5 Gründe, warum dein Recruiting nicht mehr funktioniert

Recruiting ist mühsam, funktioniert irgendwie nicht, macht keinen Spaß mehr. Diese Gedanken kommen dir bekannt vor? Dann machst du das vermutlich schon länger. Recruiting hat sich wesentlich verändert und hier kommen 5 Gründe, warum es bei dir nicht mehr funktioniert.

Achtung! Dies ist kein Text, der dir 5 „Mach dies und tu das“-Anleitungen gibt, damit Recruiting wieder einfach wird. In erster Linie liegt das nämlich an dir. Ja tatsächlich, du kannst viel dazu tun.

 

1. Du glaubst, dass Recruiting mühsam ist und keinen Spaß macht.
Ok, das ist dein gutes Recht. Es ist aber nicht hilfreich. Deine Einstellung, deine Gedanken und auch dein Verhalten beeinflussen maßgeblich, wie du zu deinem Job stehst. Wenn du dir bei jeder Beauftragung durch den Hiring Manager denkst: „Oh nein, schon wieder eine Funktion, die ich nicht besetzen kann“, dann wird das vermutlich auch so passieren. Freu dich über jede neue Personalbedarfsmeldung, freu dich über jede neue Bewerbung und freu dich vor allem so richtig über jede Besetzung! Manchmal vergessen wir ganz zu feiern.  

2. Du bist überwältigt von den vielen Möglichkeiten, die es plötzlich gibt.
Unzählige Jobplattformen, Active Sourcing, Social Media und von den diversen Tools und Anbietern ganz zu schweigen. Du musst dich aber nicht um alles auf einmal kümmern. Nimm dir eine Baustelle nach der anderen vor und gehe das Thema Schritt für Schritt an. 

Lies dir zum Beispiel meine Blogbeiträge zu den unterschiedlichen Themen durch oder wirf einen Blick auf die Übersicht der Jobplattformen in Österreich, die ich für dich zusammengestellt habe. Du vermisst eine Plattform? Schreib mir doch, damit die Liste aktuell bleibt und alle davon profitieren können.

 

3. Du hast Angst davor, Fehler zu machen.
Neue Wege schön und gut, aber soll sie doch erst einmal jemand anderer gehen. Dann kannst du dich bequem zurücklehnen und schauen, was passiert. So funktioniert das aber nicht. Neue Wege bedeuten manchmal auch, dass man einen Umweg in Kauf nehmen muss. Das gehört dazu und du lernst garantiert etwas Neues. Trau dich, anders zu sein und such dir eine Führungskraft, die diesen Weg mit dir gemeinsam geht. 

4. Du verstehst nur Bahnhof.
Reichweite, Interaktion, Candidate Journey – was ist das alles und was hat das mit mir zu tun? Jede Menge. Du benötigst Kompetenzen aus dem Online-Marketing und musst diese für Recruitingzwecke adaptieren. Klick um zu Tweeten Du kannst dir die Infos dafür zusammensuchen oder gemeinsam mit Gleichgesinnten in meinem Social Media Recruiting Bootcamp lernen und Spaß haben. 

5. Du würdest ja gerne, aber deine Chefin, die Führungskräfte oder das Management spielen nicht mit und lassen das nicht zu?
Dann mach ihnen klar, wie wichtig es ist, dass sich im Recruiting etwas ändern kann, andernfalls habt ihr vielleicht bald gar keinen Bedarf mehr an neuen Mitarbeiterinnen. Im Gegenteil: Du hilfst vielleicht schon bald deinen Kolleginnen, einen neuen Job zu finden. Genau das ist deine Verantwortung und deine oberste Priorität, alles andere kommt dann wie von selbst.
 

Glaub an dich, damit Recruiting wieder einfach wird.

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Nächste Woche erkläre ich, warum Active Sourcing kein Recruiting-Job ist. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

Content-Tipps für dein Social Media Recruiting

„Social Media betrifft uns nicht, das meinen zumindest meine Chefinnen.“
„Wir haben einen Facebook Account, aber den dürfen wir nur für Kundenthemen nutzen.“
„Es gibt gar keinen Social Media Auftritt, wir wüssten gar nicht, wer das machen soll.“
„Bei uns im Unternehmen gibt es dafür kein Budget.“ 

So und ähnlich lauten oft die Aussagen bei Vorträgen oder auch Workshops, die ich halte, wenn es um das Thema Social Media Recruiting geht. Die schlechte Nachricht: Wenn es eine grundsätzliche Entscheidung gibt, dass Social Media für das Unternehmen nicht relevant ist, dann wird es kaum bis gar nicht möglich sein, Social Media-Recruiting zu implementieren. Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass es zumindest Google-Expertinnen gibt und die Karrierewebsite und die Jobbörse entsprechend aufgebaut sind. Wenn es aber bereits für Marketingzwecke Social Media Kanäle gibt, dann ist es mehr als sinnvoll, diese gleich auch für Recruiting einzusetzen.

Hier ein paar Tipps:

  • Bewerberinnen interessieren nicht ausschließlich Jobinserate, sondern vielmehr bestimmte Themen. Dein Unternehmen steht für bestimmte Fachgebiete und kommuniziert dazu auch über Social Media? Perfekte Voraussetzungen. Du kannst diese Inhalte ganz einfach über deine persönlichen Profile zum Beispiel auf XING oder LinkedIn teilen und vor allem die Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Fachabteilungen ermuntern, dies ebenfalls zu tun.
  • Es gibt gar keine Social Media Kanäle? Haben du und deine Kolleginnen Profile auf XING, LinkedIn und Co? Und es gibt eine Unternehmenskommunikation? Perfekt. Dann hast du nämlich auch Inhalte, die du schnell und regelmäßig teilen kannst. Welche das sind? 
      • Es gab einen Bericht über eines eurer Projekte in der Zeitung? Teilen. 
      • Deine Lehrlinge haben einen Wettbewerb gewonnen? Teilen. 
      • Eine Mitarbeiterin ist jetzt Führungskraft? Teilen. 
      • Dein Unternehmen baut einen neuen Standort auf oder aus? Teilen. 

Du merkst schon worauf ich hinaus will, oder? Inhalte sind da, und es gibt wohl keine Unternehmensleitung, die sich nicht wünscht, dass Presseberichte oder -mitteilungen so großzügig wie möglich verteilt werden. Mehr zum Thema gibts in meinem Social Media Recruiting Bootcamp am 16. und 17. Oktober in Wien, da erfährst du alles rund um Content und wie du potenzielle Bewerberinnen auf Social Media am besten erreichst. Die Plätze sind limitiert, es heißt schnell sein! 😉

Du kannst vorhandene Inhalte übrigens auch nützen, um Beziehungspflege zu potenziellen Mitarbeiterinnen zu betreiben. Du hast einen Talentepool aufgebaut und fragst dich, was du kommunizieren kannst? Halte dich an die PR-Mitteilungen. Sortiere ein wenig nach den Interessen der Zielgruppe aus und halte so Kontakt. 

Jetzt mal ganz unter uns: Lass PR die Arbeit machen und du teilst einfach – das ist doch die perfekte Aufgabenteilung, oder? Wie sich HR und PR gegenseitig unterstützen können, ist übrigens Thema vom ersten XING Puls HR Event in Wien am 01. Oktober 2019 um 18:00 Uhr. Kommst du vorbei? 

Setze auf Inhalte, die es schon gibt und teile diese über Social Media Kanäle – damit Recruiting wieder einfach wird. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche beschreibe ich die 5 Gründe, warum dein Recruiting nicht erfolgreich ist. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Führungskräfte haben keine Ahnung von Recruiting

Führungskräfte haben sehr oft keine Ahnung von Recruiting. Das ist auch ok, grundsätzlich ist es ja nicht ihr Job, sondern deine Aufgabe. Trotzdem tragen sie maßgeblich dazu bei, ob deine Bemühungen im Recruiting von Erfolg gekrönt sind oder nicht

Du hast es vielleicht mit Führungskräften zu tun, die schon länger in ihrem Job sind und die gerne mit folgenden Aussagen stoppen: 

  • „Die Positionen haben wir eh schon öfter gesucht, nimmst einfach das von vor 2 Jahren, hat sich eh nix geändert.“ 
  • „Du kennst uns und weißt, wer zu uns passt.“ 
  • „Ich habe dafür keine Zeit, wir brauchen so dringend jemanden, kümmer dich darum.“


Wie bekommen wir unsere Pappenheimer jetzt an Bord bzw. dazu, den 
Recruitingprozess zur Candidate Experience zu machen? Ganz klar: Hilf ihnen, ihren Job als Führungskraft (was Recruiting betrifft) besser zu machen, damit du deinen Job bestmöglich erledigen kannst (was sich wiederum positiv auf die Leadership Perfomance auswirkt – nachvollziehbar oder). Wie du das am besten angehst?

Fakten, Fakten, Fakten
Im ersten Schritt lieferst du Informationen. Mach dir – je nachdem wie das bei dir besser funktioniert – einen 1:1-Termin aus oder hol gleich ein paar Führungskräfte zusammen. Organisiere diesen Termin am besten jetzt gleich, 45 Minuten sind mehr als ausreichend. Bereite einen Onepager mit Fakten vor, je individueller auf die zu suchenden Funktionen zugeschnitten, desto besser. 

Dieser könnte folgende Punkte beinhalten: 

  • Wie viele andere Unternehmen suchen aktuell genau diese oder eine sehr ähnliche Funktion? Das kannst du innerhalb 1 Minute auf einer Online-Jobbörse herausfinden. 
  • Wann wurde die Position zuletzt besetzt, was hat sich seither geändert (im Unternehmen, bei den Anforderungen, in Österreich, …)? 
  • Was hat sich im Recruiting grundlegend geändert und warum funktioniert „post and pray“ nicht mehr? Du liest meinen Blog, du weißt das alles. 😉
  • Oft kennst du den einen Grund, warum Bewerberinnen abspringen, sehr gut. Jetzt hast du die Möglichkeit, diesen auch unterzubringen.

Diese Punkte gehst du gemeinsam durch, machst sie auf die Lage aufmerksam und präsentierst im Anschluss gleich folgende Lösung: 

Next steps
Du organisierst künftig für jede Position, die ausgeschrieben wird, einmal ein ordentliches Briefing. Das kann in Form der Candidate Persona sein oder im Rahmen eines Teammeetings oder ein wirklich ausführliches Briefinggespräch. Dafür benötigst du zumindest 1,5 Stunden. Ja, das klingt lange, aber diese Zeit spart ihr danach im Prozess um vieles ein. 

Teil dieses Briefings ist es, sich gleich und sofort zu überlegen:

  1. Wie sieht der konkrete Recruitingprozess für diese eine Position aus, sodass es für alle Beteiligten am zielführendsten ist? Und nein, „Wir haben eh einen Standard-Prozess“ gilt schon lange nicht mehr.
  2. Welche Informationen muss deine Führungskraft unbedingt haben, um zu einer Entscheidung zu gelangen, und wie kommt ihr zu denen?
  3. Unbedingt auf der Stelle Zeitfenster für Kennenlerntermine organisieren.

Ich kenne Fälle, wo lediglich die zeitliche Verfügbarkeit (oder besser das genaue Gegenteil) der Führungskraft dazu geführt hat, dass die Position ewig nicht besetzt werden konnte. Nicht weil die Recruiterin einen schlechten Job gemacht hat, nicht weil es gar keine Bewerbungen gegeben hat, sondern schlicht und einfach darum, weil es nicht möglich war, in einem angemessenen Zeitraum einen Termin zu organisieren. Bewerberinnen, die zu lange warten müssen, springen ab. Es gibt immer andere Unternehmen, wo sie eine schnellere Reaktion und vor allem eine schnellere Zusage erhalten. Das wäre einfach zu blöd, wenn es daran scheitert. 

Hol dir deine Führungskräfte ins Boot, damit Recruiting wieder einfach wird. Klick um zu Tweeten

Herzliche Grüße
Claudia 

PS: Nächste Woche geht es darum, wie man Social Media in die Recruiting-Strategie einbindet. Das möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting für dich wieder einfach wird. 

Recruiting- und HR-Events im Herbst 2019

 Die Zukunft Personal Austria findet 2019 nicht statt, das macht den ohnehin dicht gedrängten Kalender im Herbst etwas entspannter. Trotzdem gibt es eine Fülle an Angeboten in und um Österreich. Bei den folgenden Events und Weiterbildungen werde ich selbst vor Ort sein. Worum es dabei geht? Eine bunte Mischung von Active Sourcing über Stellenanzeigen und Social Media-Recruiting.

September

  • Am 10. oder 19. September kannst du noch am kostenlosen Webinar „Talent Relationship Management in der Praxis“ teilnehmen, das ich gemeinsam mit Jan Pichler von myVeeta halte.
  • Wie man die Zielgruppe Frauen im Recruiting besser erreicht, darum geht es am 19.09. in Linz. Der Workshop ist bereits ausgebucht, bei Interesse abonnierst du am besten meinen Newsletter, dann informiere ich dich zeitgerecht über den nächsten Termin. 
  • Am 26. und 27.09. findet wieder das HR BarCamp in Wien statt, letztes Jahr konnte ich nicht dabei sein, diesmal bin ich am 26.09. vor Ort. Die Tickets sind schon alle vergeben, aber manchmal werden noch kurzfristig Teilnehmerinnen gesucht, die einspringen. Du kannst zum Beispiel in unserer Facebook Gruppe HR Austria kundtun, dass du Interesse hast.

Oktober

  • Employer Branding meets Social Media-Recruiting heißt es am 03.10. in Wien: Gemeinsam mit Ralf Tometschek von identifire zeigen wir, wie du dein Unternehmen attraktiv positionieren und das Web nutzen kannst, um von Bewerberinnen gut gefunden zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. 😉
  • Am 09. und 10.10. findet in der Hofburg in Wien wieder der HR Inside Summit statt und ich bin mit einer Session „Pimp my JobAd“ vor Ort. Zwei Tickets für Recruiting-Insider wurden bereits verlost und die Gewinnerinnen erhalten am Montag Bescheid. 
  • Ich werde allerdings nur am Mittwoch da sein, denn am Donnerstag geht es für mich weiter nach Hamburg zum BarCamp Future of Recruiting. Insights gibt es auf meinem Insta– und auch auf meinem Twitter-Account, versprochen!
  • Für wen es in dieser Woche noch ein bisserl mehr sein darf, der kann sich online weiterbilden: Die TALENTpro Online Konferenz findet heuer erstmalig statt. 
  • Ein Highlight für mich wird im Oktober definitiv die zweite Runde meines Social Media Recruiting Bootcamps. Am 16. und 17.10. werde ich in der Sportanlage der Polizei Wien (wo sonst) 😉 wieder Strategien aus dem Online- und Social Media-Marketing speziell für Recruitingzwecke vermitteln, die von den Teilnehmerinnen gleich praktisch umgesetzt werden. Ein heißer Tipp: Die Plätze sind limitiert und es gibt schon erste Anmeldungen. Mehr Infos findest du hier.
  • Gleich am 22.10. geht es weiter mit dem Thema Talent Relationship Management , gemeinsam mit myVeeta veranstalte ich einen eintägigen Workshop. Ein Fixtermin für alle, die ihre wissen möchten, wie man mit Personen im firmeninternen Talentepool Kontakt hält. 
  • Am 23.10. geht es beim ÖPWZ um Active Sourcing und am 24.10. bei der Lehrlingstagung um das Recruiting unserer jüngsten Zielgruppe. 

November

  • Am 6.11. startet in Wien eine New Work Session rund um die neuen Spielregeln der zukünftigen Arbeitswelt. Sehr spannend – hier kann ich leider nicht dabei sein.

Völlig zeit- und orts-unabhängig kann man unserer HR Austria Facebook Gruppe beitreten – mehr als 200 Mitglieder freuen sich auf neue Gesichter, Anregungen und Austausch zu HR Themen. 
Auch immer einen Besuch wert ist mein YouTube-Channel Recruiting TV, hier gibt es u.a. die Playlist Webinare und Online-Konferenzen, da kann man jederzeit und überall einen Blick hineinwerfen. Am besten den Channel gleich abonnieren und keine Neuigkeiten versäumen 😉.

Du kennst noch eine HR-Veranstaltung, die ich in meine Liste aufnehmen sollte? Dann schreib einfach an talentemagnet@claudialorber.at.

Was du sonst noch wissen solltest: Noch diesen Herbst kommt ein völlig neues Angebot zu Active Sourcing, das ich heute noch nicht verrate. Du willst informiert werden? Trag dich hier ein!

Herzliche Grüße
Claudia

 
PS: Nächste Woche geht’s darum, dass Führungskräfte keine Ahnung haben. 😉 Den Beitrag möchtest du nicht verpassen? Werde jetzt gleich Recruiting-Insider und du erhältst einmal im Monat alle Beiträge (und mehr) gesammelt direkt in dein Postfach – damit Recruiting auch für dich wieder einfach wird.