So meisterst du den Recruiting Alltag 

Der Recruiting Alltag ist oft herausfordernd und stressig. Doch mit den richtigen Tipps und Tricks kannst du ihn ganz einfach meistern! Auf meinen Newsletter im Mai 2022 habe ich so viele Rückmeldungen erhalten wie nie zuvor. Ausnahmsweise veröffentliche ich daher heute meinen Tipp auch hier auf dem Blog und packe noch zwei für dich dazu.  

Das erwartet dich hier zum Thema „So meisterst du den Recruiting Alltag“:

  • #1 Tipp Atmen
  • #2 Tipp Mental Download
  • #3 Tipp Task Batching

 Das war der Text im Newsletter mit meinem

#1 Tipp für deinen Recruiting Alltag

Atmen 

(wenn du denn schon gelesen hast, lies ihn nochmal. Und mach mit.) 

Hallo, 

wie geht es dir gerade? 

Letzte Woche war der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ und rate mal, wer krank war. 

Ja genau.  

Anstatt mit Workshop-Teilnehmer:innen daran zu feilen, wie ihre Jobinserate einfach besser funktionieren, habe ich mich und meine Stimme geschont. 

Wer mich kennt weiß, das fällt mir nicht unbedingt leicht.  

In meiner ungeplanten Auszeit habe ich viel an dich gedacht und daran, wie es dir gerade geht. Ich höre aus meinem Umfeld von zahlreichen Recruitingverantwortlichen wie gestresst sie sind.  

Noch eine offene Position, ein neues Bewerbungsmanagementsystem wird eingeführt, eine tolle Kandidatin hat nach Vertragsunterschrift wieder abgesagt, es kommen keine Bewerbungen, die Karrierewebsite ist Mist – aber wann soll ich mich darum auch noch kümmern?!  

Mein Herz rast richtig, wenn ich nur daran denke. 

Darum habe ich heute nur einen Tipp für dich – und das ist ganz sicher, der wichtigste, den ich dir jemals gegeben habe und jemals geben werde: 

Schau auf dich!! 

Recruiting bedeutet Verantwortung. Verantwortung gegenüber deinen Führungskräften, gegenüber deinen (künftigen) Kolleg:innen, aber in erster Linie auch Verantwortung für dich selbst! 

Ich kann keine Ressourcen für dich herzaubern (so gern ich das würde), aber ich verrate dir das einfachste und kostengünstigste Beruhigungsmittel der Welt, um wirklich ganz schnell und einfach zu entspannen: Atmen. 

So meisterst du den Recruiting Alltag.

Atmen. 4 Sekunden ein, 4 Sekunden aus. 

Dazwischen machst du 4 Sekunden Pause. 

Und dann wieder: atmen. 

Einmal noch: ein und aus. 

Das ist jetzt kein Hokuspokus, sondern neurowissenschaftlich belegt: Deine Lunge sendet über den Vagusnerv beruhigende Signale an dein Gehirn und dein Gehirn sendet wiederum beruhigende Signale an deinen Körper retour.  

Das hilft zumindest für einen kurzen Moment, bevor du wieder in das nächste Kennenlerngespräch hetzt. Denn wenn du ruhig bist und bei dir bleibst, entspannt sich automatisch auch die Bewerbungssituation und dein Recruiting Alltag.

#2 Tipp für deinen Recruiting Alltag

Mental Download

Setz dich jetzt hin und nimm dir ein Blatt Papier sowie einen Stift. Nein, nicht das Tablet, nicht das Notebook. Papier und Stift bitte. Jetzt mach alles aus. Alles. Handy auf lautlos aber stell dir noch einen Timer, 10 Minuten. Ich zum Beispiel verwende dafür eggtimer. Schreib ALLES und ich meine wirklich ALLES, was dir so durch den Kopf geht, egal ob das die Einkaufsliste ist, Optimierungspotenzial im Recruitingprozess, Ideen für Social Media Recruiting Content – egal was, schreib es auf. Sobald du die Gedanken aus deinem Kopf hast, reduzierst du deinen Stress. In nur 10 Minuten. Ich mache diese Übung mindestens einmal pro Woche. 

#3 Tipp für deinen Recruiting Alltag

Aufgaben bündeln (Task Batching) 

Multitasking hört sich zwar fein an, klappt aber in der Praxis nicht. Für mich hat es sich bewährt, Aufgaben zu bündeln. Hier drei Beispiele: 

  • Immer gleich in der Früh checke ich alle neue Bewerbungen. Je nachdem wieviele das bei dir sind, brauchst du vielleicht 15 Minuten, vielleicht auch eine Stunde. Blockiere dir diese Zeit immer gleich für den Arbeitsbeginn. 
  • Ich habe mein Mailpostfach an meinen Office-Tagen nicht mehr den ganzen Tag geöffnet, sondern nur mehr 2 x für je 30 Minuten (maximal). 
  • Du machst telefonische Erstrunden mit deinen Bewerber:innen? Wunderbar, blockier dir ein Zeitfenster und ruf eine nach der anderen an. Aus der Produktivitätstheorie wissen wir, das es sinnvoll ist Aufgaben zusammenzufassen – das spart Zeit und Ressourcen: Arbeite im Recruiting Alltag ähnliche Aufgaben eines bestimmten Projekts oder Workflows gruppiert und nacheinander ab.

Mit Task Batching kannst du gleichartige Aufgaben kombinieren und nacheinander innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erledigen – ohne ständig den Kontext wechseln zu müssen. 

Atme, schreibe und bündle Aufgaben im Recruiting Alltag – damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: In der Recruiting Insider Community gibt es noch mehr Tipps, die dir das Leben als Recruitingverantwortliche erleichtern.

Growth Hacking im Recruiting

Growth Hacking im Recruiting – was ist das, was bringt das und wie gehst du am besten vor. Vielleicht fragst du dich auch: ist das eigentlich legal? Ich kann dich beruhigen, das ist es. Wenn du nicht nur wissen möchtest, was Growth Hacking im Recruiting bedeutet, sondern gleich mit 50 Hacks ins Jahr 2022 starten möchtest, dann komm im Jänner in meinen Online Live Workshop

Growth Hacking (oder auch Growth Marketing) ist ein Prozess, der dafür sorgt, dass man ein (Unternehmens-) Ziel schnellstmöglich erreicht. Growth Hacking ist ein wissenschaftlicher Ansatz für Marketing und Produktentwicklung. 

Die meisten Technologieunternehmen und Start-ups wenden diese Techniken an, meist mit nur wenig Budgeteinsatz aber umso mehr Kreativität. 

Der Begriff Growth bedeutet (wenig überraschend) Wachstum und der Begriff Hacking ist dir wohl aus einem anderen Zusammenhang geläufig: to hack into a system, meint mittels verschiedener, nicht vorgegebener Methoden, in ein System einzudringen. Wenn du jetzt denkst: Moment Claudia, ich bin ja keine IT-lerin und irgendwie klingt das nicht legal – lies bitte noch kurz weiter. 

Fachkräftemangel, egal ob im Transport, in Pflegeberufen oder in der IT – bereits 2/3 der Unternehmen in Österreich klagen über zu wenige (oder nicht die richtigen) Bewerbungen. Die demografische Entwicklung, Auswirkungen der Corona Pandemie und die niedrigste Arbeitslosigkeit im Oktober 2021 seit neun Jahren machen die Situation für Recruitingverantwortliche nicht leichter.  

Herkömmliche Methoden reichen nicht mehr aus, um neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen. Für Growth Hacking im Recruiting benötigst du keine besonderen IT-Kenntnisse und wir versuchen auch nicht, unerlaubt in die Personaldatenbank von deinen Mitbewerber:innen am Arbeitsmarkt einzudringen. 

Viel mehr verwenden wir Growth Hacking Techniken, um dein Recruiting zu optimieren. Dabei starten wir – genau wie im Design Thinking -mit einem Problem. Das könnte eines von diesen sein: 

  • Wir bekommen keine/nicht ausreichend/nicht die richtigen Bewerbungen 
  • Wo sollen wir unsere Jobs denn veröffentlichen, damit das auch wirklich etwas bringt? 
  • Wie sollen wir uns als Arbeitgeber:in positionieren? 

Im nächsten Schritt sehen wir uns alle Punkte an, die deine Candidate Journey betreffen und halten fest, wo es Optimierungspotenzial gibt. Im nächsten Schritt sammeln wir Lösungsvorschläge – je mehr, desto besser. Was jetzt kommt, ahnst du sicher schon: wir erarbeiten einen Maßnahmenkatalog und evaluieren diesen nach definierten Kriterien. Das können die Kosten oder der Zeitaufwand sein, es kann aber schlicht auch die vermutete Wirkung auf die Candidate Experience sein. Ich verspreche dir: es gibt Hacks, die kannst du garantiert sofort und ganz einfach umsetzen! Oft reicht es, an kleinen Stellschrauben zu drehen, die große Wirkung erzielen. 

Weil ich weiß, dass im Tagesgeschäft oft keine Zeit bleibt,  

  1. den Ursachen auf den Grund zu gehen und  
  2. gleich noch die Maßnahmen, die du erarbeitet hast umzusetzen 
  3. die Inspiration fehlt, was z.B. für mehr Reichweite deiner Jobinserate sorgen könnte 

habe ich mir überlegt, wir machen das einfach gemeinsam!  

Wir starten am 12. Jänner gemeinsam mit Recruitingverantwortlichen aus ganz Österreich zusammen ins Recruiting Jahr 2022 und du schaffst die Basis, das sich deine KPIs im Recruiting steigern und du deine Zielvereinbarung gut erreichst. 

Ich habe nicht nur 50 Growth Hacks für Recruiting für dich vorbereitet, sondern zeige dir auch noch ganz einfache Tools, die du direkt verwenden kannst und habe Material für dich, mit dem du nach dem Online Workshop – alleine oder mit deinem Team – weiter arbeiten kannst.

Als Recruiting-Strategin verbinde ich seit vielen Jahren meine professionellen Herzensthemen:  Marketing & Recruiting. Mir haben meine bisherigen Jobs in „beiden Welten“ immer gleich viel Freude gemacht. Die Zusammenführung der Themen und Transformation von Marketing- und PR-Know-how für Recruiting ist mein ganz persönliches Sahnehäubchen (obwohl ich Schlagobers so gar nicht mag). 

Strategien aus anderen Disziplinen zu übernehmen und im Recruiting zu implementieren - das ist also genau mein Ding. Du verstehst jetzt sicher, wieso ich den ersten Growth Hacking Recruiting Workshop in Österreich einfach machen MUSS! Wirst du dabei sein? 

Wenn du Guerilla-Recruiting spannend findest, wirst du Growth Hacks für Recruiting lieben! 

Ich zeige dir im Workshop 50 Hacks – damit Recruiting für dich wieder einfach wird

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: Hier kannst du dich für den ersten Growth Hacking Recruiting Workshop in Österreich anmelden. 

Vermeide diese 9 Fehler in deinem Stelleninserat

Wie schreibe ich eine Stellenanzeige richtig? Hast du eine Vorlage für ein gutes Stelleninserat? Wie ist ein Jobinserat aufgebaut? Wo soll ich die Jobanzeige veröffentlichen? Müsste ich ein Ranking für die Top-Fragen, die mir zu Recruiting gestellt werden, angeben, dann ist das Thema Jobinserate mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auf Platz 1. Ich habe hier 9 Fehler aufgelistet, die du ab sofort besser vermeidest, wenn es um dein Stelleninserat geht.

Fehler #1 Du nimmst dir nicht ausreichend Zeit für die Vorbereitung.

Schnell mal ein richtig gutes Inserat zu formulieren funktioniert leider nicht. Je mehr Zeit du in die Vorbereitung investierst, umso besser klappt es. Hier findest du zum Beispiel Tipps, wie du besser textest. Eine „lieblose“ Aufzählung von to-dos wird eher wenig Begeisterung bei den Jobsuchenden hervorrufen.

 

Fehler #2 Die gesuchte Funktion ist nicht klar erkennbar.

  • kaufmännische(r) Angestellte(r)
  • kaufmännische/n Allrounder/in
  • MITARBEITER/IN (m/w/d)
  • Praktikant/In
  • Lehrling
  • Crew
  • Verwaltungsmitarbeiter (m/w/d)

Diese Stellentitel habe ich nicht erfunden, die sind GENAU SO auf Jobplattformen zu finden. Bitte lass deine Bewerber:innen nicht raten, um welchen Job es vielleicht geht. Schreibe klar und so konkret wie möglich, um welche Funktion es geht. Weder Phantasietitel noch interne Bezeichnungen gehören in das Inserat.

Bub fragt "Ich?"

 

Fehler #3 Du verheimlichst den Standort.

Nicht nur bei Google for Jobs handelst du dir damit Minuspunkte ein. Wenn ich nicht weiß, WO ich für dich arbeiten soll, bedeutet das weniger Klicks auf dein Jobinserat. Weniger Klicks bedeuten auch weniger Bewerbungen (na no na).

 

Fehler #4 Du verrätst zwar alles über dein Unternehmen, aber für Kund:innen und nicht für Mitarbeiter:innen.

„Wir sind Markführer auf dem Gebiet XY. Für unsere Kunden entwickeln wir ABC. Durch unsere innovativen Lösungen im Gebiet blabla …“ Versteh mich richtig, diese Information ist relevant. Aber nicht an erster Stelle und nicht als Einleitung. Dieser Text ist oft für die Zielgruppe eurer Kund:innen geschrieben. Im Jobinserat geht es aber um potenzielle Mitarbeiter:innen. Die gehören adressiert, zum Beispiel mit Antworten auf diese Fragen:

  • Was hätten deine Kolleg:innen gerne vor ihrer Bewerbung oder ihrem Start gewusst?
  • Warum arbeiten sie gerne bei euch?
  • Was macht euch als Arbeitgeber:in aus?

Das muss kein Roman sein, ein paar Zeilen reichen völlig. Dazu passend:

 

Fehler #5 Was bietest du als Arbeitgeber:in eigentlich im Austausch für die Arbeitsleistung?

Gehalt oder Lohn natürlich – in Österreich ist die Angabe des Mindestentgelt längst Pflicht. Die Angabe einer Gehaltsrange ist zur Orientierung für Bewerber:innen am besten geeignet.   Welche Benefits gibt es? Welche Perspektive für die Funktion? Denk dran, dass Menschen in IT-Funktionen andere Informationen interessieren als zum Beispiel Pflegefachkräfte oder Sales Expert:innen. Genau darum funktioniert auch folgende „Methode“ nicht:

 

Fehler #6 „copy & paste“

Berufseinsteiger:innen benötigen andere (und meist vor allem mehr) Infos als Berufserfahrene – das mit der Zielgruppe habe ich bei Punkt 5 ja schon erwähnt.

 

Fehler #7 pdf ist kein online-Format

Das gute alte pdf hat ausgedient – jedenfalls wenn du dein Inserat online verbreiten möchtest. Nicht mobiloptimiert, nicht durchsuchbar und somit für Crawler nicht auffindbar. Außerdem haben pdf-Dokumente so einen Retro-Touch (meine nette Umschreibung für altmodisch). 😉 Setze auf html statt auf pdf.

 

Fehler #8 Du willst eigentlich gar keine Bewerbungen und machst es Jobsuchenden gar nicht einfach.

Auch dafür habe ich natürlich Beispiele für dich:

  • „Aufgrund der stetig steigenden Zahl an Zuschriften, die keinerlei inhaltlichen Bezug zu ausgeschriebenen Positionen aufweisen, bitten wir Sie um Verständnis, dass nur auf Bewerbungen reagiert wird, welche den jeweils angeführten Erfordernissen entsprechen.“
  • „Für den Erstkontakt senden Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen mit genau strukturiertem Lebenslauf und geben in der Betreffzeile: XYZ an.“
  • „Übersenden Sie uns bitte Ihre aussagekräftigen Unterlagen (Lebenslauf mit Lichtbild, Motivationsschreiben, Zeugnisse, Referenzen, etc..) an …“

Ja, das sind tatsächlich Auszüge aus Inseraten. Ich schreib da mal nix mehr dazu …

Jetzt hast du hoffentlich ein gutes, aussagekräftiges (wieso kommt mir das Wort jetzt so bekannt vor?😂) Jobinserat geschrieben – aber…

 

Fehler #9 Du veröffentlichst das Stelleninserat leider da, wo es deine Zielgruppe nie sieht.

Nur auf deiner Karrierewebsite zu veröffentlichen oder vielleicht noch auf der einen oder anderen Online-Jobplattform reicht im Normalfall nicht mehr aus. Finde daher die Plattformen, die dafür sorgen, dass dein Jobinserat möglichst genau von deiner Zielgruppe gesehen wird. Wäre doch sonst schade um die Mühe!

 

Überprüfe dein Stelleninserat auf meine 9 Fehler, damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Noch mehr Inputs zu Jobinseraten gibt es am 16.11.2021 bei meinem Online Kurz Workshop. Melde dich hier gleich an.

 

Inklusion im Social Media Recruiting: 3 Möglichkeiten, wie dir das gelingt

Inklusion bedeutet gleichberechtige Teilhabe. Etwas das – zumindest nach meinem Wissensstand – in der Arbeitswelt erst langsam ankommt. Dabei wäre dies eine tolle Möglichkeit, dem Fachkräftemangel zu trotzen. Optimalerweise machst du dir aber nicht nur Gedanken dazu, wie Inklusion am Arbeitsplatz in deinem Unternehmen aussehen kann, sondern überlegst dir bereits bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter:innen, wie du Inklusion auch schon im Recruiting gestalten kannst. 

Bild: Inklusion bedeutet Wertschätzung und Akzeptanz gegenüber allen Individuen

 

2019 habe ich in einem Blogbeitrag darüber bereits berichtet und mit Wolfgang Kowatsch von myAbility gesprochen. 

Nachstehend zeige ich dir drei Möglichkeiten, wie Inklusion und Social Media Recruiting ganz einfach funktionieren. 

 

Alternativtexte für deine Bilder 

Alternativtexte unterstützen Personen mit Sehbeeinträchtigungen, um deine Bilder in Stelleninseraten inhaltlich zu erfassen.

Wie du eine gute – und damit meine ich brauchbare – Bildbeschreibung erstellst, findest du in diesem Blogbeitrag sehr gut beschrieben. Ich gebe zu, ich finde das teilweise auch herausfordernd, habe mir aber angewöhnt, die sogenannten ALT Texte auf Twitter, LinkedIn und auch auf meinem Blog zu erstellen. Durch diesen Twitter Account bin ich darauf aufmerksam geworden, wie das mit der Bildbeschreibung funktioniert. 

2018 hat Instagram eine automatische Bildbeschreibung eingeführt. Du kannst aber beim Hochladen deiner Bilder auch selbst einen Alternativtext einfügen (dieses Feature findest du in den Erweiterten Einstellungen der App).

Wenn du dich – durchaus zurecht – fragst, ob sich dieser Mehraufwand wirklich auszahlt, dann möchte ich dir zwei Informationen mitgeben: 

  1. In Österreich leben ca. 300.000 Menschen, die blind oder von einer Sehbeeinträchtigung betroffen sind.  
  2. Inklusion bedeutet gleichberechtige Teilhabe (ich weiß, ich wiederhole mich, aber diese Botschaft ist einfach zu wichtig).

 

Videos mit Untertitel

Untertitel sind sowohl für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen als auch für Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, eine wichtige Hilfestellung.

Es gibt bereits einige Apps, mit denen du Untertitel automatisch erzeugen kannst. Bis jetzt habe ich noch keine App gefunden, mit der – auf die deutsche Sprache bezogen – ich so wirklich zufrieden bin. Am besten funktioniert derzeit noch die automatische Untertitelung für Videos von Facebook – damit hast du quasi gar keinen zusätzlichen Aufwand. Einfach Video hochladen und automatische Untertitel aktivieren. Sicherheitshalber solltest du einmal mitlesen – nicht, dass dann überall Camping statt Campari steht (kleiner Insider Witz für meine Newsletter-Abonnent:innen).  

 

Inklusive Schreibweise

Zur inklusiven Schreibweise liefere ich dir gleich 4 Tipps, die du in die Praxis umsetzen kannst:  

  1. Korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind nicht nur auf deiner Karrierewebsite, sondern auch auf Social Media ein „must“. Screenreader können schließlich nur das wiedergeben, was dasteht.  
  2. Sei dir bewusst, dass Emojis und Sonderzeichen ebenfalls vorgelesen werden – nämlich so: Errötetes Gesicht mit großen Augen (=😳). Strebergesicht (=🤓). Ich fass mir da gleich mal selbst auf die 👃. 
  3. #SocialMediaRecruitingBootcamp oder #RecruitingWirdMitMirWiederEinfach schreibe ich nicht ohne Grund schon seit langer Zeit genauso: Jedes Wort in einem Hashtag beginnt mit einem Großbuchstaben. Denn nur so können Screenreader einzelne Wörter unterscheiden und machen beim Vorlesen eine kurze Pause, damit Zuhörer:innen alles gut verstehen können. 
  4. Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: seit kurzer Zeit schreibe ich in meinen Texten (im Newsletter zum Beispiel, oder auch in meiner Recruiting Insider Community) nicht mehr Mitarbeiterinnen, sondern Mitarbeiter:innen. Ab sofort gilt diese Schreibweise auch für meinen Blog. Ob das die beste Schreibweise ist, die so viele Menschen wie möglich wirklich inkludiert, kann ich noch nicht beurteilen. Sie gefällt mir persönlich besser als die *-Variante und ist offenbar für Screenreader auch besser lesbar. Eine neutrale Schreibweise ist sicherlich die beste Version, die Formulierungen dauern allerdings dadurch meist ein wenig länger und nicht immer ist eine (geschlechts-)neutrale Formulierung machbar.   Ich habe mich ausführlich damit beschäftigt und löse nun die weibliche Form – gemeint sind und waren immer ALLE Menschen – durch die inklusivere Schreibweise mit dem Doppelpunkt ab. 

 

Meine drei Tipps zu Inklusion im Social Media Recruiting kannst du  völlig ohne Vorkenntnisse, zusätzliche Tools oder sogar Kurse  ab sofort umsetzen. Natürlich gibt es da noch mehr, was du tun könntest. Aber das wäre doch einmal ein Anfang, oder?

Erstelle Alternativtexte, füge Untertitel in Videos ein und verwende eine inklusive Schreibweise – so wird Social Media Recruiting einfach UND inklusiv. 

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Impulse zum Thema Diversity & Inklusion erhältst du am 21.09. beim nächsten XING Puls Event. Hier kannst du dich kostenfrei anmelden. 

Die Top 3 Erfolgsfaktoren für Recruiting im Jahr 2021

Erfolg im Recruiting ist auch im Jahr 2021 recht einfach zu definieren: Du besetzt eine offene Position in deinem Unternehmen. Wenn dir das auch noch schnell und mit der wirklich idealen Mitarbeiterin gelingt, dann bist du offenbar erfolgreicher als andere Recruiting Verantwortliche. Hast du dich schon einmal gefragt, was erfolgreiche von weniger erfolgreichen Recruiterinnen unterscheidet? Ich habe drei wesentliche Erfolgsfaktoren für das Recruiting zusammengefasst!

Giphy: Jubelnde Miss America

Recruiting Erfolgsfaktor Mindset

Erfolgreiches Recruiting beginnt im Kopf. Come on Claudia, bist du jetzt auch unter die Mindset Coaches, Lifestyle Beraterinnen oder über glühende Kohlen Lauf- Motivationstrainerinnen gegangen? Keine Sorge, wir bleiben hier schön auf dem Boden der Tatsachen, aber wir dürfen auch nicht darüber hinwegsehen: das richtige Mindset ist nicht nur im Sport erfolgsentscheidend. Oder denkst du Marcel Hirscher hat sich vor jeder Abfahrt gedacht: das schaff ich eh nicht? Viele meiner Kundinnen reagieren nämlich genau so, wenn es eine neue Position zu besetzen gibt: „da finden wir eh niemanden dafür“. Alleine zu denken “cool, die neue Mitarbeiterin find ich im nullkommanix” wird leider nicht ausreichen, da gebe ich dir schon recht. Darum kümmern wir uns ja auch um die richtige

Recruiting Erfolgsfaktor Strategie

Die Story von wegen Hausbau und Fundament  kennst du – damit langweile ich dich jetzt gar nicht. Hast du schon einmal ein Projekt geleitet? Womit hast du da gestartet? Direkt mir der Terminplanung? Eher nicht. Ich vermute, du hast dir zuerst einmal Klarheit verschafft, was denn genau das Ziel des Projektes ist, wieviel Budget und Zeit dafür zur Verfügung steht. Sehr ähnlich mache ich das auch, wenn ich Kundinnen bei Recruiting-Projekten begleite.

Ich kläre erst einmal ALLES: angefangen von der Zielgruppe, über die Möglichkeiten, auf die wir schon zurückgreifen können (Plattformen zum Beispiel), checke, wer wofür im Prozess verantwortlich ist und zur Verfügung steht. Erst, wenn ich wirklich ALLE Informationen habe, beginne ich mit dem Text für ein Job-Inserat bzw. mit der Wahl der geeigneten Plattformen. Das bedeutet auch, dass das Inserat meist nicht 24 Stunden nach der Anfrage online ist. Dafür beginnen wir aber auch nicht nach Wochen oder Monaten nochmal von vorne bzw. wundern uns, dass die Bewerbungen, die da eintrudeln, irgendwie so gar nicht passen.

Zuletzt verrate ich dir das wichtigste Erfolgskriterium schlechthin: wirklich gutes Recruiting ist immer

Recruiting Erfolgsfaktor Teamwork

Deine Führungskräfte, die Kolleginnen im Team für das du suchst und du – ihr müsst an einem Strang ziehen und jede muss sich einbringen. In welchem Ausmaß und was genau die Verantwortung der einzelnen Teammitgliederinnen ist, das ist je nach Unternehmen und Organisation sehr unterschiedlich. Damit du aber mit deiner Strategie genau aufs richtige Pferd setzen kannst, benötigst du Infos und Inputs und nicht nur einen Kommentar a la „du weißt eh wen wir suchen – so wie beim letzten Mal.“ Das ist wohl schmeichelhaft für dich, aber nicht zielführend. Dazu gehört übrigens auch, dass Führungskräfte schnell reagieren sollen, sobald eine Bewerbung einlangt oder selbst Präsenz auf Business Plattformen zeigen (es muss ja nicht immer gleich ein Video sein) und Zeit in ihrem Kalender für Kennenlerngespräche reservieren.

Zusätzlich kann es noch sein, dass du Kolleginnen aus dem Marketing oder der Öffentlichkeitsarbeit ins Boot holen musst, die oft den Ansatz vertreten „Recruiting ist Sache von HR“. Das ist schon lange nicht mehr so! Recruiting funktioniert dann erfolgreich, wenn alle im Unternehmen ihren Beitrag leisten.

 

Setze auf die Erfolgsfaktoren Mindset, Strategie und Teamwork, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

 

P.S.: Inputs für alle drei Bereiche erhältst du regelmäßig als Recruiting Insider.

Fünf Bücher, die mich 2020 begleitet, inspiriert und motiviert haben

Vielleicht geht es dir wie mir und du gönnst dir rund um die Feiertage ein paar bildschirmfreie Tage. Als Kind habe ich es geliebt, wenn ich Bücher unter dem Weihnachtsbaum gefunden habe und dann die Nacht lesend verbracht habe. So in etwa stelle ich mir das in den nächsten Tagen auch vor. Deshalb kommt hier meine ganz persönliche Empfehlung für Bücher, die zumindest auf den ersten Blick, gar nichts mit Recuiting zu tun haben.

claudia lorber recruiting giphy
The big five for live – John Strelecky

Glaub es oder nicht, ich habe dieses Buch vor Jahren von einer Bewerberin geschenkt bekommen. Als Weihnachtsgeschenk. „Wie wäre es, wenn Sie jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gehen könnten?“ so der Text auf dem Buchrücken. Damals habe ich nicht geahnt, dass mich genau diese Frage im Jahr 2020 beschäftigen wird.

Warum wir uns Gefühle kaufen – Christian Mikunda

Die Vorlesungen von Christian Mikunda an der Uni Wien waren mit Sicherheit die absoluten Highlights meines Studiums. Ich erinnere mich sogar noch gerne an die Prüfungen zurück. Mein Idol als Vortragende, seine Vorlesungen hatten nicht nur Event-Charakter, sie haben viele spannende Themen verknüpft und für Aha-Momente gesorgt.

Besser fix als fertig – Bernd Hufnagl

Das Thema Hirnforschung so aufbereitet, dass es wirklich gut verständlich und einleuchtend ist. Ich hatte heuer das Vergnügen mit Bernd Hufnagl zu kommunizieren und hoffe sehr, dass es 2021 auch ein Live-Treffen geben wird.

Pu der Bär, Ferkel und die Tugend des Nichtstuns – Benjamin Hoff

Auch dieses Buch habe ich vor vielen Jahren zu Weihnachten bekommen. Den Hinweis hat mir mein ehemaliger Chef geliefert, der mich nicht nur in meinem ersten Job unterstützt, gefordert und vor allem gefördert hat, sondern der immer noch ein Vorbild als Unternehmer und Mensch für mich ist. Danke Hans!

Klarheit. Der Schlüssel zur besseren Kommunikation – René Borbonus

Ich habe bei René 2019 gleich zwei Weiterbildungen besucht, 2020 war eine für März geplant – tja das hat nicht sein sollen. Gottseidank habe ich gleich mehrere seiner Werke in meiner Bücherregal stehen, dieses habe ich ausgewählt, weil es vielleicht für mein Jahresmotto 2021 stehen kann.

Welches Buch steht auf deiner Empfehlungsliste ganz oben?

Ich habe in diesem Beitrag nicht direkt zu einer Bezugsquelle verlinkt. Ich bin sicher, deine lokale Buchhandlung kann dir alle Bücher in kürzester Zeit besorgen. Viel Vergnügen beim Lesen, inspirieren lassen und abtauchen.

Herzliche Grüße und frohe Feiertage
Claudia 

P.S.: Falls du dir doch Recruiting-Stoff reinziehen möchtest, dann empfehle ich dir – total überraschend – das Playbook Recruiting. Aber das hast du sicher schon längst. 😉