Female Recruiting 2022

Weltfrauentag – es ist wieder einmal so weit. Einmal im Jahr holen Unternehmen Frauen vor den Vorhang und zeigen glückliche Mitarbeiter:innen an ihren Arbeitsplätzen. Warum mich das – gelinde gesagt – aufregt und warum es viel zu kurz gegriffen ist, bei Female Recruiting ausschließlich an Frauen zu denken. 

Weißt du was mich so richtig ankotzt? Wir haben das Jahr 2022 und ich habe immer noch das Gefühl, ich muss Blogbeiträge zum Thema Female Recruiting schreiben. Sollte das nicht längst kein Thema mehr sein? Ist es nicht. Weltfrauentag hin oder her – heute verrate ich dir, die eine Maßnahme, die wirklich funktioniert, wenn du dein Female Recruiting optimieren möchtest.

Lass mich vorher noch eine Geschichte erzählen: stell dir vor, Barbara und Gabriel. Beide in der IT tätig, Barbara in einer Teamleitungsfunktion und Gabriel als Softwareentwickler. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes und einer gewissen Zeit in Elternkarenz beschließen sie für sich das Modell: wir arbeiten beide ab sofort 32 Wochenstunden. Im Unternehmen, in dem Barbara tätig ist, wird das mit großer Freude und Wohlwollen zur Kenntnis genommen: man hat gar nicht mit so vielen Stunden gerechnet. 

Die Rückmeldung von Gabriels Vorgesetzten lautet: das geht bei uns nicht. Ganz (sprich Vollzeit) oder gar nicht. Möchtest du raten? Gabriel hat sich für gar nicht entschieden und sich einen neuen Job gesucht. Den hat er – welch Überraschung – auch sehr schnell gefunden: 32 Wochenstunden, kürzerer Arbeitsweg als bisher und außerdem Home Office Möglichkeit (du hast nicht angenommen, dass dies bei seiner vorherigen Arbeitgeber:in möglich war oder?). Ich verrate dir jetzt noch, das genau dieses Unternehmen mit der „ganz oder gar nicht“ Attitüde regelmäßig zu den Top-Arbeitgebern der Region gewählt wird – aber das ist eine andere Geschichte. 

Du denkst jetzt sicher, aber was zum Teufel hat Gabriel’s Geschichte mit Female Recruiting zu tun? 

Alles sag ich dir – einfach alles! 

Diesen Screenshot habe ich extra für diesen Moment aufbewahrt (ok das stimmt nicht, ich zeige ihn immer wieder auch bei Vorträgen und Workshops her) denn die Aussage bringt es so ziemlich auf den Punkt, was bei Female Recruiting und generell in der Arbeitswelt falsch läuft: 

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Es geht nicht (nur) darum:

  • in Jobinseraten gezielt Frauen anzusprechen
  • mit diversen Initiativen mehr Frauen in die Technik zu holen
  • Frauen gleich zu entlohnen wie Männer (das heißt bitteschön nicht, das ich diesen Punkt nicht sehr wichtig finde)

Es geht im Female Recruiting darum, eine wirklich guter Arbeitgeber:in für ALLE Menschen in deinem Unternehmen zu sein und so dein Employer Branding zu verbessern. Arbeitszeitmodelle und Rahmenbedingungen einzuführen, die wirklich einen Vorteil bieten (und nicht die 100. Yogastunde anzubieten – ich übertreibe aber du weißt was ich meine).

Das klingt nach Aufwand?

Ja verdammt, das ist auch aufwendig. Aber es wird Zeit, einmal daran zu denken, welchen Aufwand die Menschen in deinem Unternehmen haben, um einfach ALLES immer unter einen Hut zu kriegen und dann auch noch in ihrem Job wirklich gute Leistung zu liefern. Denn um nichts anderes geht es am Ende des Tages.

Und komm mir jetzt bitte nicht mit – das geht aber wirklich nicht, stell dir vor jetzt kommt jede und will die Arbeitszeit verkürzen.

  1. Es kommt NICHT jede – das garantiere ich dir. Weil es ja auch Menschen gibt, die unbedingt Vollzeit arbeiten wollen oder MÜSSEN.
  2. Und selbst wenn es so wäre: gute Gelegenheit mal die veralteten Prozesse und Meeting Strukturen unter die Lupe zu nehmen – da ist sicher bei sehr vielen Unternehmen noch Optimierungspotenzial vorhanden.
  3. Nimm das gleich als Gelegenheit wahr und shifte die frei gewordenen Stellen um in einen Nebenjob – für Menschen, die noch in Ausbildung oder in Karenz sind.

Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss und ich bin sicher, dir fallen noch deutlich mehr Möglichkeiten ein, garantiert – aber das wäre doch einmal ein Anfang oder?

Falls du dich fragst: Barbara und Gabriel gibt es wirklich, sie sind gute Freunde von mir. Die Namen wurden von der Redaktion (sprich von mir) natürlich geändert.

Schaffe gute Arbeitsbedingungen für alle Menschen in deinem Unternehmen – damit Female Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße

Claudia

Karriere Website Relaunch & Beispiele 2022

Die Karriere Website neu erstellen oder gestalten steht auf deiner HR Projektliste 2022 ganz oben? Herzlichen Glückwunsch, du hast die richtige Wahl getroffen! Wenn du wissen möchtest, was eine gute Karriere Website ausmacht und auf der Suche nach Inspiration bist, dann ist mein Blogbeitrag genau richtig für dich. Best practice inklusive meiner persönlichen Highlights inklusive. 

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Warum ist die Karriere Website für Recruiting und Employer Branding relevant? 

Die Karriere Website ist die beste Möglichkeit, dich als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren. In meinem Blogbeitrag im Juni 2018 habe ich geschrieben; „Deine Karriere Webseite steht am Anfang und am Ende jeder Social Media Recruiting Strategie“. Wenn du also 2022 nur Zeit und Budget für ein Recruiting Projekt hast, dann widme dich der Karriere Webseite. 

Social Media Beiträge und Jobinserate können dafür sorgen, dass potenzielle Mitarbeiter:innen den Weg auf deine Karriere Webseite finden. Die sorgt dafür, dass sie sich bewerben. Sollte das nicht passieren, kannst du sie mittels Retargeting nochmal daran erinnern. 

Im besten Fall liefert sie auch Daten, die dir dabei helfen, Recruiting zu optimieren. So kannst du zum Beispiel nachverfolgen, über welche Kanäle die Bewerbungen wirklich reinkommen und bist nicht auf den Goodwill und das Gedächtnis deiner Bewerber:innen angewiesen 😉

Was macht eine gute Karriere Website aus? 

Ziel der Karrierewebsite  

Die Karriere Website ist auf der Candidate Journey immer die Endstation. Von jedem Jobinserat, Posting auf Social Media, Ads, … führt die Verlinkung immer zur Karrierewebsite. Die Informationen auf dieser Seite sollen  

  • Orientierung bieten 
  • Fragen beantworten 
  • dazu anregen, sich zu bewerben und 
  • die Arbeitgebermarke stärken. 

Laut der Studie Candidate Experience 2021/22 sind folgende Punkte für Bewerber:innen am wichtigsten: 

  • Persönliche Ansprechpartner:innen 
  • Stellenangebote (Jobinserate) 
  • Info über Kultur & Werte 
  • Infos zum Prozess 
  • Infos zu Work-Life-Balance 
  • Infos zu Karriere & Aufstiegschancen 

Was kostet eine Karriere Webseite? 

Diese Frage muss ich leider mit einer Gegenfrage beantworten: was kostet ein Auto? 😉 

Wie lange sollte ich für das Projekt Karriere Website einplanen? 

Auch diese Frage kann ich dir leider nur in guter alter Juristinnen-Manier beantworten: das kommt darauf an. Aber ich würde mal in jedem Fall von 3 – 6 Monaten ausgehen. 

Beispiele für Karriere Webseiten 

Die erste Regel in der PR heißt ja sinngemäß: „besser gut kopiert als schlecht neu erfunden“. Deshalb habe ich hier eine Auswahl an Karriere Webseiten zur Inspiration für dich zusammengestellt:

  • Spiderman, Jumani & Co findest auf der Karrierewebsite von Sony. Mein Highlight ist die Sprache, die Begriffe, aus der Filmwelt aufgreift wie zum Beispiel „behind the scenes“ oder „explore roles“ anstelle von „jobs“. 
  • Green Jobs ist das Motto von Wien Energie und das ist auch auf der Karrierewebsite erkennbar. Mein Highlight die Bilder, die Inklusion vermitteln. Da darf man sprachlich noch mal nachschärfen, dann bin ich wirklich begeistert. 
  • Du möchtest lieber persönlich mit deinen potenziellen Mitarbeiter:innen in Kontakt kommen? Das ist offenbar das Recruiting Motto der Deutschen Bahn. Mein Highlight die Möglichkeit nach Recruiting Events zu suchen. 
  • Mein Motto ist #SupportYouLocals aber einen Blick auf die Karriere Website von Amazon zu werfen lohnt sich. Jeder, der die Amazon Website kennt, findet sich auch hier zurecht. Mein Higlight: das Update vom CEO im Balken oben, nicht zu übersehen (und eben Amazon like). 
  • Pragmatisch und mit Herz – so würde ich die Karriere Seite von Filzwieser beschreiben. Alles da, was Jobsuchende brauchen. Mein Highlight sind die Fotos mit echten Mitarbeiter:innen. Die Struktur könnte noch optimiert werden aber trotzdem eine Seite, die ich gerne als best practice herzeige. 
  • Die Karriere Website von den ÖBB hat noch Optimierungspotenzial aber es gibt einen Chatbot, der ausschließlich dem Thema Bewerbungen gewidmet ist „TalenTina“. Außerdem gibt es eine Karriere Website speziell für Lehrlinge – ich finde das ist eine Erwähnung wert! 
  • Gamification auf einem neuen Level oder auch Karriereseite mit WOW Effekt – das beschreibt die Karriere Webseite von DocCheck und antwerpes vermutlich am besten. Rein in den Dschungel und los. Mein Highlight: die Möglichkeit zur Interaktion und die Individualität. Ob das vielleicht zu viel des Guten ist wird die Zeit zeigen. Anders und erwähnenswert auf jeden Fall. 
  • Der Blogbeitrag war schon fertig und dann habe ich mitbekommen, dass es eine brandneue Karriere Webseite von Otto gibt. Die gefällt mir richtig gut, mein Highlight ist der Tech Blog

Findest du, das eure Karriere Website hier auch unbedingt dabei sein sollte? Schreib mir einfach! 

Optimiere 2022 deine Karriere Website damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße 

Claudia 

P.S.: Recruiting Insider finden in ihrem Mitgliederbereich die Aufzeichnung vom Online Workshop „Die ideale Karriere Website“ und eine Checkliste für Adaptierung der Karriere Website.  

Warum dein Employer Branding 2021 nicht mehr funktioniert

„Employer Branding umfasst die Positionierung und Kommunikation eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber.“ So die Definition von Armin Trost in seinem Buch Employer Branding: Arbeitgeber positionieren und präsentieren.* 2021 gilt es wohl die eine oder andere Herausforderung in Bezug auf deine Arbeitgebermarke zu meistern, doch die Positionierung und Kommunikation auf Social Media ist so einfach wie nie zuvor.

Möchtest du ab 10. Mai 2021 mit mir eine 21 Tage Instagram Recruiting Challenge durchführen? Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird.

Giphy Video: Frau freut sich über 5 Likes und erhofft sich ein erhöhtes Employer Branding 2021

Wenn du dich bereits mit Employer Branding auseinandergesetzt hast, dann sind dir die Begriffe Marke (Brand) und Image schon geläufig. Wie sieht es mit den Werten deines Unternehmens als Arbeitgeberin aus? Kennst du sie und finden wir sie zum Beispiel in Job-Inseraten wieder? Nicht als Aufzählung, so in dem Sinne

  • wir sind familienfreundlich,
  • flexibel und
  • innovativ

sondern indem Unternehmenskultur nicht nur kommuniziert sondern auch transportiert wird? Habe ich nach dem Lesen deines Inserates einen ersten Eindruck gewonnen, der mir hilft, mich zu orientieren, ob genau dieser Job in diesem Unternehmen der richtige für mich ist?

Ich gebe zu, das ist in Job-Inseraten nicht ganz so einfach (aber durchaus machbar) und wird sehr oft auf die Karrierewebsite verlagert. Da finden sich dann gestylte Fotos, wohl durchdachte Aussagen und sehr häufig auch DAS Imagevideo.

Langweilt dich das?

Mich auch. Und deine potenziellen Mitarbeiterinnen ebenso. Darum funktioniert dieser Employer Branding Ansatz 2021 auch nur mehr bedingt.

Was aber funktioniert, sind Einblicke in das reale Arbeitsleben in deinem Unternehmen. Du hast vermutlich schon davon gehört, dass mittlerweile Authentizität Einzug in die sozialen Medien gehalten hat.

Dadurch transportierst du die Unternehmenskultur ganz schnell und einfach. Im Idealfall kennst du als bereits deine EVP (Employee Value Proposition) und kannst dieses „Versprechen“ als Arbeitgeber in deine Beiträge einfließen lassen.

  • Wie funktioniert das denn?
  • Muss ich da auch tanzen?
  • Was soll ich veröffentlichen?
  • Wo soll ich am besten veröffentlichen?
  • Wie ist das mit der DSGVO?

Genau diese Fragen (und noch ein paar mehr) 😉 beantworte ich so richtig ausführlich im Social Media Recruiting Bootcamp. Bis dahin dauert es dir zu lange, du kannst nicht dabei sein?

Dann komm in meinen Online-Workshop LinkedIn kostenfrei im Recruiting einsetzen oder nimm an der kostenfreien 21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge teil.

Beides ist übrigens auch sinnvoll, wenn du noch nicht auf deine EVP zurückgreifen kannst, du musst die noch nicht erarbeitet haben als Voraussetzung für deine Teilnahme. 

Falls du dich jetzt fragst: „wie zum Teufel kann ich denn authentisch meine Employer Brand transportieren, habe ich hier

drei Tipps, die du sofort auf Social Media umsetzen kannst:

  1. Beantworte Fragen deiner potenziellen Mitarbeiterinnen
    z.B. Wie sieht der Arbeitsalltag in der Funktion XY in deinem Unternehmen aus?
  2. Bring deine Mitarbeiterinnen vor den Vorhang
    Lass zum Beispiel eine Kollegin erzählen, warum sie in deinem Unternehmen tätig ist
  3. Zeig die Arbeitsplätze her
    Ich denke, da muss ich nichts erklären und bevor du fragst: ja Home-Office gilt auch.

Kennst du Accounts auf Instagram, die auf Employer Branding abzielen? Verlinke diese gerne in den Kommentaren, 1 neue Followerin ist dir schon sicher!

 

Setze 2021 auf Employer Branding in sozialen Medien, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Komm in meine Facebook Gruppe Social Media Recruiting in Österreich, da verrate ich dir alle Details für die „21 Tage Recruiting mit Instagram Challenge“ und wir sorgen gemeinsam dafür, dass dein Instagram Account künftig als best practice Beispiel für Recruiting und/oder Employer Branding genannt wird (Hinweis: die Gruppe ist nur für Inhouse Recruitingverantwortliche zugänglich).

* Werbelink/Affiliate

#SupportYourLocals – bitte kaufe Bücher beim Buchhändler in deiner Region. Sollte das nicht möglich sein, dann unterstützt du durch den Kauf über die Affiliates-Links zwei gemeinnützige Organisationen.

Was bringt Employee Experience?

Wie antwortest du, wenn auf kununu eine Mitarbeiterin schreibt, dass ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist und dein Unternehmen sei schuld daran? Wie ich jetzt auf so eine absurde Idee komme? Mein Gespräch mit Max Lammer auf Recruiting TV ist schuld daran. Den er ist davon überzeugt, dass das Thema Employee Experience mehr Aufmerksamkeit verdient und gestaltet werden soll.

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Warum ich mich der Meinung über Employee Experience von Max anschließe ist ganz einfach: Weil es die absolut beste und wichtigste Recruitingmaßnahme ist, um eine gute Arbeitgeberin zu sein.

Versteh mich richtig, eine ordentliche und funktionstüchtige Karrierewebsite ersparst du dir dadurch nicht, „nur“ weil du künftig darauf achtest, wie deine Mitarbeiterinnen ihren Job – im wahrsten Sinne des Wortes – erleben.

Ich habe mir die neusten Umfragen und Studien zum Thema „was zeichnet gute Arbeitgeberinnen aus“ angesehen. Ich empfehle dir, ebenso die Kommentare zu den entsprechenden Online-Artikeln und Social Media Beiträgen zu lesen. Darüber hinaus achte auf die Rückmeldungen deiner Bewerberinnen – speziell derer, die dein Jobangebot nicht annehmen. Und schon weißt du selbst ganz genau, was zu tun ist.

Um dir Zeit zu sparen habe ich meine ganz persönlichen vier Top Tipps zusammen getragen:

 

Zahle faire Gehälter

„If you pay peanuts you get monkeys.” James Goldsmith

„Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.“ Robert Bosch

 

Diese beiden Zitate bringen es schon auf den Punkt – da muss ich wirklich nichts mehr ergänzen

 

Perspektiven bieten

Wechsel von der Buchhaltung in die Kreativabteilung? Vom Bankschalter in das Social Media Team?

Wäre das in deinem Unternehmen denkbar? Gibt es schon Kolleginnen, für die ein Wechsel in eine andere Funktion, die vielleicht so gar nichts mit ihrer ursprünglichen Ausbildung zu tun hat, möglich war? Es muss nicht immer die klassische Führungsverantwortung sein, die als Perspektive dient. Wenn du auf Qualifikation UND Kompetenzen achtest, ist Recruiting aus deinem internen Talentepool ganz einfach möglich. (Ach ja, das sind reale Beispiele, die ich hier erwähnt habe.)

 

Flexibilität

Hand aufs Herz – findet sich in deinem Jobinserat auch der Punkt Flexibilität bei den Anforderungen? Abgesehen davon, dass ich in meinen Workshops immer wieder und wieder predige, dass dieser Begriff (genau wie viele andere) absolut nicht aussagekräftig ist, stelle ich hier stellvertretend für deine Bewerberinnen die Frage: wie flexibel bist du denn als Arbeitgeberin? Bietest du

  • Qualifizierte Jobs in Teilzeit?
  • Arbeitszeitmodelle, die gut mit Betreuungspflichten, Weiterbildung aber auch Hobbies vereinbar sind?
  • Möglichkeit zu bezahlten und unbezahlten Auszeiten?

Das sind nur drei Beispiele mit denen du dich als flexible Arbeitgeberin positionieren kannst.

 

Vertrauen

„Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital.“ Prangt der Satz auch fett auf deiner Karrierewebsite? Was tust du denn, um dieses Kapital zu vermehren?

Vertraust du deinen Mitarbeiterinnen? Vertrauen die Führungskräfte in deinem Unternehmen ihren Teammitgliedern? Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Funktion der Unternehmensleitung, Vorbildwirkung für alle Führungskräfte und damit die wichtigste Basis, um als gute Arbeitgeberin wahrgenommen zu werden.

Warum das so wichtig ist und ich absolut überzeugt davon bin, dass dies die wichtigste Recruitingmaßnahme ist? Wenn du schon mit mir gearbeitet hast, weißt du, dass ich nicht auf ein Arbeitgeberin-Siegel oder ähnliches abziele. Je mehr Menschen sich in deinem Unternehmen wohlfühlen, fair bezahlt werden und die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln, desto

  • weniger werden es verlassen und du musst weniger neue Kolleginnen suchen (Tschüss Fluktuation)
  • mehr werden es empfehlen und du hast Verbündete im Recruiting (Hallo Mitarbeiterinnenempfehlungsprogramm)
  • mehr werden sich von selbst bei dir melden, weil sie gerne bei euch arbeiten möchten (Danke Initiativbewerbungen).

 

Huch, dann habe ich als Recruiting-Strategin ja gar nichts mehr zu tun. Muss mir jetzt gut überlegen, ob ich diesen Blogbeitrag wirklich veröffentliche 😉

 

Sei eine gute Arbeitgeberin und setzte auf die Employee Experience, damit Recruiting wieder einfach wird.

 

Herzliche Grüße

Claudia

P.S.: Wir sprechen auf Recruiting TV nicht nur darüber, dass ein schlechtes Arbeitsumfeld Beziehungen zerstören kann, sondern geben auch Tipps, was du konkret tun kannst und wie du mit dem Thema Employee Experience startest.

Recruiting mit einem Tanzvideo?

IceBucket oder DollyParton (erinnerst du dich?) – sogenannte Challenges erobern das Netz. Sei es auf TikTok oder auf Instagram eine wesentlich höhere Anzahl an Interaktionen vor allem Views und Likes ist dir gewiss, wenn du mit machst. Wie dir die Dance Moves sogar im Recruiting helfen können, liest du in diesem Beitrag.

Video von Mitarbeiterinnen die tanzen

  • ALS Ice Bucket Challenge
  • Mannequin Challenge
  • Dolly Parton
  • Jersualema Challenge

Vor allem auf TikTok aber auch auf Instagram und natürlich auf YouTube gibt es unzählige – nennen wir sie sinnlose – und teilweise leider auch gefährliche Challenges. Einige davon gehen viral, die meisten allerdings nicht. Aktuell bewegt uns die #JerusalemaChallenge (grandioser Wortwitz oder?). 😉

Hast du die Videos schon gesehen, in denen Mitarbeiterinnen ganz unterschiedlicher Unternehmen wie zum Beispiel Austrian Airlines, Klinikum Floridsdorf aber auch das AMS zu den Klängen eines Musikers aus Südafrika tanzen?

Mein heimlicher (bitte nicht verraten) Favorit, das Video von der Klinik Floridsdorf hat nicht einmal 1 Monat nach der Veröffentlichung auf YouTube bereits über 76.000 Views. Möglicherweise gehen 5 davon auf mich. 😉 Denkst du ein „schnödes“ Recruiting Video von einem Unternehmen in Österreich würde diese Anzahl an Ansichten schaffen? Vielleicht dann, wenn es wirklich grottenschlecht ist – aber dann hat es das eigentliche Ziel ja verfehlt.

Die Austrian schafft es im gleichen Zeitraum übrigens auf bemerkenswerte 2,5 Millionen (!) Ansichten. Ich finde das Video ist wirklich grandios gemacht. Aus Recruiting-Sicht stört mich allerdings sehr, dass nur ein ganz kleiner Anteil der zahlreichen Mitarbeiterinnen repräsentiert wird. Wo sind denn die vielen Reinigungskräfte, Menschen, die am Schalter arbeiten, die Flugzeuge warten und und und …?

Deine Mitarbeiterinnen tanzen gar nicht jeden Tag durch die Gänge?

Keine Sorge, Challenges haben nicht die Intention, die Realität oder eben das tägliche Leben abzubilden – dann wäre es ja keine Herausforderung mehr und würde niemanden interessieren.

Trotzdem kann es eine gute Idee sein, bei einer Challenge mitzumachen. Du machst so nämlich schlicht und einfach mehr Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam – und damit auch auf dich als Arbeitgeberin.

Ist das nicht kontraproduktiv wenn dann irgendwelche Menschen, für dich vielleicht gar keinen Job habe, auf meiner Karrierewebsite oder Profil landen? Dies würde ich mich an deiner Stelle jetzt auch fragen. 😉 Wir möchten doch, dass genau unsere gewünschte Zielgruppe unsere Beiträge sieht!

Nachdem aber es auf den meisten Plattformen vor allem durch bezahlte Beiträge (also Ads) möglich ist Reichweite zu erlangen, ist dies bei der Umsetzung von Challenges kostenfrei möglich. Du erhältst sehr viel mehr Reichweite als mit anderen Beiträgen und gewinnst so vielleicht die eine oder andere Person, die deinem Karriereprofil dann auch folgt. Und leider ist es nun mal so: viel hilft hilft viel (verstehe das jetzt nicht als Aufruf zu Quantität vor Qualität – so meine ich das keinesfalls).

Das solltest du beachten
  • Oft kursieren zu ein und derselben Challenge unterschiedliche #, recherchiere das am besten vorab und verwende dann auch alle ## bei deinen Beiträgen.
  • Mach dich darauf gefasst, dass nicht alle die Teilnahme an der Challenge gut finden. Derzeit gibt es zum Beispiel Kommentare, wie es denn sein kann, dass die Teams in den Klinken fröhlich tanzen, obwohl doch alle überlastet sind. Auf solche Kommentare bereitest du – am besten mit Kolleginnen aus der Öffentlichkeitsarbeit – direkt ein oder zwei mögliche Antworten vor.

Falls du das bisher noch nicht gemacht hast – Kopfhörer rauf, YouTube an und hol dir für ein paar Minuten „good vibes“ – ins Büro oder Home Office.

Nütze die Möglichkeit der Teilnahme an Challenges, damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Herzliche Grüße 
Claudia

P.S.:  Möchtest du bei der #RecruitingMitInstagramChallenge oder der #WorkSmartChallenge mitmachen? Komm in meine Facebook Gruppe!

Außergewöhnliche Benefits

Die Möglichkeit zu Home-Office, das neueste Mobiltelefon oder gratis Kaffee sind Benefits, mit denen Unternehmen in ihren Stelleninseraten oder auf der Karrierewebsite um neue Mitarbeiterinnen werben. Vielen Jobsuchenden entlockt das längst kein müdes Lächeln mehr, denn diese Benefits zählen bereits zum Standard. Das Jobticket der Wiener Linien, ein Betriebskindergarten oder die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro zu bringen, sind Benefits, die nicht mehr überall zu finden sind.

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Nur sehr wenige Unternehmen in Österreich bieten ihren Mitarbeiterinnen 6 Wochen Urlaub, die 30 Stunden Woche bei vollem Gehalt oder wirklich völlige flexible Einteilung der Arbeitszeit – dabei wären gerade das Maßnahmen, die sofort für mehr Bewerbungen sorgen könnten (lassen wir das Thema Arbeitszeitgesetz einmal kurz außen vor). 

Ich bin innerhalb weniger Tage auf zwei Artikel bzw. Podcasts gestoßen, die eher ungewöhnliche Benefits von Unternehmen für Mitarbeiterinnen präsentiert haben. Dadurch angeregt, habe ich recherchiert und einige sehr spannende Ideen gefunden. 

Die zwei erwähnten Beispiele, zählen auch zu meinen persönlichen Highlights. Ich kann und will sie dir also keinesfalls vorenthalten: 

  1. Hundekarenz (pawternity leave) eine schottische Brauerei schenkt frischgebackenen Hundeeltern eine Woche Hundekarenz (kein Scherz – hier der Beweis, Quelle: Twitter):

    claudia lorber recruiting Hund

    Warum du die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu bringen in deinen Recruitingprozess involvieren   solltest, habe ich in diesem Blogbeitrag schon für dich zusammengefasst.
  2. Das zweite Beispiel ist von einem mittelständischen Unternehmen in den USA. Hier wurden die Mitarbeiterinnen gefragt: „Was würde dir dein Leben so wirklich erleichtern?“. Als Antwort erhielten sie von den meisten: „Jemand, der mir verschiedene Erledigungen abnimmt, eine persönliche Assistenz“ Genau das wurde eingeführt. 4 Stunden pro Woche gibt es die Möglichkeit, diverse Aufgaben – wie zum Beispiel die Vereinbarung von Arztterminen oder die Abholung von Einkäufen, das Besorgen von Geschenken oder völlig andere Dinge – einfach auszulagern. Alternativ dazu, gibt es auch die Möglichkeit einen Reinigungsservice für die Wohnung oder das Haus zu buchen.
Welche coolen und teilweise außergewöhnlichen Benefits gibt es noch?
  • Babysitter Pool 
  • Coaching oder Beratung auch für persönliche Anliegen 
  • Höhenverstellbare Schreibtische (im Büro oder auch im Home-Office) 
  • Laufband, das während der Arbeit genützt werden kann – Walkolution* zum Beispiel
    Da es in diesem Blogbeitrag über das Thema Benefits geht, habe ich hier einen Benefit für dich: Mit diesem Gutscheincode 7OT2QE7UMQQFQ erhältst du 10% Rabatt auf ein Walkolution Produkt deiner Wahl. Da werden deine Meetings künftig sicher dynamischer. 😉 
  • Beratung bei der persönlichen Finanzplanung 
  • Stundenkontingent für ehrenamtliche Tätigkeit
  • Firmenfahrrad oder E-Bike 
  • Friseur, Barber Shop oder Kosmetikbehandlungen 
  • Gesundes Essen oder Snacks 
  • Lieferung und Kühlmöglichkeit von Lebensmitteln an den Arbeitsplatz 
  • Massage 
  • Napping Rooms 
  • Private Krankenversicherung 
  • Paketannahme und die Möglichkeit zur Rücksendung 
  • Putzerei Service 
  • Weiterbildungsmaßnahmen, die frei wählbar sind und vielleicht gar nichts mit dem Job oder dem Fachgebiet zu tun haben, sondern eher den persönlichen Interessen entsprechen 
Update

Kurz nachdem ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, hat ein Mitglied unserer Facebook Gruppe HR Austria gefragt, welche außergewöhnlichen Wünsche man gerne für Mitarbeiterinnen verwirklichen würde. Es wurden noch zwei genannt, die ich unbedingt auf die Liste mit aufnehmen muss: 

  • Einen eigenen Barista anstellen, der mit mobilem Kaffeewagen von Büro zu Büro fährt 
  • Kennenlernen mit einem Idol, zum Beispiel Musikerin oder Sportlerin 

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll dir lediglich als Inspiration dienen. Das eine oder andere kann man sicherlich auch in deinem Unternehmen anbieten. 

Fragst du deine Mitarbeiterinnen, welche Maßnahmen ihnen das Leben wirklich erleichtern würden? Welche Benefits würdest du dir denn ganz persönlich wünschen?

Richtig gute Benefits helfen nicht nur im Recruiting und Employer Branding, sie unterstützen auch dabei, Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu halten und sorgen für eine positive Employee Experience

Benefits müssen nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein, aber die eine oder andere Maßnahme sollte es in deinem Unternehmen geben damit Recruiting wieder einfach wird. 

 

Herzliche Grüße
Claudia 

 

*Der Link zu Walkolution ist ein Affiliate Link. Das bedeutet, wenn du ein Produkt kaufst, dann zahlst du den Preis wie angegeben (vergiss nicht auf meinen Gutscheincode) und ich erhalte eine Provision. Diese wird von mir an gemeinnützige Vereine meiner Wahl gespendet.