht in einem Schreibwarengeschäft beworben.

Jahre später saß ich selbst auf der anderen Seite des Tisches und habe verstanden, was die Frage sollte. Die Absicht war okay. Die Umsetzung war Mist.

Und das ist eigentlich schon die ganze Geschichte des Recruitings in Österreich: Die Absicht stimmt fast immer. An der Umsetzung hapert es.

Den Job hätte ich übrigens bekommen. Ich hab abgelehnt. Ich hatte keinen Bock, Kugelschreiber zu verkaufen.

„Aha, Sie waren auf der Knödelakademie.“

Andere Bank, anderes Gespräch. Ein honoriger älterer Herr im Vorstandsbüro, so groß, dass man fast ein Echo gehört hat. Am Schreibtisch: nichts. Wirklich nichts.

Eine Stunde hat er mich warten lassen. Dann in aller Ruhe meinen Lebenslauf gelesen. Und dann kam seine erste Frage: „Aha, Sie waren auf der Knödelakademie. Lernt man da auch was anderes außer Kochen?“

Ich war jung und brauchte das Geld … ah nein, das ist eine andere Story. Ich hab mich nicht getraut, irgendwas zu sagen. Hab nur dagesessen und gelächelt.

Heute weiß ich: Ein Gespräch entscheidet in beide Richtungen. Auch die Person dir gegenüber entscheidet gerade über dich.

2008 war ich selbst arbeitslos.

Wirtschaftskrise. Ich, Recruiterin, plötzlich auf der anderen Seite des Tisches. Monatelang auf Jobsuche.

Diese Monate haben mich mehr geprägt als jede Weiterbildung, die ich je gemacht habe. Nicht, weil ich so viel gelernt hätte. Sondern weil ich fassungslos war.

Wie stümperhaft das läuft. Wie wenig wertschätzend. Wie intransparent.

Ich hab damals beschlossen, dass ich das anders mache. Besser für alle Beteiligten: Bewerber:innen, Führungskräfte und Recruitingverantwortliche.

Claudia Lorber im Portrait

Kommt dir irgendwas davon bekannt vor?

01

Die Stelle ist seit vier Monaten offen und die Geschäftsführung fragt jede Woche nach.

02

Ihr habt das Inserat dreimal überarbeitet. Es kommen trotzdem keine Bewerbungen oder nur welche, die nicht passen.

03

Jemand sagt „wir müssen mehr auf Social Media machen“, und niemand weiß, was das konkret heißt.

04

Du sitzt in Gesprächen, in denen du eigentlich schon nach fünf Minuten weißt, dass es nichts wird und redest trotzdem eine Stunde weiter.

05

Ihr sucht händeringend Frauen für eine Position und es bewirbt sich keine einzige.

Das sind die Situationen, in die ich gerufen werde. Und in den meisten Fällen liegt die Lösung näher, als alle denken.

Und was machst du jetzt eigentlich alles?

Recruiting Strategin

Gründerin & Geschäftsführerin der Recruiting Insider GmbH

Co-Founderin & Veranstalterin von HRperol.Events

Speakerin, Autorin & Bloggerin

Claudia Lorber vor der Recruiting-Insider-Wand

Lektorin & Lehrgangsleiterin

Kooperationen

Selfie Queen

Klingt nach viel. Ist es auch.

Aber es geht immer um eines: Recruiting.

Von der Reinigungskraft bis zum Rektor.

In über 20 Jahren habe ich jede offene Stelle besetzt, die ich begleitet habe. Inhouse, im Interim-Recruiting, als externe Beraterin. Jede.

Seit 2014 selbstständig. Seit 2015 blogge ich über Recruiting und HR. Seit über zehn Jahren unterrichte ich.

Studiert habe ich Publizistik und danach HR-Management mit Schwerpunkt Arbeitsrecht. Der Weg ins Recruiting war nicht geplant und trotzdem die beste Entscheidung.

Claudia Lorber bei einem Vortrag auf der RecruiTech in Budapest
Claudia Lorber als Speakerin beim Recruiting Bootcamp

Und wenn ich auf der Bühne stehe?

Dann schaut niemand aufs Handy. Außer, um ein Foto zu machen.

Zu den Vorträgen
Claudia Lorber mit Cowboyhut

Und sonst?

  • Ich tanze. Zugegebenermaßen auf vielen Hochzeiten. Und ehrlich: Ich liebs.
  • Ich boxe. Regelmäßig, und mit mehr Begeisterung als Technik.
  • Ich gehe auf Konzerte. Viele (ja ich war auch bei Helene).
  • Ich arbeite manchmal von Mallorca aus. Nicht, weil es dort schöner ist, sondern weil es geht.
  • Und ich mache Selfies. Bei jedem Workshop, bei jedem Event, mit jeder Gruppe. Manche halten das für ein Hobby. Ich halte es für Dokumentation.

Viele glauben ja, ich mache hauptberuflich Selfies. Keine Ahnung wieso. Haha.

Claudia Lorber lachend am Laptop

Wenn du bis hierher gelesen hast, weißt du jetzt ungefähr, was dich erwartet.

Klartext, Fachwissen und die eine oder andere unbequeme Frage. Dafür keine Buzzwords, keine Reifegradmodelle und keine Folien, die niemand versteht.

Für Konferenzen, Fachtagungen, Kundenevents, Inhouse-Trainings und Kooperationen.

Lass uns reden.