Goodbye Human Resources: Firstbird im Praxistest

Jun 10, 2016 | Recruitingpraxis

Anfang März gab es die Ansage des Jahres 2016 in der HR Welt: „der Tag der Recruiting grundlegend verändern wird“. Nicht gerade bescheiden. Und der Slogan „Goodbye Human Resources“ sorgt vermutlich bei der einen oder anderen HR’lerin für Panikattacken (naja zumindest für Irritation). Alles nicht so wild: „Hello Human Connections“ geht es weiter im Text (das klingt doch nett). Ursprünglich „Recruiting für Pioniere“ betitelt soll es wohl einfach vermitteln: es gibt uns! Firstbird im Praxistest.

claudia lorber recruiting firstbird

Ich bin schon lange ein Fan von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen. Egal ob mit oder ohne entsprechender Prämie. Wer kann besser beurteilen, wer zum Unternehmen passt und umgekehrt als die, die schon da sind? Und da man wohl eher keine Empfehlung für ein Unternehmen abgibt, für das man selbst lieber nicht tätig sein möchte, ist die Erfolgsquote recht hoch. In allen Unternehmen, in denen ich tätig war, war dies Recruitingkanal Nummer 1 – egal ob es dafür eine „Belohnung“ gab oder nicht. Wie sieht das bei Ihnen aus? Schon mal gemessen? Und wenn ja nach welchen Kriterien? Immer diese Zahlen, nervig 😉

Nachdem wir hier schon mehrere Recruiting Lösungen aus Österreich im Praxistest hatten (und weitere gerade getestet werden) war klar: wir testen auch Firstbird. Wir haben also 70 Talent Scouts eingeladen, davon haben sich 17 registriert.
Wie funktioniert Firstbird für Recruiterinnen?

  1. Job erstellen und verwalten
  2. Empfehlungen verwalten
  3. Jobs teilen und selbst empfehlen

Details gibt es hier.
In der Praxis läuft das folgendermaßen ab:

claudia lorber recruiting Bildschirmfoto2016 03 09um09.32.40


Erstellen des Accounts

Einen Account auf Firstbird zu erstellen geht schnell und ist selbsterklärend. Beim Erstellen des Unternehmensprofils kann (und sollte) das Unternehmenslogo hinzugefügt werden.

claudia lorber recruiting Bildschirmfoto2016 03 09um09.33.07


Einladen von Talent Scouts

Nachdem das Unternehmensprofil erstellt wurde, können die Talent Scouts eingeladen werden. Dies  passiert via Eingabe von E-Mail-Adressen. Die Möglichkeit, Personen direkt via XING, LinkedIn oder anderen Social Media Plattformen einzuladen, ist nicht möglich.
Es gibt aber die Möglichkeit, einen Einladungslink zu generieren, der an mehrere Personen gleichzeitig versendet werden kann.

claudia lorber recruiting Firstbirdscreenshotmarlies


Prämien erstellen 

Damit die Talent Scouts auch einen Anreiz haben, Kandidatinnen und Kandidaten für die Stellenausschreibung zu empfehlen, kann man Belohnungen definieren. Wenn also meine vorgeschlagene Kandidatin den Job tatsächlich erhält bekomme ich auch etwas, eine Prämie. Diese Prämien können Gutscheine, Sachgeschenke, Geldprämien und mehr sein und sind vom Unternehmen zu definieren.
Erstellt man eine Prämie, so muss angeben werden, um welche Art der Prämie es sich handelt und wie viel diese wert ist. Die Talent Scouts sehen lediglich die Beschreibung der Prämie aber nicht den finanziellen Wert. Es kann noch angeben werden, in welcher Währung und wann der Talent Scout seine Prämie erhält. Empfehlenswert ist eine Prämienregel, die allen ersichtlich ist und als rechtliche Grundlage  für die  Auszahlung der Prämien dienen soll.

Jobinserat schalten

Das Erstellen eines Jobinserates auf Firstbird ist einfach und ebenfalls selbsterklärend. Interessant ist, dass Jobs bei Eingabe des Fachbereiches und des Standortes, nur an Talent Scouts geschickt wird, die sich mit denselben Einstellungen decken. So werden Jobinserate für den Standort Wien nur an Talent Scouts weitergeleitet, die auch aus Wien sind. Möchte man dies erweitern, so wird mit dem Klick auf das Kästchen „Hot Job“ das Jobinserat, ungeachtet ihres Fachbereiches und des Standortes, an alle Talent Scouts verschickt. Pro Job kann eingestellt werden, welche Prämie der Talent Scout erhalten soll, und auch die Dauer der Laufzeit des Ausschreibens.

Und dann heißt es: Zurücklehnen und Tee trinken! Klingt phantastisch oder?

Wem das jetzt alles zu theoretisch war, der kann sich hier einfach mal ein Video ansehen.
Für alle, denen das auch noch zu wenig ist, gibt es am 21.06. bei der Social Media Recruiting Conference die Möglichkeit, Firstbird live zu erleben. Für Leserinnen von recruitingpraxis gibt es heute ein Geschenk, nämlich 15 % Rabatt auf das Ticket: einfach smrc16_rp  bei Aktionscode eingeben. 

Und was sagen eigentlich Talent Scouts über Firstbird?

Ich muss sagen, dass das Programm Firstbird selbsterklärend und sehr übersichtlich ist. Die Anmeldung hat fehlerfrei und schnell funktioniert. Auch die Verlinkung mit persönlichen Netzwerken war kein Problem. Innerhalb eines Mausklicks ist die Stellenausschreibung auf XING gepostet ohne dass ich mich dafür auch nochmal anmelden muss. Bin natürlich noch gespannt, was sich ändert, wenn ich ein paar mehr Punkte gesammelt habe 😉
Ich habe das nicht erkannt, dass das ein Empfehlungsprogramm ist, ich habe gedacht, das ist eine neue Jobplattform.

Was sagen wir dazu?

 Was ich mir von Firstbird erwartet habe, war eine Systematisierung und im besten Fall eine Erhöhung der qualifizierten Empfehlungen. Das Tool zwingt uns dazu, uns mit der Thematik wirklich zu befassen, Prozesse zu überdenken undzu adaptieren. Wenn es keine Schnittstelle zum eigentlichen Bewerbungsmanagementsystem gibt, ist es durchaus aufwendig noch ein weiteres Tool zu bedienen. Das Inserat muss extra gepostet werden und die Talent Scouts mit Informationen versorgt. Toll ist das übersichtliche und aussagekräftige Dashboard, das meiner Meinung nach unbedingt dafür genützt werden soll, auch die anderen Recruitingkanäle zu evaluieren.

Am wichtigsten und erfolgsentscheidend wird jedoch die Kommunikationsstrategie sein. Im Vorfeld, begleitend und dann eben punktuell immer wieder. Klingt aufwendig oder? Das ist es auch, wenn aber mehrere Stellen pro Jahr auf diese Weise besetzt werden können sollte es die Mühe wert sein.
Das ungeschrieben Recruitinggesetz: „die Zeit, die du im Vorfeld investierst, sparst du während dem Prozess“ stimmt hier zu 100 %!

Wirklich hilfreich wäre eine Schnittstelle in mein Bewerbungsmanagementsystem, so muss ich mehrere Plattformen warten und das ist wieder ein Ressourcenthema. Aber psst, nicht weitersagen, hier ist schon etwas geplant …

Und für alle, die Firstbird schon längst selbst einmal testen wollten, ist JETZT genau der ideale Zeitpunkt:

claudia lorber recruiting FirstbirdGewinnspiel

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Empfehlungsmanagementprogrammen? Wertvoll oder Zeitverschwendung?

Herzliche Grüße

Claudia

PS: Sie möchten keinen Blogbeitrag verpassen? Einfach meinen Newsletter abonnieren, Recruiting-Insider werden und 1 x monatlich alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt ins Postfach erhalten – damit Recruiting wieder einfach wird.

3 Kommentare

  1. Liebe Claudia,

    vielen Dank für deinen Testflug mit Firstbird und deinen tollen Artikel.

    Natürlich hast du vollkommen recht, dass Firstbird mit einer Schnittstelle zu deinem Bewebermanagementsystem noch viel mehr Spaß macht. Daher haben wir zu vielen BMS Anbietern bereits Standard-Schnittstellen.

    Zudem bieten wir allen Kunden eine offene Schnittstelle an, über die Firstbird nahtlos mit allen bisherigen und zukünftigen Systemen verknüpft werden kann.

    Beste Grüße vom Firstbird Team,

    Arnim

    Antworten
  2. Hallo Claudia,

    interessanter Beitrag. Wäre es für dich spannend dir ein weiteres digitales Empfehlungsprogramm anzuschauen?
    Wir, bei sprad.io, erweitern beispielsweise das bisherige Angebot um einige wichtige Funktionen.
    Bei Interesse melde dich sehr gerne.

    Beste Grüße,
    Jürgen

    Antworten
    • Hallo Jürgen,
      ich habe Interesse an spannenden Recruiting-Tools! 🙂
      Ich melde mich bei dir.
      LG Claudia

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.