Polywork – muss ich da dabei sein?

Polywork – schon wieder eine Plattform, die wir im Recruiting einsetzen sollten? Oder sogar müssen? Ich kann dich beruhigen: du MUSST natürlich nicht dabei sein. Einen Blick darauf zu werfen schadet allerdings nicht – ich habe mich schon ein wenig umgesehen. 

Biber schaut aus seinem Versteck

XING und LinkedIn sind mittlerweile ein alter Hut. Beide Plattformen haben bereits einige Jährchen auf dem Buckel (gestartet 2002 bzw. 2003) und die Stimmen nach einer Alternative werden immer lauter: XING ist technologisch nicht update und LinkedIn entwickelt sich immer mehr zu Facebook – so die, gar nicht so stillen, Vorwürfe, die in den letzten Monaten immer wieder zu hören (oder eigentlich zu lesen) sind. Ich war daher schon richtig gespannt, wann denn eigentlich ein Marktbegleiter auftaucht. Zuletzt haben uns TikTok und dann Clubhouse mit einem regelrechten Hype auf Trab gehalten – wird das auch Polywork gelingen? 

 

Was ist Polywork? 

Polywork is a professional network for sharing who you are and what you do.

So heißt es in der Twitter Bio. 

Die Plattform unterscheidet sich von LinkedIn und XING vor allem in der Darstellung: es gibt so genannte HighlightsBadges und auch Milestones – das können Projekte sein, Vorträge oder eben Know-how. 

 

Wie erstellst du dein Polywork-Profil? 

Wenn du eine Einladung erhalten hast, registrierst du dich und beginnst dann deine Badges auszuwählen bzw. hinzuzufügen und gibst deine Highlights bekannt. Die Badges helfen dir auch, dich mit anderen Menschen zu vernetzen bzw. besser gesagt, ihnen zu folgen. Ich selbst habe übrigens den „Austria“ Badge erstellt, weil ich es immer spannend finde, andere Profile aus Österreich zu sehen. Und auch Social Media Recruiting – aus Gründen. 

Für Recruiting Insider habe ich ein kurzes how-to Video aufgenommen. 

 

Warum nennt sich die Plattform Polywork? 

Eine sehr schöne Erklärung findest du direkt auf der Website:

 We are problemsolverscodersstorytellersadvisorsmentorspartens … all at the same time.

Es geht also darum, die vielen Facetten in unserem Leben anders abzubilden als wir das – angelehnt an den Aufbau eines Lebenslaufes – bisher kennen. Ein Jobtitel ist oft nicht aussagekräftig und schon gar nicht in der Lage, uns „gesamt“ zu betrachten. Polywork zielt drauf ab, dass man selbst keine Website mehr benötigt und trotzdem online präsent sein kann – aber eben selbst steuert, zu welchem Thema. Die Plattform nennt sich selbst Professional Social Network – ich gestehe, der Social Part erschließt sich mir noch nicht so richtig.   

 

Du möchtest dir Polywork selbst ansehen? 

Wie schon bei Clubhouse setzt auch Polywork (vorerst) auf die „Invite only“ Masche. Dies angeblich nicht um einen künstlichen Hype zu erzeugen (naja wollen wir das einmal so glauben)sondern, um die Verfügbarkeit der Plattform zu gewährleisten. 

 

Polywork sieht anders aus 

Das Layout der Plattform ist – zumindest nach meinem Empfinden – nicht business-like sondern wirkt sehr verspielt und verspricht einen gewissen Gamification-Ansatz. Du bekommst einen Avatar an die Seite gestellt und kannst das Layout deiner Seite auch individualisieren. 

 

Wer ist denn nun auf Polywork zu finden? 

Spannenderweise schreibt Persoblogger Stefan Scheller gut 2 Wochen vor mir in seinem Beitrag, dass sich vornehmlich Software-Entwickler:innen auf der neuen Plattform aufhalten (oder heißt es präsentieren)? Ich selbst finde besonders viele Recruitingverantwortliche – das mag aber auch am Algorithmus liegen (oder an seinem Blogbeitrag).  

Die Macher:innen von Polywork scheinen ein Herz für Start-ups zu haben, viele Features sind gerade auf diese Zielgruppe zugeschnitten. 

 

Mein Fazit

Derzeit lohnt es sich im Recruiting vermutlich noch nicht, viel Zeit in Polywork zu investieren – außer du möchtest die Plattform als zusätzliche Sourcing Quelle verwenden oder du bist auf der Suche nach Freelancern. Menschen, die in ihrem Job zumindest größtenteils zufrieden sind, werden wohl eher nicht noch eine Plattform mit ihren Daten füttern – sind doch mittlerweile viele Facebook, LinkedIn und auch XING-Profile schon verwaist oder schlummern vor sich hin. 

Was mir sehr gut gefällt ist, dass Polywork keine Möglichkeit auslässt, um auf die Jobchancen im Unternehmen aufmerksam zu machen: in der Twitter Bio gibt es einen Link und auch auf der Website sind die Jobs sehr elegant und prominent eingebettet. 

 

Hast du schon ein Polywork-Profil? Was meinst du zum neuen Netzwerk? 

 

Herzliche Grüße 

Claudia 

 

P.S.: In meinem Guide zur Zielgruppen-Definition findest du Polywork noch nicht, aber er hilft dir garantiert trotzdem.  

Meine Top 3 Social Media Recruiting Tools

Welche Programme, Apps, Tools verwendest du für Social Media Recruiting? Womit bearbeitest du Bilder? Kennst du das Programm XY? Welches Programm für die Redaktionsplanung empfiehlst du? 

American Idol Finalisten_Sieger hebt den Kopf

Müsste ich ein Ranking aller Fragen, die mir in Workshops oder im Social Media Recruiting Bootcamp am häufigsten gestellt werden, machen, dann belegt diese Fragengruppe eindeutig Platz Nummer 2. Auf Platz Nummer 1 liegt – mit sehr viel Abstand – das weißt du als Blogleserin natürlich schon – die Frage nach der Zielgruppe.

Hier kommen meine Top 3 Social Media Recruiting Tools: 

Canva

Das Bildbearbeitungsprogramm Canva ist seit 2013 auf dem Markt. Ich nütze es seit 2017 und habe die Pro-Variante im Einsatz – die lohnt sich auf jeden Fall. Auch in der kostenfreien Variante kannst du auf über 250.000 Vorlagen zugreifen, bereits in der jeweils richtigen Größe für jede Plattform und du kannst alles auf dein Corporate Design anpassen. In der kostenpflichtigen Variante kannst du Vorlagen abspeichern, deine Brandfarben und -schriften definieren, hast Zugriff auf noch mehr Vorlagen und eine umfassende Foto-Datenbank. Seit einiger Zeit gibt es sogar noch einen Planer für Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter, mit dem du deine Social Media Beiträge vorausplanen kannst. Diese werden dann zum von dir definierten Zeitpunkt veröffentlicht. 

Diese Funktion verwende ich nicht, ich habe dafür  

Publer

im Einsatz. Publer ist einSocial Media Management Plattform für Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Pinterest, Google My Business und YouTube. Auch hier habe ich die kostenpflichtige Variante. Es gibt aber auch eine kostenlose Version, da kannst du maximal 5 Social Media Accounts verbinden und hast eine limitierte Anzahl an vorgeplanten Beiträgen zur Verfügung. Ich muss zugeben, ich verwende längst nicht alle Funktionen, die es gibt. Zwei Dinge waren für mich bei der Wahl eines Social Media Management Tools ausschlaggebend (abgesehen von den Kosten): 

  • Ich wollte eine möglichst einfache (oder auch selbsterklärende) Oberfläche, weil ich nur wenig Zeit für die Bedienung des Tools aufwenden wollte.
  • Ich habe eine Plattform gesucht, mit der ich auch LinkedIn Beiträge planen kann. 

Ja, du hast mich erwischt, ich veröffentliche (kaum) Beiträge tatsächlich live. Im Normalfall plane ich ca. 1 Woche im Voraus und spare dadurch einfach Zeit. 

Für deine Beiträge auf XING wirst du aktuell keine Möglichkeit finden, Beiträge mit einem Tool zu planen. XING bietet diese Schnittstelle seit 2019 nicht mehr an. 

Das dritte Tool, das ich sehr häufig verwende ist das 

Facebook Creator Studio 

Creator Studio vereint alle Tools, die du zum effektiven Posten, Verwalten, Monetarisieren und Messen der Performance von Content auf allen deinen Facebook-Seiten und Instagram-Konten benötigst. Mit diesen Tools und den entsprechenden Berechtigungen stehen dir auch neue Funktionen sowie Optionen für die Monetarisierung zur Verfügung.

Creator Studio kann von allen Personen verwendet werden, die eine Seite verwalten. Deine Seitenrolle bestimmt jedoch die konkreten Informationen, die du siehst, und die Handlungen, die du vornehmen kannst. 

So lautet die Beschreibung von Facebook. Mit dem Creator Studio erstelle und plane ich alle meine Beiträge auf Facebook und Instagram 

Gerüchten zur Folge ist ein möglicher Nachteil, wenn du über externe Programme, wie Publer (und zahlreichen anderen), Beiträge planst und verbreitest, die Reichweite deiner Beiträge eingeschränkt wird. Ob dies tatsächlich der Fall ist, weiß niemand so genau.

 

Mit diesen 3 Tools bist du bereits bestens gerüstet für Social Media Recruiting. Ich habe zusätzlich noch Tweetdeck und YouTube Studio im Einsatz, außerdem verwende ich die Instagram Apps Boomerang, Layout und Formate wie Story oder Reels. 

So, jetzt weißt du Bescheid, oder? 

 

Verwende am besten die Tools der Social Media Plattformen, dann wird Recruiting wieder einfach. 

 

Herzliche Grüße 

Claudia

P.S.: Wenn du wissen möchtest, was du über die Tools und Apps am besten veröffentlichst, dann komm ins Social Media Recruiting Bootcamp!

 

Wo finde ich meine Zielgruppe im Recruiting?

Welche Kanäle sind für welche Zielgruppe im Recruiting am besten geeignet? Wo finde ich IT-Fachkräfte? Wen finde ich auf LinkedIn? Wo erreiche ich meine Zielgruppe? Ist TikTok für uns die richtige Plattform? Über die Jobplattformen, auf denen wir bisher Inserate veröffentlicht haben, kommen keine Bewerbungen mehr – was sind Alternativen?

Wenn du beim Lesen der Einleitung bei zumindest einem Punkt genickt und dir gedacht hast „genau, das will ich auch wissen“…

Frau nickt mit dem Kopf und sagt "Yeah"

… dann solltest du unbedingt

1. diesen Blogbeitrag fertig lesen 😉 und
2. meinen neuen Guide „Zielgruppendefinition im Recruiting“ downloaden.

Der hilft dir, egal für welchen Bereich du dich mit dem Thema Zielgruppe beschäftigst:

Active Sourcing
⦁ Employer Branding
⦁ Recruiting
⦁ Social Media Recruiting.

Wo finde ich meine Zielgruppe?

Das ist übrigens die Frage, die mir mit Abstand am häufigsten gestellt wird. Von Teilnehmerinnen an meinen Workshops, im Social Media Recruiting Bootcamp und natürlich auch, wenn es um Active Sourcing geht.

Dass diese Frage mehr als berechtigt ist, zeigt die Vielzahl der Möglichkeiten. So gibt es in Österreich aktuell ca. 200 Online-Jobplattformen, auf denen du dein Job-Inserat veröffentlichen kannst. Hier erreichst du aber (zumindest beim Großteil) nur die Zielgruppe der aktiv Jobsuchenden. Mit dieser Zielgruppe alleine kommen wir im Recruiting aber nicht weit. Abgesehen davon gibt es unendlich viele kreative Möglichkeiten, wo und wie du dein Unternehmen als Arbeitgeberin und Jobmöglichkeiten positionieren kannst. Social Media zum Beispiel (wenn du hier laufend Input erhalten möchtest komm einfach in meine Facebook Gruppe) aber auch offline gibt es unzählige sogenannte Touchpoints.

Wie kommst du zur Zielgruppendefinition?

Ein Weg ist die Erstellung von Candidate Personas, ein anderer sind Statistiken (dazu findest du einiges im Guide), du kannst aber auch einen Briefingleitfaden entwickeln, der dir die Informationen liefert. Bei der Entwicklung von Recruiting-Strategien für meine Kundinnen kombiniere ich meist zwei bis drei Vorgehensweisen.

Was ist das Ergebnis deiner Zielgruppendefinition?

Als Recruitingverantwortliche schlägst du mit einer fundierten Zielgruppenanalyse gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • du bekommst bessere Einblicke in das Team,
  • verstehst die Business Cases,
  • weißt, wen das Team wofür braucht und sich wünscht und du bist dadurch
  • sicherer im gesamten Recruitingprozess.

Außerdem

  • erfährst du, auf welchen Touchpoints deine Zielgruppe wahrscheinlich anzutreffen ist – wodurch du Zeit und Budget sparst – und
  • kannst die Erkenntnisse für eine gelungene Candidate Experience einsetzen – z.B. bei der Formulierung deiner Job-Inserate oder der Gestaltung der Karrierewebsite

Im Marketing passiert nichts, ohne die entsprechende Definition der Zielgruppe. Damit sollen Streuverluste vermieden werden, aber auch die richtigen Plattformen ausgewählt und das entsprechende Wording eingesetzt werden. So werden die vorhandenen Mittel optimiert und sichergestellt, dass nicht auf das falsche Pferd gesetzt wird. Dass sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Zielgruppe auch im Recruiting lohnt, sollte jetzt keine Überraschung mehr sein.

Die Qual der Wahl

Die eine Plattform, auf der du deine Zielgruppe ganz sicher findest, gibt es leider nicht. Im ersten Schritt gilt es daher herauszufinden, wo sich deine potenziellen Mitarbeiterinnen sehr wahrscheinlich aufhalten – und dies werden mehrere unterschiedliche Möglichkeiten sein. Fokussiere dich zuerst auf zwei oder drei Plattformen, die erfolgsversprechend erscheinen und vergiss nicht: Je nachdem wofür du dich entscheidest, dauert die Analyse bis zu einem Arbeitstag. Sei nicht ungeduldig, das lohnt sich auf jeden Fall. Du sparst die Zeit später im Prozess wieder ein.

Definiere WEN du suchst, bevor du überlegst WO du suchst – dann wird Recruiting wieder einfach.

Herzliche Grüße
Claudia

P.S.: Hol dir jetzt meinen Guide „Zielgruppendefinition im Recruiting“!

Warum dein Employer Branding 2021 nicht mehr funktioniert

„Employer Branding umfasst die Positionierung und Kommunikation eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber.“ So die Definition von Armin Trost in seinem Buch Employer Branding: Arbeitgeber positionieren und präsentieren.* 2021 gilt es wohl die eine oder andere Herausforderung in Bezug auf deine Arbeitgebermarke zu meistern, doch die Positionierung und Kommunikation auf Social Media ist so einfach wie nie zuvor.

Möchtest du ab 10. Mai 2021 mit mir eine 21 Tage Instagram Recruiting Challenge durchführen? Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird.

Giphy Video: Frau freut sich über 5 Likes und erhofft sich ein erhöhtes Employer Branding 2021

Wenn du dich bereits mit Employer Branding auseinandergesetzt hast, dann sind dir die Begriffe Marke (Brand) und Image schon geläufig. Wie sieht es mit den Werten deines Unternehmens als Arbeitgeberin aus? Kennst du sie und finden wir sie zum Beispiel in Job-Inseraten wieder? Nicht als Aufzählung, so in dem Sinne

  • wir sind familienfreundlich,
  • flexibel und
  • innovativ

sondern indem Unternehmenskultur nicht nur kommuniziert sondern auch transportiert wird? Habe ich nach dem Lesen deines Inserates einen ersten Eindruck gewonnen, der mir hilft, mich zu orientieren, ob genau dieser Job in diesem Unternehmen der richtige für mich ist?

Ich gebe zu, das ist in Job-Inseraten nicht ganz so einfach (aber durchaus machbar) und wird sehr oft auf die Karrierewebsite verlagert. Da finden sich dann gestylte Fotos, wohl durchdachte Aussagen und sehr häufig auch DAS Imagevideo.

Langweilt dich das?

Mich auch. Und deine potenziellen Mitarbeiterinnen ebenso. Darum funktioniert dieser Employer Branding Ansatz 2021 auch nur mehr bedingt.

Was aber funktioniert, sind Einblicke in das reale Arbeitsleben in deinem Unternehmen. Du hast vermutlich schon davon gehört, dass mittlerweile Authentizität Einzug in die sozialen Medien gehalten hat.

Dadurch transportierst du die Unternehmenskultur ganz schnell und einfach. Im Idealfall kennst du als bereits deine EVP (Employee Value Proposition) und kannst dieses „Versprechen“ als Arbeitgeber in deine Beiträge einfließen lassen.

  • Wie funktioniert das denn?
  • Muss ich da auch tanzen?
  • Was soll ich veröffentlichen?
  • Wo soll ich am besten veröffentlichen?
  • Wie ist das mit der DSGVO?

Genau diese Fragen (und noch ein paar mehr) 😉 beantworte ich so richtig ausführlich im Social Media Recruiting Bootcamp. Bis dahin dauert es dir zu lange, du kannst nicht dabei sein?

Dann komm in meinen Online-Workshop LinkedIn kostenfrei im Recruiting einsetzen oder nimm an der kostenfreien 21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge teil.

Beides ist übrigens auch sinnvoll, wenn du noch nicht auf deine EVP zurückgreifen kannst, du musst die noch nicht erarbeitet haben als Voraussetzung für deine Teilnahme. 

Falls du dich jetzt fragst: „wie zum Teufel kann ich denn authentisch meine Employer Brand transportieren, habe ich hier

drei Tipps, die du sofort auf Social Media umsetzen kannst:

  1. Beantworte Fragen deiner potenziellen Mitarbeiterinnen
    z.B. Wie sieht der Arbeitsalltag in der Funktion XY in deinem Unternehmen aus?
  2. Bring deine Mitarbeiterinnen vor den Vorhang
    Lass zum Beispiel eine Kollegin erzählen, warum sie in deinem Unternehmen tätig ist
  3. Zeig die Arbeitsplätze her
    Ich denke, da muss ich nichts erklären und bevor du fragst: ja Home-Office gilt auch.

Kennst du Accounts auf Instagram, die auf Employer Branding abzielen? Verlinke diese gerne in den Kommentaren, 1 neue Followerin ist dir schon sicher!

 

Setze 2021 auf Employer Branding in sozialen Medien, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details für die „21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge“ und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird (Hinweis: die Gruppe ist nur für Inhouse Recruitingverantwortliche zugänglich).

* Werbelink/Affiliate

#SupportYourLocals – bitte kaufe Bücher beim Buchhändler in deiner Region. Sollte das nicht möglich sein, dann unterstützt du durch den Kauf über die Affiliates-Links zwei gemeinnützige Organisationen.

Google for Jobs 2021 auch in Österreich

Google for Jobs ist nun mit „etwas“ Verzug auch in Österreich angekommen. Was Google for Jobs ist, was du tun kannst, damit dein Jobinserat auf Google for Jobs gelistet und von Jobsuchenden gefunden wird und noch mehr Tipps habe ich in diesem Blogbeitrag für dich zusammen gestellt.

Google for Jobs ist übrigens nicht die „offizielle Bezeichnung“, diese lautet „Job Search Experience“. Außerdem spricht Google nicht von einem Produkt, sondern von einem Service mit dem Ziel, die Jobsuche auf Google zu vereinfachen. Seit 2017 ist Google for Jobs in den USA verfügbar und laut eigenen Angaben mittlerweile in über 120 Ländern gelaunched. das alles erzähle ich dir auch in diesem Video auf Recruiting TV. Sei am besten bei meinem Online Kurz-Workshop dabei und ich zeige dir, wie du Google for Jobs für das Recruiting einsetzen kannst.

giphy "I use Google"

Wie funktionierts?

Hast du bisher auf Google nach einem Job gesucht, wurden die Suchergebnisse in einer Liste ausgespielt und du auf unterschiedlichen Websites, allen voran Jobbörsen, weitergeleitet. Diesen Schritt sparst du dir nun! Google fasst die relevanten Jobs direkt auf der Google Startseite als Eyecatcher in einer prominent platzierten Box zusammen -  so wie du es bereits von Google Shopping kennst.

Screenshot Google for Jobs in Österreich April 2021

Mittels Filterkriterien kann nun direkt auf der Google Oberfläche nach dem Traumjob gesucht werden. Soweit, so gut. Dennoch ist Google4Jobs keine herkömmliche Stellenbörse im klassischen Sinn. Die Möglichkeit, eine neue Stelle auf Google for Jobs einfach zu posten sucht man vergebens. Zudem findet Google die Stellenausschreibung auch nicht ganz automatisch in den unendlichen Weiten des WWW. Und hier kommst du ins Spiel, liebe Recruitingverantwortliche. Denn es ist notwendig, die eigene Karriereseite und die Stelleninserate technisch und inhaltlich so zu optimieren, dass der Google Crawler sie finden, verarbeiten und optimalerweise an prominenter Stelle platzieren kann. 

Was kannst du also tun, damit dein Jobinserat auf Google for Jobs gelistet und von Jobsuchenden gefunden wird?

  • Das Stelleninserat muss online verfügbar sein - entweder auf deiner Website oder auf Dritt-Jobplattformen. Aber Achtung: nicht alle Jobplattformen sind eine Kooperation mit Google eingegangen und können so nur gecrawlt werden! hokify, LinkedIn und XING sind unter anderem dabei, genau so wie viele Anbieter einer Bewerbungsmanagement-Software.
  • Jedes Stelleninserat benötigt eine eigene URL, auf die Google dann verlinken kann.
  • Der gepostete Job muss mit einem sogenannten Job-Posting Markup versehen sein. Fragst du dich nun, was das ist? Geduld Geduld, ich komme noch dazu.👇
  • Sämtliche Job-Inserate müssen via Sitemap (XML) und/oder Indexing API an Google übermittelt werden.

Ich gebe zu, das hört sich jetzt erst mal etwas technisch und kompliziert an. Sollten einige dieser Begriffe bei dir nichts als Fragezeichen auslösen, wende dich am besten vertrauensvoll an deine Systemadministration und gib diesen Link mit der Anleitung direkt von Google weiter – die sollten bei der technischen Umsetzung unterstützen können.

Nun zum Markup und zu der inhaltlichen Ausgestaltung der Job-Inserate

Beim Verfassen  der Inseraten gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um von Google gut gefunden und ausgespielt zu werden:

  • Job-Inserate müssen mit einer von Maschinen lesbaren Auszeichnungssprache zur Gliederung und Formatierung von Texten – einem sogenannten Markup – versehen werden. Hier wird zwischen obligatorischen und optionalen Daten unterschieden:
    • Daten, die du hinterlegen musst, sind Job-Titel, Publikationsdatum, Informationen zur Arbeitgeberin (Name, URL der Firmenwebsite und Logo), Arbeitsort und Gehaltsangaben (da haben wir in Österreich doch tatsächlich einen Vorteil).😉
    • Optional kannst du Art der Beschäftigung (Vollzeit, Teilzeit, Praktikum…), Möglichkeit für Tele-Arbeit und die Job-ID eintragen.
      Nicht alle Daten müssen also hinterlegt werden, du kannst aber davon ausgehen, dass Jobs, die mehr Daten enthalten, eine bessere Reichweite erzielen werden.
  • Du musst in Zukunft noch mehr auf die Formulierung der Job-Inserate achten. Denn diese sollten nicht nur von menschlicher Intelligenz (potenzielle Bewerberin), sondern ab sofort auch von künstlicher Intelligenz (Googlebot) verstanden werden. 😅

Meine Formulierungs-Tipps:

  • ein aussagekräftiger Job-Titel (aber leider im Sinne von Google), hier ein konkretes Beispiel:
    Nicht empfohlen: Jetzt für IT-Job bewerben – Mitarbeiter mit FRANZÖSISCH in Bukarest
    Empfohlen: Marktspezialist mit Französischkenntnissen
    Abkürzungen wie «COO» im Titel vermeiden – besser: «Chief Operating Officer»
  • vermeide Sonderzeichen (problematisch, wenn du zum Beispiel das Gender* verwendest)
  • keine Floskeln (kurze & prägnante Formulierung)
  • sinnvolle Gliederung inkl. Auflistungen
  • allgemeine SEO Richtlinien beachten
  • und eine allgemein gute Usability (auch für mobile Endgeräte optimiert)

Was solltest du sonst noch wissen?

Google integriert auch Arbeitgeberbewertungen von kununu, glassdoor oder indeed in die Job-Anzeige. Spätestens jetzt wird’s also Zeit, das kununu Profil mal unter die Lupe zu nehmen und hier aktiv zu werden.

Ist deine Karrierewebsite schon länger keinem SEO Check mehr unterzogen worden? Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt. Wenn das erledigt ist, kannst du auch gleich Google AdWords ausprobieren.

Was nun nach viel Aufwand klingt, zahlt sich aus! Durch Google for Jobs hast du die Möglichkeit mehr Bewerberinnen dort zu erreichen, wo sie sich tatsächlich aufhalten: online. Eine auf Google for Jobs gut aufbereitete Stellenanzeige führt zu mehr Reichweite, potenziellen Bewerberinnen sowie zu einer verbesserten Candidate Experience. Der Nachteil ist, dass Kreativität und Design einer gewissen Standardisierung weichen werden.

 

Setze auf Google for Jobs damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Bist du bereit, Google for Jobs erfolgreich für dein Recruiting einzusetzen? Melde dich hier zu meinem Online Kurz-Workshop an und ich zeige dir, wie du am besten dabei vorgehst.

Recruiting mit einem Tanzvideo?

IceBucket oder DollyParton (erinnerst du dich?) – sogenannte Challenges erobern das Netz. Sei es auf TikTok oder auf Instagram eine wesentlich höhere Anzahl an Interaktionen vor allem Views und Likes ist dir gewiss, wenn du mit machst. Wie dir die Dance Moves sogar im Recruiting helfen können, liest du in diesem Beitrag.

Video von Mitarbeiterinnen die tanzen

  • ALS Ice Bucket Challenge
  • Mannequin Challenge
  • Dolly Parton
  • Jersualema Challenge

Vor allem auf TikTok aber auch auf Instagram und natürlich auf YouTube gibt es unzählige – nennen wir sie sinnlose – und teilweise leider auch gefährliche Challenges. Einige davon gehen viral, die meisten allerdings nicht. Aktuell bewegt uns die #JerusalemaChallenge (grandioser Wortwitz oder?). 😉

Hast du die Videos schon gesehen, in denen Mitarbeiterinnen ganz unterschiedlicher Unternehmen wie zum Beispiel Austrian Airlines, Klinikum Floridsdorf aber auch das AMS zu den Klängen eines Musikers aus Südafrika tanzen?

Mein heimlicher (bitte nicht verraten) Favorit, das Video von der Klinik Floridsdorf hat nicht einmal 1 Monat nach der Veröffentlichung auf YouTube bereits über 76.000 Views. Möglicherweise gehen 5 davon auf mich. 😉 Denkst du ein „schnödes“ Recruiting Video von einem Unternehmen in Österreich würde diese Anzahl an Ansichten schaffen? Vielleicht dann, wenn es wirklich grottenschlecht ist – aber dann hat es das eigentliche Ziel ja verfehlt.

Die Austrian schafft es im gleichen Zeitraum übrigens auf bemerkenswerte 2,5 Millionen (!) Ansichten. Ich finde das Video ist wirklich grandios gemacht. Aus Recruiting-Sicht stört mich allerdings sehr, dass nur ein ganz kleiner Anteil der zahlreichen Mitarbeiterinnen repräsentiert wird. Wo sind denn die vielen Reinigungskräfte, Menschen, die am Schalter arbeiten, die Flugzeuge warten und und und …?

Deine Mitarbeiterinnen tanzen gar nicht jeden Tag durch die Gänge?

Keine Sorge, Challenges haben nicht die Intention, die Realität oder eben das tägliche Leben abzubilden – dann wäre es ja keine Herausforderung mehr und würde niemanden interessieren.

Trotzdem kann es eine gute Idee sein, bei einer Challenge mitzumachen. Du machst so nämlich schlicht und einfach mehr Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam – und damit auch auf dich als Arbeitgeberin.

Ist das nicht kontraproduktiv wenn dann irgendwelche Menschen, für dich vielleicht gar keinen Job habe, auf meiner Karrierewebsite oder Profil landen? Dies würde ich mich an deiner Stelle jetzt auch fragen. 😉 Wir möchten doch, dass genau unsere gewünschte Zielgruppe unsere Beiträge sieht!

Nachdem aber es auf den meisten Plattformen vor allem durch bezahlte Beiträge (also Ads) möglich ist Reichweite zu erlangen, ist dies bei der Umsetzung von Challenges kostenfrei möglich. Du erhältst sehr viel mehr Reichweite als mit anderen Beiträgen und gewinnst so vielleicht die eine oder andere Person, die deinem Karriereprofil dann auch folgt. Und leider ist es nun mal so: viel hilft hilft viel (verstehe das jetzt nicht als Aufruf zu Quantität vor Qualität – so meine ich das keinesfalls).

Das solltest du beachten
  • Oft kursieren zu ein und derselben Challenge unterschiedliche #, recherchiere das am besten vorab und verwende dann auch alle ## bei deinen Beiträgen.
  • Mach dich darauf gefasst, dass nicht alle die Teilnahme an der Challenge gut finden. Derzeit gibt es zum Beispiel Kommentare, wie es denn sein kann, dass die Teams in den Klinken fröhlich tanzen, obwohl doch alle überlastet sind. Auf solche Kommentare bereitest du – am besten mit Kolleginnen aus der Öffentlichkeitsarbeit – direkt ein oder zwei mögliche Antworten vor.

Falls du das bisher noch nicht gemacht hast – Kopfhörer rauf, YouTube an und hol dir für ein paar Minuten „good vibes“ – ins Büro oder Home Office.

Nütze die Möglichkeit der Teilnahme an Challenges, damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Herzliche Grüße 
Claudia

P.S.:  Möchtest du bei der #RecruitingMitInstagramChallenge oder der #WorkSmartChallenge mitmachen? Komm in meine Facebook Gruppe!