Recruiting mit einem Tanzvideo?

Jan 29, 2021 | Employer Branding

IceBucket oder DollyParton (erinnerst du dich?) – sogenannte Challenges erobern das Netz. Sei es auf TikTok oder auf Instagram eine wesentlich höhere Anzahl an Interaktionen vor allem Views und Likes ist dir gewiss, wenn du mit machst. Wie dir die Dance Moves sogar im Recruiting helfen können, liest du in diesem Beitrag.


  • ALS Ice Bucket Challenge
  • Mannequin Challenge
  • Dolly Parton
  • Jersualema Challenge

Vor allem auf TikTok aber auch auf Instagram und natürlich auf YouTube gibt es unzählige – nennen wir sie sinnlose – und teilweise leider auch gefährliche Challenges. Einige davon gehen viral, die meisten allerdings nicht. Aktuell bewegt uns die #JerusalemaChallenge (grandioser Wortwitz oder?). 😉

Hast du die Videos schon gesehen, in denen Mitarbeiterinnen ganz unterschiedlicher Unternehmen wie zum Beispiel Austrian Airlines, Klinikum Floridsdorf aber auch das AMS zu den Klängen eines Musikers aus Südafrika tanzen?

Mein heimlicher (bitte nicht verraten) Favorit, das Video von der Klinik Floridsdorf hat nicht einmal 1 Monat nach der Veröffentlichung auf YouTube bereits über 76.000 Views. Möglicherweise gehen 5 davon auf mich. 😉 Denkst du ein „schnödes“ Recruiting Video von einem Unternehmen in Österreich würde diese Anzahl an Ansichten schaffen? Vielleicht dann, wenn es wirklich grottenschlecht ist – aber dann hat es das eigentliche Ziel ja verfehlt.

Die Austrian schafft es im gleichen Zeitraum übrigens auf bemerkenswerte 2,5 Millionen (!) Ansichten. Ich finde das Video ist wirklich grandios gemacht. Aus Recruiting-Sicht stört mich allerdings sehr, dass nur ein ganz kleiner Anteil der zahlreichen Mitarbeiterinnen repräsentiert wird. Wo sind denn die vielen Reinigungskräfte, Menschen, die am Schalter arbeiten, die Flugzeuge warten und und und …?

Deine Mitarbeiterinnen tanzen gar nicht jeden Tag durch die Gänge?

Keine Sorge, Challenges haben nicht die Intention, die Realität oder eben das tägliche Leben abzubilden – dann wäre es ja keine Herausforderung mehr und würde niemanden interessieren.

Trotzdem kann es eine gute Idee sein, bei einer Challenge mitzumachen. Du machst so nämlich schlicht und einfach mehr Menschen auf dein Unternehmen aufmerksam – und damit auch auf dich als Arbeitgeberin.

Ist das nicht kontraproduktiv wenn dann irgendwelche Menschen, für dich vielleicht gar keinen Job habe, auf meiner Karrierewebsite oder Profil landen? Dies würde ich mich an deiner Stelle jetzt auch fragen. 😉 Wir möchten doch, dass genau unsere gewünschte Zielgruppe unsere Beiträge sieht!

Nachdem aber es auf den meisten Plattformen vor allem durch bezahlte Beiträge (also Ads) möglich ist Reichweite zu erlangen, ist dies bei der Umsetzung von Challenges kostenfrei möglich. Du erhältst sehr viel mehr Reichweite als mit anderen Beiträgen und gewinnst so vielleicht die eine oder andere Person, die deinem Karriereprofil dann auch folgt. Und leider ist es nun mal so: viel hilft hilft viel (verstehe das jetzt nicht als Aufruf zu Quantität vor Qualität – so meine ich das keinesfalls).

Das solltest du beachten

  • Oft kursieren zu ein und derselben Challenge unterschiedliche #, recherchiere das am besten vorab und verwende dann auch alle ## bei deinen Beiträgen.
  • Mach dich darauf gefasst, dass nicht alle die Teilnahme an der Challenge gut finden. Derzeit gibt es zum Beispiel Kommentare, wie es denn sein kann, dass die Teams in den Klinken fröhlich tanzen, obwohl doch alle überlastet sind. Auf solche Kommentare bereitest du – am besten mit Kolleginnen aus der Öffentlichkeitsarbeit – direkt ein oder zwei mögliche Antworten vor.

Falls du das bisher noch nicht gemacht hast – Kopfhörer rauf, YouTube an und hol dir für ein paar Minuten „good vibes“ – ins Büro oder Home Office.

Nütze die Möglichkeit der Teilnahme an Challenges, damit Recruiting für dich wieder einfach wird.

Herzliche Grüße 
Claudia 

P.S.: Wie man mit kritischen Kommentaren am besten umgeht erläutere ich den Teilnehmerinnen an meinem Social Media Recruiting Bootcamp.

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