Ist deine Geschäftsführerin die beste Recruiterin?

Ist deine Geschäftsführerin auf Social Media vertreten? Ist sie die beste Recruiterin in deinem Unternehmen? Stehen ihre Beiträge im Einklang mit den Werten eurer Employer Brand? Sorgt sie für Bewerbungen? 

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Eigenartige Fragen oder? Ist ja schließlich dein Job, für die richtigen Bewerbungen zu sorgen. Wenn du dir jetzt so etwas in der Art denkst, hast du natürlich völlig recht. Aber Unterstützung schadet bekanntlich nicht und die Mitglieder der Geschäftsführung, Vorstände oder CEOs können meist etwas bewirken, dass dir als Recruiterin nicht ganz so einfach gelingt: Dafür sorgen, dass du nicht nur mehr, sondern auch die richtigen Bewerbungen erhältst. 

Dieser Tweet von Elon Musk hat mit Sicherheit für zahlreiche Bewerbungen gesorgt. Einfach aber effektiv. 

claudia lorber recruiting Twitter Elon Musk 1

Seit mir die Idee zu diesem Blogbeitrag im Kopf herumspukt suche ich übrigens noch ein tolles Beispiel auf Instagram. Kennst du CEOs, Vorstände oder Geschäftsführer:innen von österreichischen Unternehmen, die hier aktiv sind? Bitte lass es mich wissen! 

Zwei davon hole ich heute mal vor den Vorhang: 

Michaela Huber, ÖBB PV Vorständin und was soll ich sagen – ich liebe ihre Aktivität auf Twitter. Sie tut dort vermutlich mehr für das Standing der ÖBB als Arbeitgeberin als so manche Employer Branding Kampagne. Damit will ich die Arbeit der HR Verantwortlichen auf gar keinen Fall schmälern, aber dieser Account ist „echt, nahbar“ und vermittelt so ein Bild, das wir gar nicht hinbekommen könnten. Selfies mit Lokführer:innen sind ebenso an der Tagesordnung wie solche Meldungen:

claudia lorber recruiting image

Ich kenne Michaela Huber nicht persönlich, bin mir aber sicher, wir würden uns gut verstehen. Und ist das nicht eines der wichtigsten Argumente für die Zusammenarbeit mit einer Führungskraft

Ihrem Profil auf LinkedIn folgen übrigens ca. 4.000 Menschen. Ich habe mich durch ein paar Profile von Recruitingverantwortlichen bei den ÖBB geklickt. Die meisten hatten (weit) unter 1.000 Kontakte. Ihre Reichweite ist somit mindestens vier Mal so groß wie die von den meisten Recruitingverantwortlichen. 

Dein CEO ist aber nicht Elon Musk, du arbeitest nicht in einem ATX-Unternehmen und auch nicht in einem der größten Konzerne in Österreich? Dann schau dir mal Beispiel Nummer zwei an: 

Michael Heritsch, CEO der FH Wien der WKW 

Auf seinem LinkedIn Profil teilt er nicht nur Beiträge der FH Wien der WKW sondern veröffentlicht selbst Content und interagiert sehr regelmäßig. Durch seine eigenen Beiträge aber auch seine Kommentare bei anderen erlebe ich ihn als Mensch und nicht nur als Funktion. Was ich besonders schön finde sind die gratulierende Worte an Absolvent:innen – so wie hier zum Beispiel: 

claudia lorber recruiting Michael Heritsch Kommentar LinkedIn

Vor kurzem habe ich eine Recruiting-Strategie für eine Vorstands-Assistenz-Funktion entwickelt. Weißt du, was du so wirklich geholfen hätte? Natürlich weißt du es, war eine rhetorische Frage. 😉 

Die Präsenz des Vorstandes auf Social Media. So hätten sich potenzielle Mitarbeiter:innen gleich ein Bild machen können über ihre künftige Führungskraft und hätten außerdem auch eine bessere Entscheidung treffen können, ob Sie sich bewerben sollen oder nicht. 

Wenn du jetzt noch ein Argument brauchst, warum die Social Media Präsenz ein Vorteil ist, dann sieh am besten einmal nach, wieviel follower der offizielle Unternehmensaccount von Microsoft auf LinkedIn hat und wie viele Bill Gates.  

Setze auf Social Media Accounts von Geschäftsführung, Vorständen und Co damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: In meiner Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich gibt es laufend Inputs und immer die brandheißen News zu Social Media Änderungen, die im Recruiting relevant sind. Bist du schon Mitglied? 

3 Möglichkeiten, um Empfehlungen von Mitarbeiter:innen in dein Recruiting zu involvieren

Die Mitarbeiter:innen in deinem Unternehmen sind für mich der Recruitingkanal, auf den ich IMMER setzen würde – egal für welche Funktion. Nicht immer musst du dafür gleich ein Mitarbeiter:innenempfehlungsprogramm oder auch ein Jobbotschafter:innenprogramm aufsetzen. Du kannst auch einen dieser drei Wege wählen, um Empfehlungen von deinen Mitarbeiter:innen im Recruiting einzusetzen.

Frau fragt: Mitarbeiter:innen "Who here is on social?"

1. Vorträge für Fachpublikum

Egal ob auf einer Messe, Konferenz oder Tagung – du hast Mitarbeiter:innen, die nicht nur Fachexpert:innen sind, sondern zusätzlich in der Lage sind, ihr Know-how in Vortragsform zu vermitteln? Perfekt! Wenn ihr es gemeinsam schafft, aktuelle Projekte oder Beispiele aus eurem Arbeitsalltag einzubinden und so „mitschwingen“ zu lassen, woran bei euch gearbeitet wird – Bingo. So weckst du garantiert das Interesse deiner potenziellen Bewerber:innen.

Such dir am besten jetzt gleich alle bevorstehenden Konferenzen etc. heraus und mach dir einen Überblick, wer für Vorträge zur Verfügung steht – deine eigenen kleine Speaker:innen Datenbank quasi.

Pro-Tipp: Vergiss nicht, diesen Event und vor allem den Vortrag deiner Kolleg:in auf allen Social Media Kanälen zu promoten.

2. Lektorat auf Fachhochschulen

Fachhochschulen sind eigentlich immer auf der Suche nach Menschen, die ihr Praxis Know-how einbringen können und wollen. Student:innen profitieren nicht nur von fachlichen Inputs, sondern sind sehr oft auch – nach Beendigung des Studienganges – auf Jobsuche oder offen für Jobangebote. Diese Kontakte sind Gold wert. Hast du einen Überblick darüber, wer in deinem Unternehmen schon unterrichtet oder dies vielleicht gerne möchte? Wenn du es dann noch schaffst, aus diesem Pool Praktikant:innen zu generieren oder die Betreuung von Bachelor- oder Masterarbeiten ist die Basisarbeit quasi schon erledigt: dein Unternehmen als Arbeitgeberin zu positionieren.

3. Social Media Beiträge

Frage nach, ob deine Mitarbeiter:innen so nett sind, den einen oder anderen Beitrag, der auf Jobmöglichkeiten in deinem Unternehmen hinweist, auch auf ihren persönlichen Social Media Profilen – wie Facebook, TikTok, LinkedIn und Co – zu teilen. Hilfreich ist es hier, einen kurzen Text für den Beitrag zur Verfügung zu stellen, sodass deine Kolleg:innen mit „copy and pasty“ in kürzester Zeit unterstützen können.

Je näher deine Kolleg:innen dem Fachbereich sind, für den gesucht wird, umso besser. Natürlich schadet es nicht, wenn auch „fachfremde“ Personen deine Beiträge teilen.

 

Du siehst, es muss gar nicht immer ein klassisches Empfehlungsprogramm mit einem Prämiensystem oder sogar eine Recruiting Influencer Kampagne sein. Es gibt noch andere Möglichkeiten, um Empfehlungen von Mitarbeiter:innen im Recruiting einzusetzen.

Wenn du wissen möchtest, wie du ein Jobbotschafter:innen Programm aufsetzt und Social Media dich dabei unterstützen kann, dann komm ins Jobbotschafter Basecamp von identifire. Hier geben Karin Krobath, Ralf Tometschek und ich Tipps, wie du ein Corporate Influencer Programm aufsetzen kannst. In diesem Video erzählen wir mehr dazu.

 

Hol deine Kolleg:innen zu Hilfe, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: In meinen Social Media Recruiting Bootcamp (online) im November sind noch ein paar freie Plätze. Melde dich gleich hier an!

 

 

Polywork – muss ich da dabei sein?

Polywork – schon wieder eine Plattform, die wir im Recruiting einsetzen sollten? Oder sogar müssen? Ich kann dich beruhigen: du MUSST natürlich nicht dabei sein. Einen Blick darauf zu werfen schadet allerdings nicht – ich habe mich schon ein wenig umgesehen.

Biber schaut aus seinem Versteck

XING und LinkedIn sind mittlerweile ein alter Hut. Beide Plattformen haben bereits einige Jährchen auf dem Buckel (gestartet 2002 bzw. 2003) und die Stimmen nach einer Alternative werden immer lauter: XING ist technologisch nicht update und LinkedIn entwickelt sich immer mehr zu Facebook – so die, gar nicht so stillen, Vorwürfe, die in den letzten Monaten immer wieder zu hören (oder eigentlich zu lesen) sind. Ich war daher schon richtig gespannt, wann denn eigentlich ein Marktbegleiter auftaucht. Zuletzt haben uns TikTok und dann Clubhouse mit einem regelrechten Hype auf Trab gehalten – wird das auch Polywork gelingen?

Was ist Polywork? 

Polywork is a professional network for sharing who you are and what you do.

So heißt es in der Twitter Bio. 

Die Plattform unterscheidet sich von LinkedIn und XING vor allem in der Darstellung: es gibt so genannte HighlightsBadges und auch Milestones – das können Projekte sein, Vorträge oder eben Know-how. 

Wie erstellst du dein Polywork-Profil? 

Wenn du eine Einladung erhalten hast, registrierst du dich und beginnst dann deine Badges auszuwählen bzw. hinzuzufügen und gibst deine Highlights bekannt. Die Badges helfen dir auch, dich mit anderen Menschen zu vernetzen bzw. besser gesagt, ihnen zu folgen. Ich selbst habe übrigens den „Austria“ Badge erstellt, weil ich es immer spannend finde, andere Profile aus Österreich zu sehen. Und auch Social Media Recruiting – aus Gründen. 

Für Recruiting Insider habe ich ein kurzes how-to Video aufgenommen. 

Warum nennt sich die Plattform Polywork? 

Eine sehr schöne Erklärung findest du direkt auf der Website:

 We are problemsolverscodersstorytellersadvisorsmentorspartens … all at the same time.

Es geht also darum, die vielen Facetten in unserem Leben anders abzubilden als wir das – angelehnt an den Aufbau eines Lebenslaufes – bisher kennen. Ein Jobtitel ist oft nicht aussagekräftig und schon gar nicht in der Lage, uns „gesamt“ zu betrachten. Polywork zielt drauf ab, dass man selbst keine Website mehr benötigt und trotzdem online präsent sein kann – aber eben selbst steuert, zu welchem Thema. Die Plattform nennt sich selbst Professional Social Network – ich gestehe, der Social Part erschließt sich mir noch nicht so richtig.   

Du möchtest dir Polywork selbst ansehen? 

Wie schon bei Clubhouse setzt auch Polywork (vorerst) auf die „Invite only“ Masche. Dies angeblich nicht um einen künstlichen Hype zu erzeugen (naja wollen wir das einmal so glauben)sondern, um die Verfügbarkeit der Plattform zu gewährleisten. 

Polywork sieht anders aus 

Das Layout der Plattform ist – zumindest nach meinem Empfinden – nicht business-like sondern wirkt sehr verspielt und verspricht einen gewissen Gamification-Ansatz. Du bekommst einen Avatar an die Seite gestellt und kannst das Layout deiner Seite auch individualisieren. 

Wer ist denn nun auf Polywork zu finden? 

Spannenderweise schreibt Persoblogger Stefan Scheller gut 2 Wochen vor mir in seinem Beitrag, dass sich vornehmlich Software-Entwickler:innen auf der neuen Plattform aufhalten (oder heißt es präsentieren)? Ich selbst finde besonders viele Recruitingverantwortliche – das mag aber auch am Algorithmus liegen (oder an seinem Blogbeitrag).  

Die Macher:innen von Polywork scheinen ein Herz für Start-ups zu haben, viele Features sind gerade auf diese Zielgruppe zugeschnitten. 

Mein Fazit

Derzeit lohnt es sich im Recruiting vermutlich noch nicht, viel Zeit in Polywork zu investieren – außer du möchtest die Plattform als zusätzliche Sourcing Quelle verwenden oder du bist auf der Suche nach Freelancern. Menschen, die in ihrem Job zumindest größtenteils zufrieden sind, werden wohl eher nicht noch eine Plattform mit ihren Daten füttern – sind doch mittlerweile viele Facebook, LinkedIn und auch XING-Profile schon verwaist oder schlummern vor sich hin. 

Was mir sehr gut gefällt ist, dass Polywork keine Möglichkeit auslässt, um auf die Jobchancen im Unternehmen aufmerksam zu machen: in der Twitter Bio gibt es einen Link und auch auf der Website sind die Jobs sehr elegant und prominent eingebettet. 

Hast du schon ein Polywork-Profil? Was meinst du zum neuen Netzwerk? 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: In meinem Guide zur Zielgruppen-Definition findest du Polywork noch nicht, aber er hilft dir garantiert trotzdem.  

Meine Top 3 Social Media Recruiting Tools

Welche Programme, Apps, Tools verwendest du für Social Media Recruiting? Womit bearbeitest du Bilder? Kennst du das Programm XY? Welches Programm für die Redaktionsplanung empfiehlst du? 

American Idol Finalisten_Sieger hebt den Kopf

Müsste ich ein Ranking aller Fragen, die mir in Workshops oder im Social Media Recruiting Bootcamp am häufigsten gestellt werden, machen, dann belegt diese Fragengruppe eindeutig Platz Nummer 2. Auf Platz Nummer 1 liegt – mit sehr viel Abstand – das weißt du als Blogleserin natürlich schon – die Frage nach der Zielgruppe.

Hier kommen meine Top 3 Social Media Recruiting Tools: 

Canva

Das Bildbearbeitungsprogramm Canva ist seit 2013 auf dem Markt. Ich nütze es seit 2017 und habe die Pro-Variante im Einsatz – die lohnt sich auf jeden Fall. Auch in der kostenfreien Variante kannst du auf über 250.000 Vorlagen zugreifen, bereits in der jeweils richtigen Größe für jede Plattform und du kannst alles auf dein Corporate Design anpassen. In der kostenpflichtigen Variante kannst du Vorlagen abspeichern, deine Brandfarben und -schriften definieren, hast Zugriff auf noch mehr Vorlagen und eine umfassende Foto-Datenbank. Seit einiger Zeit gibt es sogar noch einen Planer für Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter, mit dem du deine Social Media Beiträge vorausplanen kannst. Diese werden dann zum von dir definierten Zeitpunkt veröffentlicht. 

Diese Funktion verwende ich nicht, ich habe dafür  

Publer

im Einsatz. Publer ist einSocial Media Management Plattform für Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Pinterest, Google My Business und YouTube. Auch hier habe ich die kostenpflichtige Variante. Es gibt aber auch eine kostenlose Version, da kannst du maximal 5 Social Media Accounts verbinden und hast eine limitierte Anzahl an vorgeplanten Beiträgen zur Verfügung. Ich muss zugeben, ich verwende längst nicht alle Funktionen, die es gibt. Zwei Dinge waren für mich bei der Wahl eines Social Media Management Tools ausschlaggebend (abgesehen von den Kosten): 

  • Ich wollte eine möglichst einfache (oder auch selbsterklärende) Oberfläche, weil ich nur wenig Zeit für die Bedienung des Tools aufwenden wollte.
  • Ich habe eine Plattform gesucht, mit der ich auch LinkedIn Beiträge planen kann. 

Ja, du hast mich erwischt, ich veröffentliche (kaum) Beiträge tatsächlich live. Im Normalfall plane ich ca. 1 Woche im Voraus und spare dadurch einfach Zeit. 

Für deine Beiträge auf XING wirst du aktuell keine Möglichkeit finden, Beiträge mit einem Tool zu planen. XING bietet diese Schnittstelle seit 2019 nicht mehr an. 

Das dritte Tool, das ich sehr häufig verwende ist das 

Facebook Creator Studio 

Creator Studio vereint alle Tools, die du zum effektiven Posten, Verwalten, Monetarisieren und Messen der Performance von Content auf allen deinen Facebook-Seiten und Instagram-Konten benötigst. Mit diesen Tools und den entsprechenden Berechtigungen stehen dir auch neue Funktionen sowie Optionen für die Monetarisierung zur Verfügung.

Creator Studio kann von allen Personen verwendet werden, die eine Seite verwalten. Deine Seitenrolle bestimmt jedoch die konkreten Informationen, die du siehst, und die Handlungen, die du vornehmen kannst. 

So lautet die Beschreibung von Facebook. Mit dem Creator Studio erstelle und plane ich alle meine Beiträge auf Facebook und Instagram 

Gerüchten zur Folge ist ein möglicher Nachteil, wenn du über externe Programme, wie Publer (und zahlreichen anderen), Beiträge planst und verbreitest, die Reichweite deiner Beiträge eingeschränkt wird. Ob dies tatsächlich der Fall ist, weiß niemand so genau.

 

Mit diesen 3 Tools bist du bereits bestens gerüstet für Social Media Recruiting. Ich habe zusätzlich noch Tweetdeck und YouTube Studio im Einsatz, außerdem verwende ich die Instagram Apps Boomerang, Layout und Formate wie Story oder Reels. 

So, jetzt weißt du Bescheid, oder? 

 

Verwende am besten die Tools der Social Media Plattformen, dann wird Recruiting wieder einfach. 

 

Herzliche Grüße 

Claudia

P.S.: Wenn du wissen möchtest, was du über die Tools und Apps am besten veröffentlichst, dann komm ins Social Media Recruiting Bootcamp!

 

Wo finde ich meine Zielgruppe im Recruiting?

Welche Kanäle sind für welche Zielgruppe im Recruiting am besten geeignet? Wo finde ich IT-Fachkräfte? Wen finde ich auf LinkedIn? Wo erreiche ich meine Zielgruppe? Ist TikTok für uns die richtige Plattform? Über die Jobplattformen, auf denen wir bisher Inserate veröffentlicht haben, kommen keine Bewerbungen mehr – was sind Alternativen?

Wenn du beim Lesen der Einleitung bei zumindest einem Punkt genickt und dir gedacht hast „genau, das will ich auch wissen“…

Frau nickt mit dem Kopf und sagt "Yeah"

… dann solltest du unbedingt

1. diesen Blogbeitrag fertig lesen 😉 und
2. meinen neuen Guide „Zielgruppendefinition im Recruiting“ downloaden.

Der hilft dir, egal für welchen Bereich du dich mit dem Thema Zielgruppe beschäftigst:

Active Sourcing
⦁ Employer Branding
⦁ Recruiting
⦁ Social Media Recruiting.

Wo finde ich meine Zielgruppe?

Das ist übrigens die Frage, die mir mit Abstand am häufigsten gestellt wird. Von Teilnehmerinnen an meinen Workshops, im Social Media Recruiting Bootcamp und natürlich auch, wenn es um Active Sourcing geht.

Dass diese Frage mehr als berechtigt ist, zeigt die Vielzahl der Möglichkeiten. So gibt es in Österreich aktuell ca. 200 Online-Jobplattformen, auf denen du dein Job-Inserat veröffentlichen kannst. Hier erreichst du aber (zumindest beim Großteil) nur die Zielgruppe der aktiv Jobsuchenden. Mit dieser Zielgruppe alleine kommen wir im Recruiting aber nicht weit. Abgesehen davon gibt es unendlich viele kreative Möglichkeiten, wo und wie du dein Unternehmen als Arbeitgeberin und Jobmöglichkeiten positionieren kannst. Social Media zum Beispiel (wenn du hier laufend Input erhalten möchtest komm einfach in meine Facebook Gruppe) aber auch offline gibt es unzählige sogenannte Touchpoints.

Wie kommst du zur Zielgruppendefinition?

Ein Weg ist die Erstellung von Candidate Personas, ein anderer sind Statistiken (dazu findest du einiges im Guide), du kannst aber auch einen Briefingleitfaden entwickeln, der dir die Informationen liefert. Bei der Entwicklung von Recruiting-Strategien für meine Kundinnen kombiniere ich meist zwei bis drei Vorgehensweisen.

Was ist das Ergebnis deiner Zielgruppendefinition?

Als Recruitingverantwortliche schlägst du mit einer fundierten Zielgruppenanalyse gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • du bekommst bessere Einblicke in das Team,
  • verstehst die Business Cases,
  • weißt, wen das Team wofür braucht und sich wünscht und du bist dadurch
  • sicherer im gesamten Recruitingprozess.

Außerdem

  • erfährst du, auf welchen Touchpoints deine Zielgruppe wahrscheinlich anzutreffen ist – wodurch du Zeit und Budget sparst – und
  • kannst die Erkenntnisse für eine gelungene Candidate Experience einsetzen – z.B. bei der Formulierung deiner Job-Inserate oder der Gestaltung der Karrierewebsite

Im Marketing passiert nichts, ohne die entsprechende Definition der Zielgruppe. Damit sollen Streuverluste vermieden werden, aber auch die richtigen Plattformen ausgewählt und das entsprechende Wording eingesetzt werden. So werden die vorhandenen Mittel optimiert und sichergestellt, dass nicht auf das falsche Pferd gesetzt wird. Dass sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Zielgruppe auch im Recruiting lohnt, sollte jetzt keine Überraschung mehr sein.

Die Qual der Wahl

Die eine Plattform, auf der du deine Zielgruppe ganz sicher findest, gibt es leider nicht. Im ersten Schritt gilt es daher herauszufinden, wo sich deine potenziellen Mitarbeiterinnen sehr wahrscheinlich aufhalten – und dies werden mehrere unterschiedliche Möglichkeiten sein. Fokussiere dich zuerst auf zwei oder drei Plattformen, die erfolgsversprechend erscheinen und vergiss nicht: Je nachdem wofür du dich entscheidest, dauert die Analyse bis zu einem Arbeitstag. Sei nicht ungeduldig, das lohnt sich auf jeden Fall. Du sparst die Zeit später im Prozess wieder ein.

Definiere WEN du suchst, bevor du überlegst WO du suchst – dann wird Recruiting wieder einfach.

Herzliche Grüße
Claudia

P.S.: Hol dir jetzt meinen Guide „Zielgruppendefinition im Recruiting“!

Warum dein Employer Branding 2021 nicht mehr funktioniert

„Employer Branding umfasst die Positionierung und Kommunikation eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber.“ So die Definition von Armin Trost in seinem Buch Employer Branding: Arbeitgeber positionieren und präsentieren.* 2021 gilt es wohl die eine oder andere Herausforderung in Bezug auf deine Arbeitgebermarke zu meistern, doch die Positionierung und Kommunikation auf Social Media ist so einfach wie nie zuvor.

Möchtest du ab 10. Mai 2021 mit mir eine 21 Tage Instagram Recruiting Challenge durchführen? Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird.

Giphy Video: Frau freut sich über 5 Likes und erhofft sich ein erhöhtes Employer Branding 2021

Wenn du dich bereits mit Employer Branding auseinandergesetzt hast, dann sind dir die Begriffe Marke (Brand) und Image schon geläufig. Wie sieht es mit den Werten deines Unternehmens als Arbeitgeberin aus? Kennst du sie und finden wir sie zum Beispiel in Job-Inseraten wieder? Nicht als Aufzählung, so in dem Sinne

  • wir sind familienfreundlich,
  • flexibel und
  • innovativ

sondern indem Unternehmenskultur nicht nur kommuniziert sondern auch transportiert wird? Habe ich nach dem Lesen deines Inserates einen ersten Eindruck gewonnen, der mir hilft, mich zu orientieren, ob genau dieser Job in diesem Unternehmen der richtige für mich ist?

Ich gebe zu, das ist in Job-Inseraten nicht ganz so einfach (aber durchaus machbar) und wird sehr oft auf die Karrierewebsite verlagert. Da finden sich dann gestylte Fotos, wohl durchdachte Aussagen und sehr häufig auch DAS Imagevideo.

Langweilt dich das?

Mich auch. Und deine potenziellen Mitarbeiterinnen ebenso. Darum funktioniert dieser Employer Branding Ansatz 2021 auch nur mehr bedingt.

Was aber funktioniert, sind Einblicke in das reale Arbeitsleben in deinem Unternehmen. Du hast vermutlich schon davon gehört, dass mittlerweile Authentizität Einzug in die sozialen Medien gehalten hat.

Dadurch transportierst du die Unternehmenskultur ganz schnell und einfach. Im Idealfall kennst du als bereits deine EVP (Employee Value Proposition) und kannst dieses „Versprechen“ als Arbeitgeber in deine Beiträge einfließen lassen.

  • Wie funktioniert das denn?
  • Muss ich da auch tanzen?
  • Was soll ich veröffentlichen?
  • Wo soll ich am besten veröffentlichen?
  • Wie ist das mit der DSGVO?

Genau diese Fragen (und noch ein paar mehr) 😉 beantworte ich so richtig ausführlich im Social Media Recruiting Bootcamp. Bis dahin dauert es dir zu lange, du kannst nicht dabei sein?

Dann komm in meinen Online-Workshop LinkedIn kostenfrei im Recruiting einsetzen oder nimm an der kostenfreien 21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge teil.

Beides ist übrigens auch sinnvoll, wenn du noch nicht auf deine EVP zurückgreifen kannst, du musst die noch nicht erarbeitet haben als Voraussetzung für deine Teilnahme. 

Falls du dich jetzt fragst: „wie zum Teufel kann ich denn authentisch meine Employer Brand transportieren, habe ich hier

drei Tipps, die du sofort auf Social Media umsetzen kannst:

  1. Beantworte Fragen deiner potenziellen Mitarbeiterinnen
    z.B. Wie sieht der Arbeitsalltag in der Funktion XY in deinem Unternehmen aus?
  2. Bring deine Mitarbeiterinnen vor den Vorhang
    Lass zum Beispiel eine Kollegin erzählen, warum sie in deinem Unternehmen tätig ist
  3. Zeig die Arbeitsplätze her
    Ich denke, da muss ich nichts erklären und bevor du fragst: ja Home-Office gilt auch.

Kennst du Accounts auf Instagram, die auf Employer Branding abzielen? Verlinke diese gerne in den Kommentaren, 1 neue Followerin ist dir schon sicher!

 

Setze 2021 auf Employer Branding in sozialen Medien, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details für die „21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge“ und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird (Hinweis: die Gruppe ist nur für Inhouse Recruitingverantwortliche zugänglich).

* Werbelink/Affiliate

#SupportYourLocals – bitte kaufe Bücher beim Buchhändler in deiner Region. Sollte das nicht möglich sein, dann unterstützt du durch den Kauf über die Affiliates-Links zwei gemeinnützige Organisationen.