Agiles Recruiting

Agiles Recruiting – meine Antwort auf die Frage, wie die Zukunft im Recruiting aussehen wird. Das habe ich schon in einem Blogbeitrag 2017 geschrieben. Bei unserem Online-Event XING Puls haben drei HR-Verantwortliche Einblicke gegeben, wie es ist in einem agilen Unternehmen zu arbeiten und was das für HR Teams bedeutet.

 

Buzzwords in Zusammenhang mit agiler Arbeitsweise gibt es ausreichend, nicht alle sind in HR-Kreisen schon bekannt, wie unsere Abstimmung unter den Teilnehmerinnen zeigt:

claudia lorber recruiting Umfrage Ergebnisse XING Puls 20201117 1

Bei Niceshops, dem steirischen Amazon, ist Vertrauen einer der wichtigsten Eckpfeiler. So gibt es zum Beispiel keine Zielvorgaben oder der Dienstvertrag ist nur zwei Seiten kurz.

Christian Moser empfiehlt HR-Verantwortlichen die Ausbildung als Scrum-Master – und offenbar ist diese bzw. die Funktion bereits recht bekannt. So haben zumindest unsere Teilnehmerinnen abgestimmt.

 

Zach Woods Startup GIF by Silicon Valley

 

Andreas Siquans berichtet von HR Circles in der Raiffeisen Software und davon, dass man sich von dem Gedanken verabschieden muss, immer alles unter Kontrolle zu haben. So wird zum Beispiel nicht mehr evaluiert, ob und wie viele Mitarbeiterinnengespräche stattgefunden haben.

Run HR & change HR war das Motto bei ING in Österreich als die agile Arbeitsweise eingeführt wurde. Gabriele Bachowsky berichtete von den Learnings und hat einen wichtigen Hinweis an die Teilnehmerinnen: HR wird ernster genommen, wenn auch das HR-Team agil arbeitet.

Für Recruiting bedeutet dies unter anderem:

Menschen zu finden, die sich auf eine agile Arbeitsweise einlassen, und zwar in allen Funktionen und nicht nur im Softwareentwicklungs-Team. Du musst also deine Auswahlprozesse überdenken, aber auch deine Anforderungen und natürlich die Texte in deinen Job-Inseraten.

Kontinuierlich Feedback erhalten – von Kolleginnen, aber auch von Bewerberinnen und in Formaten wie Retro oder Sprint permanent an einer Verbesserung zu arbeiten. Im Idealfall kannst du so die Candidate Experience kontinuierlich verbessern.

Jobbörsen und agiles Recruiting passt nicht so wirklich zusammen, hier gilt es Lösungen zu finden, die für einen kürzeren Zeitraum als sechs Wochen umsetzbar sind – Social Media Recruiting oder Programmatic Advertising zum Beispiel.

Arbeite und denke agil – damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße,
Claudia 

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#RecFestOneWorld – Recruiter, vereinigt euch

Das RecFest fand 2020 leider nicht wie geplant in London, sondern virtuell und dann auch noch zeitgleich mit meinem Social Media Recruiting Bootcamp statt. Damit ich dir trotzdem einen Überblick und eine Entscheidungshilfe für nächstes Jahr (so hoffe ich jedenfalls) geben kann, habe ich einen Gastautor gebeten, teilzunehmen und seine Eindrücke für dich festzuhalten. I proudly present: Robert und sein Erfahrungsbericht zum RecFest 2020. 

Party Festival GIF by Tresdeu

Das RecFest ist die größte und unabhängige Recruiting-Veranstaltung der Welt. 8000 Teilnehmer*innen bekommen an 3 Tagen 84 Vorträge, 30 Workshops und insgesamt 54 Stunden Inhalt geboten. Die Themen drehen sich rund um aktuelle Herausforderungen innerhalb der Branche. Mitnehmen kann man neben vielen neuen Ideen und Eindrücken auch praktische Skills und neue Kontakte aus aller Welt. Dieses Jahr fand das RecFest erstmals online statt. Meine Eindrücke davon möchte ich hier mit euch teilen.

Pünktlich um 9 Uhr vormittags sitze ich mit Headset und Frühstück bewaffnet vor meinem Laptop. Das RecFest 2020 wartet auf mich. Bisher gab es das Event bereits 6-Mal, immer in London und daher vorwiegend für die Talent Acquisition Community aus der UK. Doch diesmal ist alles anders. Corona bedingt, wurde auf ein Online-Event umgestellt und aus der Not eine Tugend gemacht. Unter dem Motto #RecFestOneWorld soll die ganze Welt teilhaben und die Recruiting Branche diesmal so international wie nie zuvor vertreten sein.

In den letzten Minuten vor Beginn ist Mozart zu hören, die Ouvertüre aus Figaros Hochzeit kündigt an, dass es jetzt gleich losgeht. Ich fühle mich bereits sehr wohl. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich in bequemer Kleidung mit Kaffee in meinem Wohnzimmer sitze, anstatt müde vom Londoner Flughafen anzureisen.

Schnell studiere ich noch das Programm. Es erwarten mich 3 virtuelle Bühnen, jede steht unter einem anderen Thema. Heute stehen die Themen Candidate Experience, Leadership & Covid19 am Programm. In den kommenden 3 Tagen wird noch eine große Bandbreite an Recruiting Themen in 84 Talks behandelt.

Ein großer Pluspunkt ist, dass alle Talks sowohl am Vormittag von 10-13 Uhr als auch am Abend von 18-22 Uhr angeboten werden. Ich kann also selbst entscheiden, wann mich die Muse küsst. Sämtliche Unterlagen zu den einzelnen Präsentationen stehen außerdem zum Download zur Verfügung. Einzig die angebotenen Workshops finden nur einmal am Tag von ca. 15-18 Uhr statt. Da noch einige Plätze frei sind, melde ich mich gleich noch an.

Jetzt geht es endlich los. Lars Schmidt spricht über die Herausforderungen in der Krise, die Chance daran zu wachsen und die Einzigartigkeit dieses Events. Es soll eine „celebration of recruiting“ werden, der Team Spirit soll uns über 3 Tage lang begleiten. Seine Begeisterung steckt an und vermittelt bis durch die Kopfhörer das Gefühl, tatsächlich dazuzugehören und dabei zu sein. Und das nicht bloß als virtueller Gast.

Am ersten Tag lausche ich spannenden Vorträgen rund um die aktuelle Krise, wie sich unsere Art zu arbeiten verändert hat und welche Herausforderungen und Chancen sie mit sich bringt. Die große Bandbreite an Themen und Menschen spiegelt sich auch in der Art der Präsentationen wieder. David D‘Souza begrüßt uns mit: „Hello from my kitchen“, während andere ihren Beitrag als Diskussionsrunde in der Bibliothek präsentieren oder auf bunten Folien durch die Welt ihres Fachgebiets führen. Für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt.

Nach 2 Stunden schaue ich beim Networking vorbei. Es gibt 6 virtuelle Stockwerke mit Tischen zu je 6 Personen, an denen man sich austauschen und kennenlernen kann. Die Tische sind nach den Themen der Vorträge benannt, oft laden die Speaker selbst dazu ein, Platz zu nehmen und die Inhalte vertieft zu besprechen. Um 13 Uhr kommt ein besonderer Gast hierher. Rene Carayol hält eine inspirierende Ansprache und ruft zu gegenseitiger Unterstützung auf. Sein Motto lautet: „Who are you mentoring today?”

Nun bin ich aber schon auf meinen ersten Workshop gespannt. Ich lerne von LinkedIn Coaches, wie ich mein Profil auf Vordermann bringe und worauf es sich zu achten lohnt. Im Anschluss ist Zeit für individuelle Fragen an den Networking Tischen. Insgesamt gibt es 30 Workshops im Angebot, 3 davon besuche ich selbst. Am besten gefällt mir der besonders interaktive Workshop zum Thema „how to win emerging talent in a virtual-first-world“. Was genau wir dabei gemacht haben, könnt ihr auch direkt bei den Organisatoren nachlesen: Applying Design Thinking to the Challenges of Virtual Recruitment.

Von den Vorträgen wird mir besonders die Geschichte von June Agrawal in Erinnerung bleiben, die ihren Namen ändern musste, um einen Job zu bekommen. Persönlich spannend finde ich auch den Vortrag: What Gen-Z really thinks, indem es um die Erwartungen junger Studierender an zukünftige Arbeitgeber geht. Laut der berichteten Studie sind die wichtigsten Learnings für Arbeitgeber:

  • Perspektiven & Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen
  • In Interaktion treten und Interesse zeigen
  • Fairness wahren und Vertrauen aufbauen
  • So breit wie möglich ausschreiben
  • Virtuelles Recruiting und Onboarding ermöglichen

Den ganzen Vortrag sowie alle weiteren könnt ihr ab jetzt auf: recfest.com nachsehen. Dort stehen diese nämlich ab sofort On-Demand zur Verfügung. Unbedingt reinschauen!

Mein Resümee nach 3 Tagen fällt sehr positiv aus. Ich habe viele Inspirationen bekommen, einiges gelernt und nette Leute kennengelernt. Diese Branche ist tatsächlich etwas Besonderes und ich bin begeistert von der zukunftsorientierten und kreativen Arbeitsweise unserer Kolleg*innen aus aller Welt. Auch die virtuelle Umsetzung des Events hat hervorragend funktioniert und man war mittendrin, statt nur dabei. Meine Tischnachbar*innen aus dem Networking haben das übrigens ganz ähnlich gesehen. Was sie zum Event sagen:

Radina Nedyalkova (HR Industry Expert and Remote Talent Advisor at Swyg):

„An informative journey of how our HR & Talent reality is adapting to the challenges on both human and technology level. It was great to see the focus on early career, D&I, as well as understanding what are the top players in the talent market.“

Federica Cei (Global Talent Acquisition Consultant / Graduate Program Global Leader @ SITA):

“This year’s RecFest has been my first and I was a bit sceptical at the beginning, but the experience went beyond my expectations. I liked the fact that the virtual nature of the event, gave the possibility to quickly go from one stage to the other, and it gave me the possibility to join all the talks I found most relevant for my goals. The workshops were my absolute favorite part. The set up was lively and informal, it almost made you forget you were participating from your own apartment. The sessions were stimulating and entertaining – both on the presenters’ side and the participants.“

Als Recruiting Insider findest du künftig Berichte und Zusammenfassung von HR-Events und Recruiting-Weiterbildungen übersichtlich zusammengefasst – damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße,
Claudia 

Nächste Woche geht es um CV Matching. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.  

5 HR-Events, die du vielleicht noch nicht in deinem Kalender hast

HR-Events 2020 finden zum Großteil anders statt als in den Jahren davor. Durch die uns allen bekannte Situation ist die Teilnahme an jeglicher Art von Veranstaltungen in diesem Jahr nur beschränkt möglich. Die HR-Events, die 2020 hätten stattfinden sollen, wurden entweder abgesagt (das HR BarCamp zum Beispiel), verschoben (das personal manager Expofestival), finden digital (Zukunft Personal Virtual) oder in einer hybriden Variante statt (Employee Experience Summit). Hier meine Vorschläge, welche Termine du dir unbedingt im Kalender  für HR-Events im Herbst 2020 freihalten solltest. 

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Ich bin mir sicher, dass du sehr schnell die üblichen HR-Events finden wirst bzw. finden diese vermutlich dich. 😉  Ich habe mir daher vorgenommen, dich auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen, die du vielleicht nicht so auf dem Schirm hattest oder an die du vielleicht gar nicht gedacht hättest. Hier kommen 5 Vorschläge, mit denen du den Blick über den Tellerrand wagen kannst.

Ich selbst hatte heuer geplant, nicht nur an dem Sourcing Summit in Berlin teilzunehmen, sondern auch das RecFestival in London zu besuchen. Leider hat es dieses Jahr mit meinem Aufenthalt in London nicht geklappt, aber vielleicht ja nächstes Jahr? 🤔 Du kannst übrigens online teilnehmen, ich leider nicht, da zeitgleich mein Social Media Recruiting Bootcamp stattfindet.

Datum: 23., 24. und 25. September 2020

Kosten: 0£ Basis, 100£ Premium, 200£ Super Premium, 2500£ VIP Team

Ort: London

Themenblöcke:

  • Main Stage
  • Candidate Experience & Technology Stage
  • Leadership Stage
  • Diversity & Inclusion Stage
  • EVP, Employer Brand & Marketing Stage

Hier findest du alle weiteren Themenblöcke.

Speaker: Das RecFestival bietet eine Vielzahl von Speakern an, die den Teilnehmerinnen verschiedenste Themen präsentieren.

  • Chris Wray, Head of Recruiting Strategy von Sainsbury’s
  • Jona Gjini, Global Employer Brand Lead von Vodafone
  • Oana Iordachescu, Senior TA Leader von Zalando
  • Janine Chamberlin, Director, Talent Solutions von Linkedin

Hier findest du alle weiteren Speaker.

#RecEvents

Hier geht es zur Information und Anmeldung.

Online Fachkonferenz für Sprache, Digitalisierung und Design

Barrierefreiheit ist ein Thema, mit dem du dich beschäftigen solltest, wenn es um deine Karrierewebseite, deine Stelleninserate und auch deine Social-Media-Beiträge für Recruiting und Employer Branding geht.

Genau dafür gibt es die Online Fachkonferenz für Sprache, Digitalisierung und Design, mit dem Motto: Alle Menschen im Blick.

Datum: 30. September 2020 von 9 Uhr bis 14:30 Uhr

Kosten: 49 € regulär und 39 € für Menschen mit einem Schwerbehinderten-Ausweis und Studierende

#WasRummelsbergerSoMachen

Ort: Online

Hier geht es zur Information und Anmeldung.

#unpinked – Die erste digitale LGBT+ Diversity Konferenz

Antidiskriminierung und Gleichbehandlung werden wohl vom Gesetzgeber gefordert und es gibt einige entsprechende Maßnahmen, aber bei der Umsetzung in der Praxis gibt es sicher noch Luft nach oben.

Das Team rund um das #unpinked-Event möchte Licht in den LGBT+ Diversity-Dschungel bringen und aufzeigen, wie Arbeitgeber LGBT+ Diversity für ihr Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding nutzen können.

Vielleicht findest du auf der #unpinked entsprechende Inspiration?

Datum: 23. September 2020 von 10 Uhr bis 18 Uhr

Kosten: 299 € regulär; 319,99 € kostet das Charityticket eine Spende für RuT Berlin e.V.

Ort: Online

#unpinked

Hier geht es zur Information und Anmeldung.

DIVÖRSITY

Das DIVÖRSITY Event 2019 war eine spannende Veranstaltung. Unternehmen gaben einen Einblick in ihre Strategien, präsentierten Maßnahmen im Bereich Diversity & Inclusion und öffneten ihre Tore für Interessierte. 2020 findet die DIVÖRSITY in einem völlig neuen und tollen Format statt: du gestaltest das Programm nämlich mit.

Bei diesem Event gibt es kein richtig oder falsch und deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unter dem Motto „Tu Gutes und sprich darüber“ sorgt das Team von DIVÖRSITY für die crossmediale Kommunkation deiner Maßnahmen.

Datum: 05.20. Oktober 2020

Kosten: Kooperationspartnerinnen nehmen kostenfrei teil

Ort: Online

#divoersity

Hier geht es zur Information und Anmeldung.

TEDxVienna Salon

Eine spannende Reise erwartet die Teilnehmer des TEDxVienna Events, mit der Kernfrage: „Was ist Arbeit genau?“ Alle Teilnehmer werden aus ihren Komfortzonen herausgeholt und mit neuen Leuten zusammengebracht, um Ideen auszutauschen.

Datum: 20. September, 14 Uhr bis 21 Uhr

Kosten: 49 €

Ort: Technisches Museum

#tedxvienna, #tedxviennasalon

Hier geht es zur Information und Anmeldung.

VoiceOfDiversity

Maria bekommt den Job, aber Ayse nicht?

Die VoiceOfDiversity ist für all jene, die schon einmal wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, sexuellen Orientierung, ihres Alters, Aussehens oder ihres Namens diskriminiert wurden. Das Event ist auch für jene, die in einem Bewerbungsgespräch diskriminiert wurden oder sich unwohl gefühlt haben.

Datum: 07. Oktober 2020

Kosten:

Ort: Technische Universität Wien (TU)

#voiceofdiversity

Hier geht es zur Information und Anmeldung. (Die Anmeldefrist ist zwar seit dem 31. August vorbei, ich wollte dir das Event aber trotzdem nicht vorenthalten).

Für den Fall, dass du keine Gelegenheit findest an dem Event deiner Wahl teilzunehmen, habe ich dir jeweils (sofern vorhanden) den passenden # schon herausgesucht. Damit kannst du dich zumindest auf Twitter, Instagram und LinkedIn durch die Beiträge scrollen.

Falls du noch mehr Hinweise zu HR- und Recruiting-Events haben möchtest, findest du diese in unserer HR-Austria Facebook Gruppe. Wir sind schon knapp 900 Mitglieder und freuen uns immer über neue Gesichter, Anregungen und Austausch zu HR-Themen. Auch in unserer XING Wien HR-Gruppe sind neue Mitglieder immer willkommen.

Auf meinem YouTube Channel gibt es u.a. die Playlist Webinare und Online-Konferenzen, da kann man jederzeit und überall einen Blick hineinwerfen. Wenn du keine Neuigkeiten versäumen möchtest, dann abonniere meinen Kanal RecruitingTV gleich und aktiviere die Glocke, damit du benachrichtigt wirst, sobald ich ein neues Video hochlade.

Du möchtest künftig keine HR-Events mehr verpassen und immer up to date sein? Als Recruiting Insider bekommst du schon bald alle Infos, die du brauchst.

Welche HR-Events wirst du 2020 besuchen? Klick um zu Tweeten Hast du noch eine Ergänzung für meinen Überblick? Verrate sie mir in den Kommentaren, gerne mit Blick über den Tellerrand – damit Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche geht es hier um den Einsatz von Reels auf Instagram. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Meine 3 Learnings vom Future of Recruiting BarCamp

Future of Recruiting – was für eine Ansage für ein BarCamp. Und dann noch in Hamburg, klar, dass ich da dabei sein wollte. 160 andere Menschen haben sich das auch gedacht und sind Robert Neuhann, Team Lead Tech Recruiting bei New Work SE (formerly known as XING), gefolgt. Hier meine drei Learnings aus der Hansestadt. 

Zuerst, lieber Robert, du hast meinen allergrößten Respekt. Jede, die schon mal ein Event organisiert hat, weiß, das ist nicht so ganz ohne. Was Robert da – ohne Unterstützung – neben seinem Job und seiner Familie gezaubert hat, ist wirklich einen Applaus wert. Ganz großes Kino, danke dir! 

Für einen kontroversen Beginn sorgte die Keynote von Michael Witt, der unter anderem gemeint hat: „Active Sourcing ist totMatching gewinnt.“ Mein entsprechender Tweet hat eine über mehrere Tage andauernde Diskussion entfacht und sogar dazu geführt, dass sich Jan, ein Sourcer mit Leib und Seele, in einem Blogbeitrag öffentlich auskotzt. Sowas kann passieren bei einem BarCamp 

Zum Finale von Tag 1 sorgte Jan Kirchner mit einem Vortrag über Online Marketing und Programmatic Advertising für Recruiting für viele erstaunte Gesichter und vielleicht hat die eine oder andere deshalb am Abend ein Gin Tonic mehr gebraucht. 😉 

Auch interessant: Gero Hesse meinte unter anderem in seiner Keynote zu Beginn von Tag 2, im Mindset von Recruiting und von Führungskräften herrsche immer noch ein ArbeitgebermarktGenau so erlebe ich das auch, obwohl das längst nicht mehr der Fall ist. 

Aber jetzt zu meinen drei Learnings, die ich aus Hamburg mitgebracht habe und gerne mit dir teile: 

1. HR (und Recruiting insbesondere) versteht sich immer noch als Dienstleister 

Da darf man sich vielleicht nicht wundern, wenn der eine oder die andere HR nicht immer für voll nimmt. Wird Recruiting als Dienstleistung angesehen, ist es umso schwieriger, die Fachabteilungen an Bord zu holen. Sehen wir Recruiting aber als gemeinsame Verantwortung, wo jede ihren Teil der Aufgabe erfüllt und auch mal gemeinsam neue Wege ausprobiert werden, dann können ganz andere Dinge entstehen. Das beste Abschluss-Statement kam übrigens von einer Teilnehmerin, die gemeint hat: „Ich nehme mir mit, dass HR auch mal auf den Tisch hauen muss.“ Jawohl!

2. Recruiting in Österreich unterscheidet sich gar nicht so viel von Deutschland 

In meiner ersten Session ging es um die Unterschiede von Recruiting in Österreich und Deutschland. Mein Pitch „Wenn die Welt untergeht, dauert das in Österreich noch 2 Jahre länger“ (frei nach Karl Kraus oder Gustav Mahler) sorgte für den einen oder anderen Lacher und in einer kleinen aber feinen Runde haben wir uns dazu ausgetauscht. Ich war doch überrascht, denn ich dachte, dass die Inhouse Recruiterinnen in Deutschland zum Beispiel schon viel mehr in Sachen Social Media und/oder Active Sourcing unterwegs sind. Dem ist nicht so. 

 3. Future of Recruiting – da war doch was 

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Zukünftig müssen wir im Recruiting unser Selbstverständnis hinterfragen, unsere Kompetenzen erweitern, viel kreativer in den Lösungsansätzen sein und uns zu Spezialistinnen für Teilbereiche entwickeln. Klick um zu Tweeten

Das Tolle an einem BarCamp ist ja, dass jede Teilnehmerin mitgestalten und jederzeit – auch spontan – noch Sessions einbringen kann. Da es keine einzige Session zur Zukunft des Recruiting gab (und das war der Hauptgrund, warum ich nach Hamburg geflogen bin – ok, die Fischbrötchen waren auch lecker) und obwohl ich gewettet hätte, dass zumindest KI ein Thema sein wird, habe ich kurzerhand am 2. Tag noch eine Session zum Thema „The Future of Recruiting #2030“ gepitcht, die dankbar von einer sehr großen Gruppe angenommen wurde. Die meisten Teilnehmerinnen waren allerdings im Hier und Jetzt verhaftet und ich musste alle meine Moderationskünste aufbringen, um doch noch ein paar Ideen zum Recruiting in der Zukunft herauszuholen. Hier meine Conclusio der Session: Auch 2030 wird es die Recruiting-Funktion noch geben, allerdings in einer stark veränderten Form: Wir müssen unser Selbstverständnis hinterfragen, unsere Kompetenzen erweitern, viel kreativer in den Lösungsansätzen sein und uns zu Spezialistinnen für Teilbereiche im Recruiting (z.B. Active Sourcing, Social Media Recruiting, Candidate Buddy etc.) entwickeln. Während ich diesen Blogbeitrag schreibe, fällt mir ein, dass es so eine Session am HR BarCamp in Wien im Jahr 2016 schon mal gab, ich habe meinen Blogbeitrag von damals hier mal ausgegraben. 

Und falls du im Mai 2020 Hamburg einen Besuch abstatten möchtest, dann melde dich am besten gleich zum nächsten Future of Recruiting BarCamp an, damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche erwartet dich im Blog ein Erfahrungsbericht, wir haben uns ein HR-Tool genauer angesehen und getestet, ob es deinen Job leichter macht. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

Recruiting- und HR-Events im Herbst 2019

 Die Zukunft Personal Austria findet 2019 nicht statt, das macht den ohnehin dicht gedrängten Kalender im Herbst etwas entspannter. Trotzdem gibt es eine Fülle an Angeboten in und um Österreich. Bei den folgenden Events und Weiterbildungen werde ich selbst vor Ort sein. Worum es dabei geht? Eine bunte Mischung von Active Sourcing über Stellenanzeigen und Social Media-Recruiting.

September

  • Am 10. oder 19. September kannst du noch am kostenlosen Webinar „Talent Relationship Management in der Praxis“ teilnehmen, das ich gemeinsam mit Jan Pichler von myVeeta halte.
  • Wie man die Zielgruppe Frauen im Recruiting besser erreicht, darum geht es am 19.09. in Linz. Der Workshop ist bereits ausgebucht, bei Interesse abonnierst du am besten meinen Newsletter, dann informiere ich dich zeitgerecht über den nächsten Termin. 
  • Am 26. und 27.09. findet wieder das HR BarCamp in Wien statt, letztes Jahr konnte ich nicht dabei sein, diesmal bin ich am 26.09. vor Ort. Die Tickets sind schon alle vergeben, aber manchmal werden noch kurzfristig Teilnehmerinnen gesucht, die einspringen. Du kannst zum Beispiel in unserer Facebook Gruppe HR Austria kundtun, dass du Interesse hast.

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Oktober

  • Employer Branding meets Social Media-Recruiting heißt es am 03.10. in Wien: Gemeinsam mit Ralf Tometschek von identifire zeigen wir, wie du dein Unternehmen attraktiv positionieren und das Web nutzen kannst, um von Bewerberinnen gut gefunden zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. 😉
  • Am 09. und 10.10. findet in der Hofburg in Wien wieder der HR Inside Summit statt und ich bin mit einer Session „Pimp my JobAd“ vor Ort. Zwei Tickets für Recruiting-Insider wurden bereits verlost und die Gewinnerinnen erhalten am Montag Bescheid. 
  • Ich werde allerdings nur am Mittwoch da sein, denn am Donnerstag geht es für mich weiter nach Hamburg zum BarCamp Future of Recruiting. Insights gibt es auf meinem Insta– und auch auf meinem Twitter-Account, versprochen!
  • Für wen es in dieser Woche noch ein bisserl mehr sein darf, der kann sich online weiterbilden: Die TALENTpro Online Konferenz findet heuer erstmalig statt. 
  • Ein Highlight für mich wird im Oktober definitiv die zweite Runde meines Social Media Recruiting Bootcamps. Am 16. und 17.10. werde ich in der Sportanlage der Polizei Wien (wo sonst) 😉 wieder Strategien aus dem Online- und Social Media-Marketing speziell für Recruitingzwecke vermitteln, die von den Teilnehmerinnen gleich praktisch umgesetzt werden. Ein heißer Tipp: Die Plätze sind limitiert und es gibt schon erste Anmeldungen. Mehr Infos findest du hier.
  • Gleich am 22.10. geht es weiter mit dem Thema Talent Relationship Management , gemeinsam mit myVeeta veranstalte ich einen eintägigen Workshop. Ein Fixtermin für alle, die ihre wissen möchten, wie man mit Personen im firmeninternen Talentepool Kontakt hält. 
  • Am 23.10. geht es beim ÖPWZ um Active Sourcing und am 24.10. bei der Lehrlingstagung um das Recruiting unserer jüngsten Zielgruppe. 

November

  • Am 6.11. startet in Wien eine New Work Session rund um die neuen Spielregeln der zukünftigen Arbeitswelt. Sehr spannend – hier kann ich leider nicht dabei sein.

Völlig zeit- und orts-unabhängig kann man unserer HR Austria Facebook Gruppe beitreten – mehr als 200 Mitglieder freuen sich auf neue Gesichter, Anregungen und Austausch zu HR Themen. 
Auch immer einen Besuch wert ist mein YouTube-Channel Recruiting TV, hier gibt es u.a. die Playlist Webinare und Online-Konferenzen, da kann man jederzeit und überall einen Blick hineinwerfen. Am besten den Channel gleich abonnieren und keine Neuigkeiten versäumen 😉.

Du kennst noch eine HR-Veranstaltung, die ich in meine Liste aufnehmen sollte? Dann schreib einfach an talentemagnet@claudialorber.at.

Was du sonst noch wissen solltest: Noch diesen Herbst kommt ein völlig neues Angebot zu Active Sourcing, das ich heute noch nicht verrate. Du willst informiert werden? Trag dich hier ein!

Herzliche Grüße
Claudia

 
PS: Nächste Woche geht’s darum, dass Führungskräfte keine Ahnung haben. 😉 Den Beitrag möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting auch für dich wieder einfach wird.

Ausbildertag 2019 – meine 7 Learnings

Recruiting und die Ausbildung von Lehrlingen ist offenbar ein Thema, das Ausbildungsverantwortliche in ganz Österreich beschäftigt. An 2 Tagen – einmal im Februar, einmal im Juni – haben mehr als 130 Personen am Ausbildertag teilgenommen, eine Mischung von Menschen in HR-Funktionen und Ausbildungsverantwortlichen. Ich war nicht nur als Speakerin, sondern auch als Zuhörerin vor Ort dabei und habe die Top-Learnings in aller Kürze zum Nachlesen zusammengefasst.

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Neben der Moderation kam der erste Vortrag von Robert Frasch (lehrlingspower.at) zu „Generation Z – So tickt die Jugend heute“. Zur Einstimmung gab es ein kurzes Video zum Thema „Welches Image hat die Lehre?“ der Medienwerkstatt Linz:

Ja, ich durfte auch wieder ein paar Statements abgeben und zwar zu Digital Recruiting. Im Lehrlingsrecruiting haben wir es mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu tun: nämlich den Jugendlichen und den Eltern. Diese bewegen sich auf unterschiedlichen Plattformen und kommunizieren anders. Deshalb sollten wir uns fragen, wenn wir zum Beispiel ein Video produzieren – wenden wir uns damit an die Jugendlichen direkt oder an die Eltern?  
Auf meinem YouTube Kanal gibt es eine Playlist mit Recruiting-Videos.


Meine Learnings

  • Die Lehre hat immer noch einen schlechten Ruf, denn die meisten Eltern wollen, dass ihre Kinder studieren.  
  • Das Ansehen einzelner Lehrberufe kann durch gezielte Maßnahmen verbessert werden: So ist in der Schweiz der Pflegeberuf der drittbeliebteste, in Deutschland rankt Altenpflege auf Platz 4.  
  • Rauchfangkehrer war der erste Lehrberuf in Österreich, aktuell gibt es mehr als 200, wirklich bekannt sind allerdings nur ca. 10. 
  • Jugendliche machen alles auf ihrem Smartphone: spielen, kommunizieren, lernen und eben auch bewerben. 
  • Lehrlinge müssen in den Recruitingprozess von Lehrlingen eingebunden werden oder diesen gleich komplett eigenverantwortlich übernehmen, das hat einen positiven Effekt bei der Integration der neuen Lehrlinge ins Unternehmen. 
  • Schulen Sie Ihre Lehrlinge, was den Umgang mit Social Media angeht, geben Sie anschauliche Praxisbeispiele. 
  • Ausbilderinnen sind nicht immer cool und sollten auch nicht so tun als ob. YouTuber können als Influencer agieren wie hier Puuki für Rewe:

Wer also potenzielle Lehrlinge ansprechen möchte, sollte auf jeden Fall digitalen Plattformen den Vorzug geben und dort zielgruppengerechten Content schaffen. Als Testimonials sind durchaus Influencer in Betracht zu ziehen, allerdings müssen die zum Unternehmen passen und sorgfältig ausgewählt werden. Dabei aber nicht auf die Eltern vergessen, die haben bei dem Thema mehr als ein Wörtchen mitzureden.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Ich habe vorab ein neues smartes Recruiting-Nachschlagewerk getestet, das ich nächste Woche im Blog vorstelle – Sie dürfen gespannt sein. 😉 Das möchten Sie nicht verpassen? Einfach Newsletter abonnieren,  Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten; oder per RSS Feed und Social Media am Laufenden bleiben – damit Recruiting wieder einfach wird.