Die Rolle der Karriere-Website im Social Media Recruiting

Jun 1, 2018 | Social Media Recruiting

Karriere-Website heißen der Start und das Ziel im Social Media Recruiting. Da geben wir uns Mühe und erstellen einen Redaktionsplan, Content für Facebook, drehen Videos, die wir auf YouTube hochladen und fotografieren sogar das Essen in der Kantine für Instagram. Social Media Recruiting ist doch angesagt, oder?

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Ja, Social Media Recruiting ist angesagt und als Teil einer zielgerichteten und effektiven Recruitingstrategie nicht mehr außer Acht zu lassen. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk auf der Karriere-Website, die leider immer noch sehr oft vernachlässigt wird. Texte sind beliebig austauschbar, von Candidate Experience im Sinne von zurechtfinden keine Spur und viel zu oft ist noch ein Recruitingsystem eingebunden, dass zuerst einmal das Ausfüllen von mehreren Seiten Formular erfordert. Einige Webseiten sind nicht mal responsive – ähem wir haben das Jahr 2018 😉 und alles was auf einem Smartphone nicht lesbar ist, kann man sich getrost sparen. Trotzdem wird nach wie vor in Employer Branding Kampagnen investiert (ich sage nicht, dass die sinnlos ist, ich frage nur nach der Priorisierung), Personalberatungen beauftragt und durchaus auch schon mal Geld für die eine oder andere Social Media Recruiting Kampagne investiert.

Und dann landet die (hoffentlich) künftige Mitarbeiterin auf einer Website, die leider nur dazu beiträgt, genau diese schnell wieder zu verlassen.

Mann auf der Flucht läuft durch ein Büro

Mein Praxistipp: beschaffe dir die folgenden 3 Zahlen aus der IT und/oder dem Marketing:

  • Anzahl der Besuche (Sitzungen)
  • Quelle der Besuche
  • Ausstiegsseiten

deiner Karriere Website – mit diesen 3 Informationen kannst du sofort optimieren.

Warum ich dir ans Herz lege, die eigene Karriereseite auf Vordermann zu bringen, bevor du mit Active Sourcing oder Social Media Recruiting Aktivitäten startest, hat gleich mehrere Gründe.

Mach es deinen Bewerberinnen so leicht wie möglich (den meisten jedenfalls)

Für Positionen, für die du nach wie vor mehrere 100 Bewerbungen erhältst, darfst du getrost Hürden zur Vorselektion einbauen. Die sollten jedoch Teil des Recruitingprozesses sein und nicht erst gemeistert werden müssen, um sich überhaupt zu bewerben.

Mach dich von keiner anderen Plattform abhängig

Social Media haben viele Vorteile und einen gravierenden Nachteil: Sie sind nicht stabil. Die User also deine Zielgruppe ändern sich, die Plattformen werden verändert, es kommen ständig neue auf den Markt, andere verschwinden. Dazu kommt, dass es durchaus passieren kann, dass der Unternehmensaccount gesperrt oder gelöscht wird. Wer da nur auf ein Pferd setzt, geht ein sehr hohes Risiko ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass du in einigen Jahren keine Website mehr hast, ist jedoch sehr gering.

Du hast es nirgendwo leichter, dich zielgruppengerecht zu präsentieren

… und für den sogenannten „joy of use“ zu sorgen. Also eine Website, die wir so angenehm, witzig oder interessant finden, dass wir einfach „hängen bleiben“ bzw. auch gerne wieder zurückkommen. Das das auf einer Karriere Website wohl herausfordernder ist als z. B. bei einem Onlineshop ist verständlich. Oft reichen schon kleine Verbesserungen. Versetze dich sich in die Lage deiner Bewerberinnen, überlege  was sie gerne sehen, lesen, hören möchten und frag deine Zielgruppe!

Vergiss nicht, dass alle deine Social Media Recruiting Aktivitäten irgendwann unweigerlich auf deine Website führen. Wenn hier ein komplett anderes Look and feel, eine andere Tonalität, eine andere Bildsprache als auf deinen Social Media Kanälen zu finden ist, dann ist das ein Stilbruch, der in wenigen Augenblicken alle deine Bemühungen zunichte macht.

Deine Karrierewebsite steht also am Anfang und am Ende deiner Social Media Recruiting Strategie. Sie ist das Herzstück deiner Social Media Recruiting Kampagne und trägt maßgeblich zu deinem Recruitingerfolg bei. Klick um zu Tweeten

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Herzliche Grüße
Claudia

PS: Im Online Kurz-Workshop „Die optimale Karrierewebsite“ zeige ich dir ganz genau was ich meine und wie du am besten los legst.

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