Ausbildertag 2019 – meine 7 Learnings

|
Events

Recruiting und die Ausbildung von Lehrlingen ist offenbar ein Thema, das Ausbildungsverantwortliche in ganz Österreich beschäftigt. An 2 Tagen – einmal im Februar, einmal im Juni – haben mehr als 130 Personen am Ausbildertag teilgenommen, eine Mischung von Menschen in HR-Funktionen und Ausbildungsverantwortlichen. Ich war nicht nur als Speakerin, sondern auch als Zuhörerin vor Ort dabei und habe die Top-Learnings in aller Kürze zum Nachlesen zusammengefasst.

Neben der Moderation kam der erste Vortrag von Robert Frasch (lehrlingspower.at) zu „Generation Z – So tickt die Jugend heute“. Zur Einstimmung gab es ein kurzes Video zum Thema „Welches Image hat die Lehre?“ der Medienwerkstatt Linz:

Ja, ich durfte auch wieder ein paar Statements abgeben und zwar zu Digital Recruiting. Im Lehrlingsrecruiting haben wir es mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu tun: nämlich den Jugendlichen und den Eltern. Diese bewegen sich auf unterschiedlichen Plattformen und kommunizieren anders. Deshalb sollten wir uns fragen, wenn wir zum Beispiel ein Video produzieren – wenden wir uns damit an die Jugendlichen direkt oder an die Eltern?  
Auf meinem YouTube Kanal gibt es eine Playlist mit Recruiting-Videos.


Meine Learnings

  • Die Lehre hat immer noch einen schlechten Ruf, denn die meisten Eltern wollen, dass ihre Kinder studieren.  
  • Das Ansehen einzelner Lehrberufe kann durch gezielte Maßnahmen verbessert werden: So ist in der Schweiz der Pflegeberuf der drittbeliebteste, in Deutschland rankt Altenpflege auf Platz 4.  
  • Rauchfangkehrer war der erste Lehrberuf in Österreich, aktuell gibt es mehr als 200, wirklich bekannt sind allerdings nur ca. 10. 
  • Jugendliche machen alles auf ihrem Smartphone: spielen, kommunizieren, lernen und eben auch bewerben. 
  • Lehrlinge müssen in den Recruitingprozess von Lehrlingen eingebunden werden oder diesen gleich komplett eigenverantwortlich übernehmen, das hat einen positiven Effekt bei der Integration der neuen Lehrlinge ins Unternehmen. 
  • Schulen Sie Ihre Lehrlinge, was den Umgang mit Social Media angeht, geben Sie anschauliche Praxisbeispiele. 
  • Ausbilderinnen sind nicht immer cool und sollten auch nicht so tun als ob. YouTuber können als Influencer agieren wie hier Puuki für Rewe:

Wer also potenzielle Lehrlinge ansprechen möchte, sollte auf jeden Fall digitalen Plattformen den Vorzug geben und dort zielgruppengerechten Content schaffen. Als Testimonials sind durchaus Influencer in Betracht zu ziehen, allerdings müssen die zum Unternehmen passen und sorgfältig ausgewählt werden. Dabei aber nicht auf die Eltern vergessen, die haben bei dem Thema mehr als ein Wörtchen mitzureden.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Ich habe vorab ein neues smartes Recruiting-Nachschlagewerk getestet, das ich nächste Woche im Blog vorstelle – Sie dürfen gespannt sein. 😉 Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach Newsletter abonnieren,  Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.