Mit Instagram Reels zu mehr Reichweite im Recruiting

Social Media Recruiting bedeutet, soziale Medien zu nutzen, um auf dein Unternehmen als Arbeitgeber:in oder auf Jobmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Dies kann mit Instagram Reels gelingen. Für viele Funktionen reicht es nicht mehr aus, nur auf einer Jobplattform zu veröffentlichen und darauf zu hoffen, dass sich möglichst die richtigen Bewerberinnen melden (post and pray hat ausgedient, das habe ich schon oft erwähnt). Der größte Vorteil, den Social Media Recruiting bietet ist, dass nicht nur aktive Jobsuchende deine Beiträge sehen können, sondern wesentlich mehr Menschen. Im Online Marketing spricht man hier von „Reichweite“. 

Social Media Plattformen wie Instagram bringen regelmäßig neue Features heraus, die du auch im Recruiting unbedingt einsetzen solltest. Warum? Der Einsatz neuer Features bringt dir meist mehr Reichweite – sieh es als eine Art Belohnung. Seit einigen Tagen ist Reels – das neue Instagram Format – auch in Österreich verfügbar. Es gibt also eine weitere Möglichkeit, deine Aktivitäten hinsichtlich Recruiting oder Employer Branding auf Social Media zu teilen. 

Was ist Instagram Reels?

„Instagram Reels bietet dir die Möglichkeit, unterhaltsame Videos mit deinen Freund:innen und anderen Instagram-Nutzer:innen zu teilen. Du kannst 15-sekündige Multi-Clip-Videos aufnehmen und mit Ton, Effekten und neuen Kreativtools bearbeiten. Du kannst Reels im Feed mit deinen Abonnent:innen teilen, und wenn du ein öffentliches Konto hast, kannst du sie über einen neuen Bereich in Explore auch der gesamten Instagram-Community zeigen. Über Reels im Explore-Tab haben alle die Möglichkeit, ein Creator auf Instagram zu werden und auf der ganzen Welt ein neues Publikum zu erreichen.“ – so lautet die Erklärung aus erster Hand, dem Instagram Produkt Blog. Instagram Reels erinnert stark an TikTok. 

Instagram Reel Sticker by Social With Rashi
Wie kreierst du Instagram Reels?

Die einfachste Vorgehensweise ist, ein 15-sekündiges Video aufzunehmen und bei der Veröffentlichung die Funktion „Reels“ auszuwählen. Du kannst dein Video auch etwas aufwendiger gestalten. Anstatt ein komplettes Video auf einen Schlag aufzunehmen, kannst du verschiedene kleine Clips aufnehmen und aneinanderreihen, damit sie ein ganzes Reel ergeben.

Foto von Handy mit Logo von Claudia Lorber am Bildschirm

Im nächsten Schritt kannst du diese verschiedenen Optionen wählen: 

  • Musik: Wenn du auf die Note drückst erscheint eine große Datenbank an verschiedenen Liedern. Hier kannst du dir ein Lied für dein Reel aussuchen. Es kann sein, dass dieser Button für dich noch nicht freigeschalten ist. In diesem Fall solltest du ein Update machen. Falls ein Update das Problem nicht lösen sollte, könnte es sein, dass Instagram Musik deinem Konto nicht zur Verfügung steht. Du kannst dir dann eine andere kreative Lösung einfallen lassen z.B. könntest du eine eigene Audio erstellen und diese dann für dein Instagram Reel verwenden. 
  • Tempo: Bei diesem Button kannst du die Geschwindigkeit deines Videos bestimmen. Du kannst entweder das Tempo beschleunigen oder verringern. 
  • Effekte: Sobald du auf den Button klickst, siehst du unten die verschiedenen Effekte aufleuchten. Hier kannst du aus einer großen Anzahl an Effekten, den richtigen für dein Instagram Reel wählen. 
  • Timer: Du kannst einen Timer einstellen und selbst bestimmen, wann deine Aufnahme starten soll. Das ist eine tolle Option, falls du gerne Videos freihändig aufnimmst. 

Schau dir doch mein Instagram Profil an, da habe ich das für dich natürlich schon getestet. 

Welchen Inhalt könntest du nun mit einem 15 Sekunden Video transportieren, der auch im Recruiting weiterhilft?

Hier meine drei Tipps für dich, die du sofort umsetzen kannst: 

  • 3 Gründe, warum dieser Job richtig cool ist 
  • 3 Informationen, wie der Bewerbungsprozess bei euch aussieht 
  • 5 Jobs, die aktuell bei euch zu besetzen sind 

Deiner Phantasie für deine Instagram Reels sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Lass dich von anderen Accounts inspirieren und probiere aus, was gut ankommt. Ausprobieren ist in diesem Zusammenhang mein wichtigster Rat an dich – setze nicht auf Perfektion sondern leg einfach mal los. 

Bisher gab es in meinem Social Media Recruiting Bootcamp für alle Teilnehmer:innen immer eine Foto-Challenge. Vielleicht steigere ich das jetzt und wir machen ein Video. 😉

Hast du Instagram Reels schon für Recruitingzwecke ausprobiert? Lass es mich wissen, am besten schick mir gleich den Link zu deinem Account 

Setze auf Instagram Reels und andere neue Features der sozialen Medien, damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße
Claudia 

P.S.: Möchtest du dein Know-How über Social Media Recruiting auf ein neues Level bringen? Dann melde dich jetzt für das Social Media Recruiting Bootcamp im Mai an. Wir sorgen dabei unter anderem dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird.

3 Tipps, die dein Recruiting von Lehrlingen verbessern

Das Recruiting von Lehrlingen wird für viele Betriebe in Österreich so richtig zur Herausforderung. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen sinkt kontinuierlich, die Lehre hat ein Imageproblem und die Zahl der Kinder und Jugendlichen sinkt ebenfalls. Ich werde immer öfter gefragt, was tun, um als Ausbildungsbetrieb Lehrlinge auf sich aufmerksam zu machen? Ich habe drei Tipps für das Recruiting von Lehrlingen dich:

Tipp Nummer 1: Setze auf Bewegtbild (gemeint ist natürlich Video ;).

YouTube ist für die Zielgruppe Jugendliche in Österreich eines der drei beliebtesten Sozialen Netzwerke. Du kannst es machen wie Edeka und Influencer beauftragen, die ein Video auf YouTube veröffentlichen. Ich geb’s zu, ich zeige das Video sehr oft in meinen Workshops und ich zerkugel mich jedes Mal: „Frag mich, wie spät es ist!“ Aber zeig es doch mal deiner Tochter oder deinem Neffen im entsprechenden Alter und schau, wie die Reaktion ist. Dieses Video gefällt dir nicht, du findest das unpassend und kannst absolut nichts damit anfangen? Herzlich willkommen in der Online-Marketing-Welt, wo der Köder eben dem Fisch schmecken muss und nicht umgekehrt.

claudia lorber recruiting giphy

Natürlich kannst du auch selbst Videos filmen und diese dann über YouTube verbreiten. Was du da zeigen solltest sind aktuelle und ehemalige Lehrlinge genauso wie die Ausbildner:innen, auch Insights zum Arbeitsplatz werden gerne gesehen.

Ich habe noch einige weitere Beispiele für Recruiting-Videos für Lehrlinge in einer Playlist auf meinem YouTube Kanal Recruiting TV für dich zusammengestellt.

Leichter wird es, wenn du das Filmen auslagerst und dich zum Beispiel an die Plattform whatchado wendest. Vielleicht setzt du aber auch gleich auf TikTok und ihr macht mit bei der #machdierobbe-Challenge.

Tipp Nummer 2: Bedenke, dass du es im Lehrlingsrecruiting immer mit zwei Zielgruppen zu tun hast.

Wenn du doch lieber auf einen – nennen wir es – eher konservativen Zugang beim Recruiting von Lehrlingen setzen möchtest, dann habe ich gute Nachrichten beim Recruiting von Lehrlingen für dich: Noch immer sind die Eltern und teilweise sogar Großeltern wichtige Ratgeber bei der Berufswahl der Jugendlichen. Für die funktioniert das Facebook Ad so gut wie der Artikel in der Bezirkszeitung oder die Postwurfsendung, das lustige Influencer-Video allerdings sehr wahrscheinlich nicht.

Tipp Nummer 3: Hole die Zielgruppe ins Boot

Mach einen Workshop und hol deine Lehrlinge (am besten angehende, derzeit in Ausbildung und ein paar, die schon seit 1 oder 2 Jahren fertig sind) dazu. Frag nach: Was ist gut gelaufen, was würdet ihr anders machen? Welche Info habt ihr vermisst? Wie und warum seid ihr zu uns gekommen? Die Möglichkeiten sind unendlich und die meisten Jugendlichen freuen sich, wenn sie gefragt werden. Oder lagere das Recruiting gleich komplett aus, wie zum Beispiel Scheller Beckmann Edelstahl – da recruitieren seit Jahren Lehrlinge und zwar sehr erfolgreich.

Und hier kommt noch der wichtigste Tipp – ein Bonus quasi

Die Voraussetzung, um Lehrlinge anzuziehen, ist etwas, das eigentlich erst nach dem Recruiting passiert und trotzdem den größten Einflussfaktor hat: Sei ein guter Ausbildungsbetrieb! Jugendliche (und deren Eltern) sind sehr gut vernetzt und wer heutzutage meint, die Lehrlinge sind dazu da, das zu erledigen, was die anderen nicht wollen, muss erst gar keine Bemühungen für das Recruiting von Lehrlingen aufwenden.

Wenn der letzte Punkt für dich selbstverständlich ist und bei dir im Unternehmen auch gelebt wird, kann es mit den 3 Tipps auch in diesen Zeiten sehr wohl funktionieren, Jugendliche für die Lehre zu begeistern. Probier es aus und hol die Zielgruppe ins Boot – damit Recruting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächsten Monat steht das Recruiting von Lehrlingen im Fokus, es gibt nämlich einen Online Workshop zum Thema „Recruiting New Generation“. Das möchtest du nicht verpassen? Hier kannst du dich anmelden – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Ist deine Geschäftsführerin die beste Recruiterin?

Ist deine Geschäftsführerin auf Social Media vertreten? Ist sie die beste Recruiterin in deinem Unternehmen? Stehen ihre Beiträge im Einklang mit den Werten eurer Employer Brand? Sorgt sie für Bewerbungen? 

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Eigenartige Fragen oder? Ist ja schließlich dein Job, für die richtigen Bewerbungen zu sorgen. Wenn du dir jetzt so etwas in der Art denkst, hast du natürlich völlig recht. Aber Unterstützung schadet bekanntlich nicht und die Mitglieder der Geschäftsführung, Vorstände oder CEOs können meist etwas bewirken, dass dir als Recruiterin nicht ganz so einfach gelingt: Dafür sorgen, dass du nicht nur mehr, sondern auch die richtigen Bewerbungen erhältst. 

Dieser Tweet von Elon Musk hat mit Sicherheit für zahlreiche Bewerbungen gesorgt. Einfach aber effektiv. 

claudia lorber recruiting Twitter Elon Musk 1

Seit mir die Idee zu diesem Blogbeitrag im Kopf herumspukt suche ich übrigens noch ein tolles Beispiel auf Instagram. Kennst du CEOs, Vorstände oder Geschäftsführer:innen von österreichischen Unternehmen, die hier aktiv sind? Bitte lass es mich wissen! 

Zwei davon hole ich heute mal vor den Vorhang: 

Michaela Huber, ÖBB PV Vorständin und was soll ich sagen – ich liebe ihre Aktivität auf Twitter. Sie tut dort vermutlich mehr für das Standing der ÖBB als Arbeitgeberin als so manche Employer Branding Kampagne. Damit will ich die Arbeit der HR Verantwortlichen auf gar keinen Fall schmälern, aber dieser Account ist „echt, nahbar“ und vermittelt so ein Bild, das wir gar nicht hinbekommen könnten. Selfies mit Lokführer:innen sind ebenso an der Tagesordnung wie solche Meldungen:

claudia lorber recruiting image

Ich kenne Michaela Huber nicht persönlich, bin mir aber sicher, wir würden uns gut verstehen. Und ist das nicht eines der wichtigsten Argumente für die Zusammenarbeit mit einer Führungskraft

Ihrem Profil auf LinkedIn folgen übrigens ca. 4.000 Menschen. Ich habe mich durch ein paar Profile von Recruitingverantwortlichen bei den ÖBB geklickt. Die meisten hatten (weit) unter 1.000 Kontakte. Ihre Reichweite ist somit mindestens vier Mal so groß wie die von den meisten Recruitingverantwortlichen. 

Dein CEO ist aber nicht Elon Musk, du arbeitest nicht in einem ATX-Unternehmen und auch nicht in einem der größten Konzerne in Österreich? Dann schau dir mal Beispiel Nummer zwei an: 

Michael Heritsch, CEO der FH Wien der WKW 

Auf seinem LinkedIn Profil teilt er nicht nur Beiträge der FH Wien der WKW sondern veröffentlicht selbst Content und interagiert sehr regelmäßig. Durch seine eigenen Beiträge aber auch seine Kommentare bei anderen erlebe ich ihn als Mensch und nicht nur als Funktion. Was ich besonders schön finde sind die gratulierende Worte an Absolvent:innen – so wie hier zum Beispiel: 

claudia lorber recruiting Michael Heritsch Kommentar LinkedIn

Vor kurzem habe ich eine Recruiting-Strategie für eine Vorstands-Assistenz-Funktion entwickelt. Weißt du, was du so wirklich geholfen hätte? Natürlich weißt du es, war eine rhetorische Frage. 😉 

Die Präsenz des Vorstandes auf Social Media. So hätten sich potenzielle Mitarbeiter:innen gleich ein Bild machen können über ihre künftige Führungskraft und hätten außerdem auch eine bessere Entscheidung treffen können, ob Sie sich bewerben sollen oder nicht. 

Wenn du jetzt noch ein Argument brauchst, warum die Social Media Präsenz ein Vorteil ist, dann sieh am besten einmal nach, wieviel follower der offizielle Unternehmensaccount von Microsoft auf LinkedIn hat und wie viele Bill Gates.  

Setze auf Social Media Accounts von Geschäftsführung, Vorständen und Co damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: In meiner Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich gibt es laufend Inputs und immer die brandheißen News zu Social Media Änderungen, die im Recruiting relevant sind. Bist du schon Mitglied? 

3 Möglichkeiten, um Empfehlungen von Mitarbeiter:innen in dein Recruiting zu involvieren

Die Mitarbeiter:innen in deinem Unternehmen sind für mich der Recruitingkanal, auf den ich IMMER setzen würde – egal für welche Funktion. Nicht immer musst du dafür gleich ein Mitarbeiter:innenempfehlungsprogramm oder auch ein Jobbotschafter:innenprogramm aufsetzen. Du kannst auch einen dieser drei Wege wählen, um Empfehlungen von deinen Mitarbeiter:innen im Recruiting einzusetzen.

Frau fragt: Mitarbeiter:innen "Who here is on social?"

1. Vorträge für Fachpublikum

Egal ob auf einer Messe, Konferenz oder Tagung – du hast Mitarbeiter:innen, die nicht nur Fachexpert:innen sind, sondern zusätzlich in der Lage sind, ihr Know-how in Vortragsform zu vermitteln? Perfekt! Wenn ihr es gemeinsam schafft, aktuelle Projekte oder Beispiele aus eurem Arbeitsalltag einzubinden und so „mitschwingen“ zu lassen, woran bei euch gearbeitet wird – Bingo. So weckst du garantiert das Interesse deiner potenziellen Bewerber:innen.

Such dir am besten jetzt gleich alle bevorstehenden Konferenzen etc. heraus und mach dir einen Überblick, wer für Vorträge zur Verfügung steht – deine eigenen kleine Speaker:innen Datenbank quasi.

Pro-Tipp: Vergiss nicht, diesen Event und vor allem den Vortrag deiner Kolleg:in auf allen Social Media Kanälen zu promoten.

2. Lektorat auf Fachhochschulen

Fachhochschulen sind eigentlich immer auf der Suche nach Menschen, die ihr Praxis Know-how einbringen können und wollen. Student:innen profitieren nicht nur von fachlichen Inputs, sondern sind sehr oft auch – nach Beendigung des Studienganges – auf Jobsuche oder offen für Jobangebote. Diese Kontakte sind Gold wert. Hast du einen Überblick darüber, wer in deinem Unternehmen schon unterrichtet oder dies vielleicht gerne möchte? Wenn du es dann noch schaffst, aus diesem Pool Praktikant:innen zu generieren oder die Betreuung von Bachelor- oder Masterarbeiten ist die Basisarbeit quasi schon erledigt: dein Unternehmen als Arbeitgeberin zu positionieren.

3. Social Media Beiträge

Frage nach, ob deine Mitarbeiter:innen so nett sind, den einen oder anderen Beitrag, der auf Jobmöglichkeiten in deinem Unternehmen hinweist, auch auf ihren persönlichen Social Media Profilen – wie Facebook, TikTok, LinkedIn und Co – zu teilen. Hilfreich ist es hier, einen kurzen Text für den Beitrag zur Verfügung zu stellen, sodass deine Kolleg:innen mit „copy and pasty“ in kürzester Zeit unterstützen können.

Je näher deine Kolleg:innen dem Fachbereich sind, für den gesucht wird, umso besser. Natürlich schadet es nicht, wenn auch „fachfremde“ Personen deine Beiträge teilen.

 

Du siehst, es muss gar nicht immer ein klassisches Empfehlungsprogramm mit einem Prämiensystem oder sogar eine Recruiting Influencer Kampagne sein. Es gibt noch andere Möglichkeiten, um Empfehlungen von Mitarbeiter:innen im Recruiting einzusetzen.

Wenn du wissen möchtest, wie du ein Jobbotschafter:innen Programm aufsetzt und Social Media dich dabei unterstützen kann, dann komm ins Jobbotschafter Basecamp von identifire. Hier geben Karin Krobath, Ralf Tometschek und ich Tipps, wie du ein Corporate Influencer Programm aufsetzen kannst. In diesem Video erzählen wir mehr dazu.

 

Hol deine Kolleg:innen zu Hilfe, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: In meinen Social Media Recruiting Bootcamp (online) im November sind noch ein paar freie Plätze. Melde dich gleich hier an!

 

 

Polywork – muss ich da dabei sein?

Polywork – schon wieder eine Plattform, die wir im Recruiting einsetzen sollten? Oder sogar müssen? Ich kann dich beruhigen: du MUSST natürlich nicht dabei sein. Einen Blick darauf zu werfen schadet allerdings nicht – ich habe mich schon ein wenig umgesehen.

Biber schaut aus seinem Versteck

XING und LinkedIn sind mittlerweile ein alter Hut. Beide Plattformen haben bereits einige Jährchen auf dem Buckel (gestartet 2002 bzw. 2003) und die Stimmen nach einer Alternative werden immer lauter: XING ist technologisch nicht update und LinkedIn entwickelt sich immer mehr zu Facebook – so die, gar nicht so stillen, Vorwürfe, die in den letzten Monaten immer wieder zu hören (oder eigentlich zu lesen) sind. Ich war daher schon richtig gespannt, wann denn eigentlich ein Marktbegleiter auftaucht. Zuletzt haben uns TikTok und dann Clubhouse mit einem regelrechten Hype auf Trab gehalten – wird das auch Polywork gelingen?

Was ist Polywork? 

Polywork is a professional network for sharing who you are and what you do.

So heißt es in der Twitter Bio. 

Die Plattform unterscheidet sich von LinkedIn und XING vor allem in der Darstellung: es gibt so genannte HighlightsBadges und auch Milestones – das können Projekte sein, Vorträge oder eben Know-how. 

Wie erstellst du dein Polywork-Profil? 

Wenn du eine Einladung erhalten hast, registrierst du dich und beginnst dann deine Badges auszuwählen bzw. hinzuzufügen und gibst deine Highlights bekannt. Die Badges helfen dir auch, dich mit anderen Menschen zu vernetzen bzw. besser gesagt, ihnen zu folgen. Ich selbst habe übrigens den „Austria“ Badge erstellt, weil ich es immer spannend finde, andere Profile aus Österreich zu sehen. Und auch Social Media Recruiting – aus Gründen. 

Für Recruiting Insider habe ich ein kurzes how-to Video aufgenommen. 

Warum nennt sich die Plattform Polywork? 

Eine sehr schöne Erklärung findest du direkt auf der Website:

 We are problemsolverscodersstorytellersadvisorsmentorspartens … all at the same time.

Es geht also darum, die vielen Facetten in unserem Leben anders abzubilden als wir das – angelehnt an den Aufbau eines Lebenslaufes – bisher kennen. Ein Jobtitel ist oft nicht aussagekräftig und schon gar nicht in der Lage, uns „gesamt“ zu betrachten. Polywork zielt drauf ab, dass man selbst keine Website mehr benötigt und trotzdem online präsent sein kann – aber eben selbst steuert, zu welchem Thema. Die Plattform nennt sich selbst Professional Social Network – ich gestehe, der Social Part erschließt sich mir noch nicht so richtig.   

Du möchtest dir Polywork selbst ansehen? 

Wie schon bei Clubhouse setzt auch Polywork (vorerst) auf die „Invite only“ Masche. Dies angeblich nicht um einen künstlichen Hype zu erzeugen (naja wollen wir das einmal so glauben)sondern, um die Verfügbarkeit der Plattform zu gewährleisten. 

Polywork sieht anders aus 

Das Layout der Plattform ist – zumindest nach meinem Empfinden – nicht business-like sondern wirkt sehr verspielt und verspricht einen gewissen Gamification-Ansatz. Du bekommst einen Avatar an die Seite gestellt und kannst das Layout deiner Seite auch individualisieren. 

Wer ist denn nun auf Polywork zu finden? 

Spannenderweise schreibt Persoblogger Stefan Scheller gut 2 Wochen vor mir in seinem Beitrag, dass sich vornehmlich Software-Entwickler:innen auf der neuen Plattform aufhalten (oder heißt es präsentieren)? Ich selbst finde besonders viele Recruitingverantwortliche – das mag aber auch am Algorithmus liegen (oder an seinem Blogbeitrag).  

Die Macher:innen von Polywork scheinen ein Herz für Start-ups zu haben, viele Features sind gerade auf diese Zielgruppe zugeschnitten. 

Mein Fazit

Derzeit lohnt es sich im Recruiting vermutlich noch nicht, viel Zeit in Polywork zu investieren – außer du möchtest die Plattform als zusätzliche Sourcing Quelle verwenden oder du bist auf der Suche nach Freelancern. Menschen, die in ihrem Job zumindest größtenteils zufrieden sind, werden wohl eher nicht noch eine Plattform mit ihren Daten füttern – sind doch mittlerweile viele Facebook, LinkedIn und auch XING-Profile schon verwaist oder schlummern vor sich hin. 

Was mir sehr gut gefällt ist, dass Polywork keine Möglichkeit auslässt, um auf die Jobchancen im Unternehmen aufmerksam zu machen: in der Twitter Bio gibt es einen Link und auch auf der Website sind die Jobs sehr elegant und prominent eingebettet. 

Hast du schon ein Polywork-Profil? Was meinst du zum neuen Netzwerk? 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: In meinem Guide zur Zielgruppen-Definition findest du Polywork noch nicht, aber er hilft dir garantiert trotzdem.  

Meine Top 3 Social Media Recruiting Tools

Welche Programme, Apps, Tools verwendest du für Social Media Recruiting? Womit bearbeitest du Bilder? Kennst du das Programm XY? Welches Programm für die Redaktionsplanung empfiehlst du? 

American Idol Finalisten_Sieger hebt den Kopf

Müsste ich ein Ranking aller Fragen, die mir in Workshops oder im Social Media Recruiting Bootcamp am häufigsten gestellt werden, machen, dann belegt diese Fragengruppe eindeutig Platz Nummer 2. Auf Platz Nummer 1 liegt – mit sehr viel Abstand – das weißt du als Blogleserin natürlich schon – die Frage nach der Zielgruppe.

Hier kommen meine Top 3 Social Media Recruiting Tools: 

Canva

Das Bildbearbeitungsprogramm Canva ist seit 2013 auf dem Markt. Ich nütze es seit 2017 und habe die Pro-Variante im Einsatz – die lohnt sich auf jeden Fall. Auch in der kostenfreien Variante kannst du auf über 250.000 Vorlagen zugreifen, bereits in der jeweils richtigen Größe für jede Plattform und du kannst alles auf dein Corporate Design anpassen. In der kostenpflichtigen Variante kannst du Vorlagen abspeichern, deine Brandfarben und -schriften definieren, hast Zugriff auf noch mehr Vorlagen und eine umfassende Foto-Datenbank. Seit einiger Zeit gibt es sogar noch einen Planer für Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter, mit dem du deine Social Media Beiträge vorausplanen kannst. Diese werden dann zum von dir definierten Zeitpunkt veröffentlicht. 

Diese Funktion verwende ich nicht, ich habe dafür  

Publer

im Einsatz. Publer ist einSocial Media Management Plattform für Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Pinterest, Google My Business und YouTube. Auch hier habe ich die kostenpflichtige Variante. Es gibt aber auch eine kostenlose Version, da kannst du maximal 5 Social Media Accounts verbinden und hast eine limitierte Anzahl an vorgeplanten Beiträgen zur Verfügung. Ich muss zugeben, ich verwende längst nicht alle Funktionen, die es gibt. Zwei Dinge waren für mich bei der Wahl eines Social Media Management Tools ausschlaggebend (abgesehen von den Kosten): 

  • Ich wollte eine möglichst einfache (oder auch selbsterklärende) Oberfläche, weil ich nur wenig Zeit für die Bedienung des Tools aufwenden wollte.
  • Ich habe eine Plattform gesucht, mit der ich auch LinkedIn Beiträge planen kann. 

Ja, du hast mich erwischt, ich veröffentliche (kaum) Beiträge tatsächlich live. Im Normalfall plane ich ca. 1 Woche im Voraus und spare dadurch einfach Zeit. 

Für deine Beiträge auf XING wirst du aktuell keine Möglichkeit finden, Beiträge mit einem Tool zu planen. XING bietet diese Schnittstelle seit 2019 nicht mehr an. 

Das dritte Tool, das ich sehr häufig verwende ist das 

Facebook Creator Studio 

Creator Studio vereint alle Tools, die du zum effektiven Posten, Verwalten, Monetarisieren und Messen der Performance von Content auf allen deinen Facebook-Seiten und Instagram-Konten benötigst. Mit diesen Tools und den entsprechenden Berechtigungen stehen dir auch neue Funktionen sowie Optionen für die Monetarisierung zur Verfügung.

Creator Studio kann von allen Personen verwendet werden, die eine Seite verwalten. Deine Seitenrolle bestimmt jedoch die konkreten Informationen, die du siehst, und die Handlungen, die du vornehmen kannst. 

So lautet die Beschreibung von Facebook. Mit dem Creator Studio erstelle und plane ich alle meine Beiträge auf Facebook und Instagram 

Gerüchten zur Folge ist ein möglicher Nachteil, wenn du über externe Programme, wie Publer (und zahlreichen anderen), Beiträge planst und verbreitest, die Reichweite deiner Beiträge eingeschränkt wird. Ob dies tatsächlich der Fall ist, weiß niemand so genau.

 

Mit diesen 3 Tools bist du bereits bestens gerüstet für Social Media Recruiting. Ich habe zusätzlich noch Tweetdeck und YouTube Studio im Einsatz, außerdem verwende ich die Instagram Apps Boomerang, Layout und Formate wie Story oder Reels. 

So, jetzt weißt du Bescheid, oder? 

 

Verwende am besten die Tools der Social Media Plattformen, dann wird Recruiting wieder einfach. 

 

Herzliche Grüße 

Claudia

P.S.: Wenn du wissen möchtest, was du über die Tools und Apps am besten veröffentlichst, dann komm ins Social Media Recruiting Bootcamp!